Wir sind die Roboter

04.07.2020 von Marcus Pohlmann

Wir sind die Roboter

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Spieleranzahl: 2 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 5 Jahren

Spieldauer: ca. 15 Minuten

Erscheinungsdatum: 30.01.2020

Sprache: Deutsch

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Bei Wir sind die Roboter handelt es sich nicht, wies der Titel vielleicht vermuten lässt, um eine neue Veröffentlichung der Elektonik-Pioniere Kraftwerk. Stattdessen haben NSV unter diesem Namen ein kooperatives Rennspiel herausgebracht, das für den prestigeträchtigen Preis Kinderspiel des Jahres nominiert wurde.

Was steckt drin?

In der Schachtel liegen 50 blaue Holzchips, die als Gradmesser für den Erfolg der Spieler dienen. Das Kernelement sind jedoch zwölf großformatige Tafeln. Auf der Vorderseite ist der Parcours abgebildet, den Robbi der Roboter abfährt. Die Strecke führt dabei an verschiedenen Gegenständen vorbei, beispielsweise Schuhen, Obst oder Haushaltsgegenständen. Außerdem gibt es hier noch eine Ziffer – die das Tempo vorgibt. Auf der Rückseite der Karte finden sich die Angaben über die Geschwindigkeit. Diese ist in drei Stufen (langsam, normal, schnell) unterteilt und gibt an, bei welchem Tempo es der Roboter zu einem bestimmten Gegenstand schafft. Die Anleitung findet auf einer Doppelseite Platz.

Bereit für den Start

Bereit für den Start

Wie wird’s gespielt?

Die Tafeln werden gemischt und mit der Rennstrecke nach oben gelegt. Ein Spieler übernimmt die Rolle des Roboters, die anderen bilden das Rateteam. Zuvor müssen sie sich jedoch entscheiden, ob sie die kooperative Spielvariante wählen, oder gegeneinander spielen.

Der Roboterspieler nimmt die erste Karte vom Stapel und schaut sich die Rückseite mit den Geschwindigkeiten, die Infoseite, an. Die Karte, die nun oben liegt, gibt die Strecke vor, die der Spieler abfahren muss und die Geschwindigkeit, mit der er den Gegenstand erreicht. Mit „Beep!“ gibt er das Startsignal und fährt dann in Gedanken die Strecke ab. Kommt er bei dem angegebenen Gegenstand an, beendet der Spieler mit einem weiteren „Beep!“ die Fahrt.

Zwei der Rennstrecken

Zwei der Rennstrecken

Die anderen Spieler müssen nun anhand der vergangenen Zeit und der ihnen bekannten Geschwindigkeit einschätzen, wie weit der Roboter gefahren ist. Dabei ist es ausdrücklich gewünscht, dass sie miteinander diskutieren und sich auf einen Gegenstand einigen.
Liegen sie mit ihrem Tipp genau richtig, erhalten sie drei Chips als Belohnung. Sind sie um einen Gegenstand daneben, gibt es immerhin noch zwei Chips und bei zwei Gegenständen lediglich einen. Anschließend wechselt die Rolle des Roboters an den nächsten Spieler und eine neue Rennstrecke wird abgefahren.
Haben die Spieler alle elf Strecken absolviert, gibt die Anzahl der gesammelten Chips an, wie erfolgreich sie als Team waren.

Für Einsteiger gibt es vereinfachte Regeln, bei denen beispielsweise nur mit einer Geschwindigkeit gespielt wird. In einer weiteren Variante treten die Spieler gegeneinander an und jeder gibt für sich seinen Tipp ab.

Kann das Spiel was?

Der Promo-Roboter päsentiert die Infoseite

Der Promo-Roboter päsentiert die Infoseite

Wir sind die Roboter folgt einem ähnlichen Konzept wie The Mind vom gleichen Verlag, setzt dieses aber kindgerecht und weniger abstrakt um. Das Spielprinzip ist ungewohnt und die ersten Runden dürften mit einer geringen Punkteausbeute enden. Mit zunehmender Dauer gelingt es den Spielern jedoch recht gut, ein gewisses Zeitgefühl zu entwickeln und so die Bewegungen des Roboters besser einzuschätzen. Das Spiel funktioniert sowohl mit Kindern wie auch Erwachsenen gleich gut. Mehr Spieler machen die Diskussion, zumindest in der kooperativen Variante, etwas anstrengend und langwierig. Hier haben sich vier Spieler als gute Rundengröße erwiesen. Mit persönlich gefällt jedoch die kompetitive Variante deutlich besser – bei der die Spielerzahl kaum ins Gewicht fällt.
Die Karten sind klar aufgebaut, auch wenn die einzelnen Illustrationen etwas größer hätten sein können. Die Regeln sind, hat man erst einmal das Grundprinzip verstanden, sehr einfach und auch problemlos für jüngere Spieler erlernbar. Der titelgebende Roboter kommt zwar auf den Karten und im Spiel selbst nur noch wenig zur Geltung, was allerdings nicht weiter ins Gewicht fällt.

NSV haben auf ihrer Homepage mehr Informationen zum Spiel und ein Erklär-Video bereitgestellt.

Wir sind die Roboter kann durch sein originelles Konzept und die putzigen Illustrationen voll überzeugen – selbst wenn es leider nicht ganz zum Kinderspiel des Jahres gereicht hat.

 

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