The Mind – The Sound Experiment

31.07.2019 von Marcus Pohlmann

The Mind - The Sound Experiment

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 31.01.2019

Sprache: Deutsch

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Der Nürnberger Verlag NSV überraschte 2018 mit einem ungewöhnlichen Spielkonzept, für das Wolfgang Warsch als Autor verantwortlich war. Gut ein Jahr später kommt nun mit The Mind – The Sound Experiment eine erweiterte Neuauflage des kooperativen Kartenspiels auf den Markt.

Was steckt drin?

Im Kern besteht das Spielmaterial aus 100 fortlaufend durchnummerierten Karten. Hinzu kommen fünf Karten für Leben und drei für Shuriken. Zwölf Level-Karten geben den aktuellen Schwierigkeitsgrad und Boni für das Gewinnen des Levels an. Außerdem kommt in dieser Auflage eine CD hinzu – eben jenes The Sound Experiment. Darauf finden sich zwei Tracks mit jeweils rund 22 Minuten Laufzeit. Das erstaunlich dicke Regelheft enthält die Spielanleitung in immerhin neun Sprachen. Die deutschen Regeln nehmen dabei lediglich fünf Seiten ein.

Wie wird’s gespielt?

Konzentrationsübung für drei Spieler

Konzentrationsübung für drei Spieler

Die Spieler erhalten entsprechend ihrer Anzahl Lebenskarten, sowie einen Wurfstern. Auch die gespielten Level hängen von den Mitspielern an. Zu zweit werden alle zwölf Level durchgespielt, bei drei Spielern sind es nur noch zehn und im Spiel zu viert sind es schließlich acht Level.
Jeder Spieler erhält eine dem Level entsprechende Anzahl von Karten, die er vor seinen Mitspielern geheim hält – ebensowenig sind Absprachen gestattet. Die Spieler legen nun eine Hand auf den Tisch und konzentrieren sich. Nun legt der Spieler, der glaubt die niedrigste Karte zu haben, diese in die Tischmitte. Anschließend folgt die nächsthöhere Karte – dies wird so lange fortgesetzt, bis keiner der Spieler mehr Karten auf der Hand hat.

Knapp daneben

Knapp daneben

Liegen die Karten im Ablagestapel in numerisch aufsteigender Reihenfolge, haben die Spieler das Level geschafft und erhalten dafür eventuell sogar eine Belohnung in Form von Leben oder Wurfsternen. Wird jedoch eine Karte gelegt, und ein Spieler hat eine Karte mit einem niedrigeren Wert auf der Hand, wird die Spielrunde unterbrochen. Die Spieler verlieren ein Leben und die bereits betreffenden Karten werden abgelegt; anschließend wird die Runde fortgesetzt. Sind sich die Spieler einig, können sie einen Wurfstern einsetzen. Dieser erlaubt es ihnen, ihre niedrigste Handkarte abzulegen.
Haben die Spieler alle Level erfolgreich absolviert, gewinnen sie das Spiel. Verlieren sie stattdessen ihr letztes Leben, geht auch die Partie verloren.
Der Soundtrack untermalt dabei die Spielrunde und bringt zugleich ein optionales Zeitlimit mit sich, eine zusätzliche Regelvariante sorgt für eine schwierigere Herausforderung.

Kann das Spiel was?

Ohne Zweifel gehört The Mind – The Sound Experiment zu den ungewöhnlicheren Spielideen, die mir bisher untergekommen sind. Das Prinzip ist ausgesprochen einfach, die Regeln rasch erklärt und eine Partie nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Dennoch müssen sich die Spieler auf das Konzept einlassen, sonst funktioniert es nicht. Und selbst dann sind die ersten Leben schnell verloren. Es dauert ein wenig, bis die Spieler ihren Rhythmus gefunden haben, aber je länger und häufiger gespielt wird, desto erfolgreicher werden die Level absolviert. Das Spiel zu zweit ist dabei deutlich berechenbarer, allerdings macht es mit vier Spielern wesentlich mehr Spaß. Sicherlich eignet sich das Spiel nicht als abendfüllende Beschäftigung, aber zwei oder drei Runden als Absacker eines langen Spieleabends haben durchaus ihren Reiz.

Der Soundtrack

Der Soundtrack

Das Kartendesign der Zahlenkarten legt viel Wert auf Übersichtlichkeit, wirkt aber durchaus ansprechend. Auch die restlichen Karten sind hübsch anzuschauen, vor allem bei den Levelkarten hat Oliver Freudenreich einige psychedelische Motive abgeliefert. Der Soundtrack ist eine nette Idee, wäre aber nicht zwingend nötig gewesen. In den Testrunden kam dabei der zweite Track mit dem Dschungelthema recht gut an.

Wie das Spiel von Wolfgang Wirsch im Detail funktioniert, kann man sich in einem Tutorial-Video auf der Homepage von NSV anschauen.

Spieler, die sich auf ein ausgefallenes Konzept einlassen können, werden mit The Mind – The Sound Experiment durchaus ihren Spaß haben.

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