The Patricians Faction Box

25.05.2012 von Marcus Pohlmann

Carnevale - The Patricians Faction Box

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Erscheinungsdatum: 01.11.2011

Sprache: Englisch

Für das spanische Skirmish-Tabletop Carnevale hat der Hersteller Vesper-On Games bisher vier verschiedene Fraktionen veröffentlicht, die im Venedig des Jahres 1793 ihre jeweiligen Interessen durchsetzen wollen. Es gibt die Vertreter der Diebesgilde, die ungestört ihrem ehrwürdigen Gewerbe nachgehen möchten, die Ärzte des Ospedale dei Malati di Mente, einer gewaltigen Irrenanstalt, die Technologie mit Magie und Wahnsinn kreuzen und so schreckliche Waffen und Monstren erschaffen, die Fisch-Frosch-Mensch-Hybriden der unterseeischen Rashaar, die immer weiter an Einfluss gewinnen und schließlich die degenierten Adligen der verschiedenen Familien, für die die ganze Stadt ein riesiger Vergnügungspark ist, in dem sie sich nach Herzenslust austoben. Damit die Spieler es ihnen gleich tun können, gibt es mit Carnevale – The Patricians Faction Box die dazu passende Einstiegshilfe.

Alle fünf Metallfiguren, die in der Box enthalten sind, stehen auf 30 mm Basen und bestehen jeweils aus mehreren Einzelteilen. Zwei venezianischen Soldaten begleiten die Adligen auf ihren nächtlichen Streifzügen anstatt die braven Bürger der Stadt zu beschützen. Bei diesen beiden Figuren hat der Spieler die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Ausrüstungsoptionen: eine Hellebarde oder eine Muskete, die jeweils beidhändig geführt werden, sowie Pistole und Säbel. So lassen sich die Figuren je nach bevorzugter Spielweise ausrüsten. Auch zwei Angehörige der verarmten Adelsfamilie Bernaboti sind vorhanden, stilecht maskiert und auf der Suche nach frischen Opfern. Während bei der Frau lediglich die Hand mit Fächer montiert werden muss, besteht der Mann aus fünf Teilen und der Zusammenbau gestaltet sich entsprechend aufwendiger. Als fünfte Figur und Anführer der kleinen Gruppe ist ein weiterer Adliger enthalten, der ebenfalls aus mehreren Teilen besteht und mit Schwert und Dolch bewaffnet ist.

Bei den Figuren selbst finden sich kaum Grußgrate und bis auf eine kleine Unsauberkeit bei einem der Soldaten lassen sich diese Teile der Box auch problemlos unter Zuhilfenahme von Hobbymesser und Feile recht schnell für den Zusammenbau präparieren. Etwas anders sieht es bei den diversen Kleinteilen, vor allem den Waffen, aus. Diese haben zahlreiche Gussgrate und auch ein Versatz der Formteile ist zu erkennen. Das macht die Vorbereitung der Komponenten zwar nicht unmöglich, aber doch mühsam. Ob dies ein generelles Problem beim Guß dieser Teile ist oder ob es sich hier lediglich um eine mangelhafte Charge handelt, lässt sich leider nicht näher überprüfen. Die Passgenauigkeit der verschiedenen Einzelteile beim Zusammenbau gibt dagegen keinen Anlass zur Kritik, es ist kaum nötig die Übergänge zwischen den Elementen mit Modelliermasse auszubessern. Allerdings empfiehlt es sich die Verbindungen zwischen den Teilen mit Hilfe eines kleinen Stiftes zu verstärken, da die Klebeflächen teilweise sehr klein sind. Die Figuren selbst zeichnen sich nicht durch besondere Originalität aus, bieten aber soliden Standard. Wobei grade die Adligen mit ihren Masken frappierend an Modelle des deutschen Herstellers Freebooter Miniatures erinnern. Andererseits bringen sie eine gewisse Dynamik auf den Spieltisch und lassen sich durchaus für andere Spiele, sowohl mit historischem als auch fantastischem Hintergrund zweckentfremden.
Regeln, Hintergrundinformationen oder Ähnliches enthält die Box leider nicht, der interessierte Spieler wird auf die Homepage des Herstellers verwiesen, wo es zumindest die grundlegenden Regeln und anderes Spielmaterial als kostenlosen Download gibt und auch einige Zeilen zum Setting und zu den verschiedenen Fraktionen finden sich hier.

Die Carnevale – The Patricians Faction Box kann zwar nicht mit herausragendem Figuren-Design aufwarten, bietet aber recht solide Qualität zu einem akzeptablen Preis und einen guten Einstieg in dieses Tabletop-System.

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