Komplize gesucht!

20.06.2021 von Marcus Pohlmann

Komplize gesucht!

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Spieleranzahl: 3 bis 8 Spieler

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Spieldauer: min. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 10.03.2021

Sprache: Deutsch

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Krimis in all ihren Variationen sind das Spezialgebiet von Gmeiner. Neben den obligatorischen Romanen hat der Meßkirchener Verlag schon seit längerem Spiele im Angebot, die sich mit Verbrechen befassen. Die neueste Veröffentlichung in dieser Sparte ist Komplize gesucht! – die bereits vierte Zusammenarbeit mit Dr. Reiner Knizia. Bis zu acht Spieler können bei diesem Partyspiel mögliche Begleiter für ihr nächstes Verbrechen auswählen.

Was steckt drin?

Das Spielmaterial besteht ausschließlich aus Karten, die sich in zwei Kategorien aufteilen. Da gibt es einmal die 55 doppelseitig bedruckten Coup-Karten. Diese verfügen über eine grüne und eine rote Seite. Dort ist jeweils eine Frage aufgeführt, die sich auf ein Verbrechen bezieht, beispielsweise „Wen würdest du auswählen, um einen Ausweis zu fälschen?“ oder „Wen würdest du auswählen, um ein paar Stangen Zigaretten am Zoll vorbei zu schmuggeln?“. Die Antwort auf diese Fragen findet sich auf den 110 Personen-Karten. Hier ist der Name einer (mehr oder minder) bekannten Persönlichkeit, deren Geburts- und eventuell Todesjahr, sowie ihre Tätigkeit vermerkt. Der Mathematiker Adam Ries muss ebenso als Komplize herhalten wie Madonna oder Helene Fischer. Die Regeln finden auf einer Doppelseite Platz.

Wie wird’s gespielt?

Die Spieler einigen sich darauf, ob sie die rote oder die grüne Kartenseite und wie viele Runden sie spielen möchten. Anschließend werden die Coup-Karten gemischt und eine den Runden entsprechende Anzahl als verdeckter Stapel bereitgelegt. Anschließend mischen die Spieler die Personen-Karten und jeder erhält vier Handkarten. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel.

Die erste Runde

Die erste Runde

Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, nimmt der Startspieler die oberste Coup-Karte, dreht sie um und liest sie vor. Alle Spieler (einschließlich des Startspielers) wählen aus ihren Handkarten eine aus und legen sie verdeckt in die Tischmitte. Der Startspieler mischt nun die Karten und deckt sie auf. Er wählt anschließend eine aus, und begründet, warum die darauf gelistete Person auf keinen Fall ein geeigneter Komplize sein kann. Diese Karte wird abgelegt und der Spieler, der sie ursprünglich ausgespielt hat, kommt als nächstes an die Reihe. Der Ablauf wiederholt sich so lange, bis nur noch eine Personen-Karte übrig ist – dabei handelt es sich um den idealen Komplizen. Der Spieler, der die entsprechende Karte ausgelegt hat, erhält als Belohnung die Coup-Karte und beginnt den nächsten Durchgang als Startspieler.
Wenn die vorher vereinbarte Rundenanzahl erreicht ist, gewinnt der Spieler mit den meisten Coup-Karten.

In der Spielvariante ist die Kartenwahl praktisch umgedreht. Hier suchen die Spieler den passenden Coup für die ausliegende Person.

Kann das Spiel was?

Die Grundidee von Komplize gesucht! kam in den letzten Jahren bereits häufiger bei Spielen zum Einsatz – beispielsweise HIER. Allerdings ist diese spezielle Thematik neu und der Mechanismus mit Begründung der Auswahl sorgt für ein ausgesprochen kommunikatives, lustiges Spiel. Die möglichen Vergehen sind recht vielfältig und decken ein breites Spektrum ab. Dies reicht von der Vermeidung eines Falschparkerstrafzettels und Schutzgelderpressung über einen Computer-Hack oder Zigarettenschmuggel bis hin zum Mord an der verhassten Schwiegermutter. Sonderlich ernst kann man diese kriminellen Machenschaften jedoch nicht nehmen – was dem Spiel zu Gute kommt. Auch die Auswahl der Komplizen ist breit gefächert und bietet für jedes Verbrechen die passende Person – die leider meist nicht zur Verfügung steht. So würde sich beispielsweise Sebastian Vettel als Fluchtfahrer anbieten und Marilyn Monroe gäbe eine hervorragende Erbschleicherin ab.

So viele Möglichkeiten...

So viele Möglichkeiten…

Je nach Spieleranzahl kann eine Runde durchaus länger dauern, daher sollten die Spieler mit weniger als den zwölf vorgeschlagenen Durchgängen beginnen. Regeln und Ablauf sind einfach gehalten und die Verbrechen nicht übermäßig brutal. Daher spricht grundsätzlich nichts dagegen, dass sich auch jüngere Spieler an der Suche nach dem perfekten Komplizen beteiligen.
Die Aufmachung von Komplize gesucht! ist recht einfach gehalten. Im Mittelpunkt steht der gut lesbare Text, umgeben von Piktogrammen, die mit Verbrechen in Verbindung gebracht werden können. Die Regeln beschreiben den Spielablauf kurz, aber verständlich, so dass einem raschen Spielstart nichts im Wege steht. Allerdings hätten die Karten aus stabilerem Material sein können – sie knicken und reißen leicht, wenn man nicht achtsam mit ihnen umgeht.

Eine breite Auswahl

Eine breite Auswahl

Weitere Informationen zum Spiel und zum Autor gibt es auf der Homepage des Gmeiner Verlag.

Mit Komplize gesucht! liefert Dr. Reiner Knizia ein ausgesprochen kommunikatives, lockeres Partyspiel mit viel krimineller Energie ab.

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