Die Treppe zum Himmel

15.01.2012 von Marcus Pohlmann

Die Treppe zum Himmel

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Erscheinungsdatum: 12.12.2011

Sprache: Deutsch

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Nachdem der Verlag für F&SF Spiele die Charaktere in dem Midgard-Abenteuer auf Die Straße zur Hölle geschickt hat, ist es nur folgerichtig, wenn bei dem vorliegenden Anschlussabenteuer Die Treppe zum Himmel im Mittelpunkt steht. Auch dieses Abenteuer ist für fünf bis sieben Spieler der Grade sechs bis zehn konzipiert, die sich im fernen KanThai außergewöhnlichen Herausforderungen stellen müssen. Es ist zwar nicht zwingend erforderlich, den Vorgänger gespielt zu haben, doch für den Spielspaß ist es sicherlich zuträglich, wenn die beiden Abenteuer in Folge bestanden werden.

Um was geht es?

Nach den Ereignissen des vorangegangenen Abenteuers und der Konfrontation mit der Dämonin SchuNü finden die Charaktere Unterschlupf auf dem Hof der Familie Tschai. Hier haben sie Gelegenheit ihre Wunden zu versorgen und Pläne zu schmieden wie sie den Auftrag der Witwe Wu aus dem ersten Teil zu einem glücklichen Abschluss bringen können.

Durch die Unwetter in der Gegend ist die Hauptstraße unpassierbar und so verlängert sich der Aufenthalt um einige Tage. Schnell stellt sich heraus, dass nach dem Tod der Zweitfrau des Gutsherrn nicht alles in der Familie zum Besten steht und der neugeborene Sohn in jeder Nacht von einem Geist heimgesucht wird. Um sich bei ihrem Gastgeber zu revanchieren, begeben sich die Charaktere schließlich auf die Suche nach der Quelle dieser Spukgestalt und stoßen dabei auf verschiedene Hinweise, die ihnen auch bei ihrer eigentlichen Mission hilfreich sein können. Allerlei merkwürdige Gestalten begegnen den Abenteurern auf ihrem weiteren Weg, der sie durch Grüfte, Laboratorien und Tempelanlagen führt, bis sie schließlich die Stadt der Toten, FengDu, erreichen. Wie auch im Rest von KanThai gibt es hier nichts, was mit einer kleinen Bestechung und den richtigen Kontakten nicht zu erreichen wäre, selbst die allgegenwärtige Bürokratie des Reiches macht vor den Toten nicht halt. Mit Hilfe einiger ungewöhnlicher Verbündeter sollte es den Charakteren schließlich gelingen das Ziel ihrer Suche zu erreichen und wieder in die Welt der Lebenden zurückzukehren, um sich schließlich im großen Finale dem Drahtzieher der ganzen Verwicklungen zu stellen und die titelgebende Treppe zu beschreiten.

Gehört der Band in die Sammlung?

Hatten die Charaktere es im Vorgänger hauptsächlich mit Land und Leuten des fernöstlichen KanThai zu tun, so sind die Herausforderungen, die in diesem Abenteuer lauern ganz anders geartet. Zwar gibt es auch hier wieder zahlreiche, teils heftige, Kämpfe zu bestehen und finstere Machenschaften aufzudecken, doch der Höhepunkt des Abenteuers ist für mich die Totenstadt. Hier bieten sich für den Spielleiter zahlreiche Möglichkeiten, allerlei skurrile Nichspielercharaktere unterzubringen und dabei zudem die Saat für weitere Abenteuer zu legen. Auch die ausführliche Hintergrundgeschichte der Schwerter trägt viel zur Stimmung bei und gibt dem Abenteuer eine gewisse Tiefe. Selbst wenn die göttlichen bzw. himmlischen Aspekte des Abenteuers nicht jedem Spieler gefallen werden, so sind sie doch gut umgesetzt und zeigen, dass Götter und Dämonen eben auch nur Menschen sind.

Wie auch schon der Vorgängerband zeichnet sich auch dieses 64seitige Abenteuer durch ein eher nüchternes Design aus. Gut formulierter, klarer Text, unterbrochen mit einigen stimmigen Illustrationen und dem für das Abenteuer nötigen Kartenmaterial sorgen für eine schnelle Orientierung des Spielleiters und bieten für spannende Unterhaltung für einige Spielsitzungen.

Die Treppe zum Himmel liefern Harald und Isolde Popp eine gelungene Fortsetzung und einen spannenden Abschluss des Abenteuers um die beiden Zwillingsschwerter ab.

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