Minuit Machine – Don’t Run From The Fire

06.11.2020 von Marcus Pohlmann

Minuit Machine - Don't Run From The Fire

Musiker:

Label:

Genre: , ,

Laufzeit: 20 Minuten

Tracklist:
01 - Don't Run From The Fire
02 - Danger
03 - Lovers Of The Night
04 - To Control

Erscheinungsdatum: 16.10.2020

Sprache: Englisch

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Da Konzerte leider immer noch nicht (oder zumindest nur virtuell) realisierbar sind, konzentrieren sich viele Künstler darauf, neues Material zu veröffentlichen. So haben auch die beiden Damen von Minuit Machine Zeit im Studio verbracht und an neuen Stücken gefeilt. Herausgekommen ist dabei Don’t Run From The Fire – eine EP mit vier Tracks. Der Silberling erscheint beim französischen Label Synth Religion, die bereits den Vorgänger Infrarouge herausgebracht haben.

Was steckt drin?

Neben einer CD im Digi-Pack gibt es die EP selbstverständlich auch als Download auf den einschlägigen Plattformen zu kaufen. Bei Bandcamp gibt es zudem ein Set mit physikalischem Tonträger, den Dateien und einem passenden T-Shirt.

Was wird gespielt?

Mit beinahe sechs Minuten ist der Titeltrack „Don’t Run From The Fire“ das längste Stück der EP. Dabei besteht die erste Minute lediglich aus einem einzigen, wiederkehrenden Synthiebeat und dem Wort „Fight“. Nach und nach kommen komplexere Soundstrukturen hinzu und auch der Text wird etwas anspruchsvoller. Das macht das Stück durchaus tanzbar und eingängig. Die emotionslosen Beats werden gelegentlich durch kleinere „optimistischere“ Passagen aufgelockert. Der Hall-Effekt der Vocals unterstützt die unterkühlte Atmosphäre zusätzlich. Wer sich selbst ein Bild von dem Track machen möchte, kann HIER einen Blick auf das dazugehörige Video werfen.
„Danger“ folgt einem ähnlichen Schema wie der erste Track, kann aber von Beginn an mit einem sehr stringenten Rhythmus aufwarten. Dazu kommt ein, zumindest für Minuit Machine-Verhältnisse, sehr melodischer, sich wiederholender Part. Der Hall wird bei den gesprochenen Vocals weit zurückgefahren. Grade diese beiden Elemente machen das Stück für mich zum zugänglichsten Track der EP.
Kamen die bisherigen Stücke eher langsam und behäbig daher, ist „Lovers Of The Night“ geradezu schwungvoll – allerdings deutlich weniger tanzbar. Der Rhythmus ist zwar vorhanden, aber doch deutlich weniger treibend und zu wechselhaft. Dafür bringt das Stück etwas Abwechslung in die Musik des Duos und zeigt deren Vielseitigkeit – im Rahmen des Genres.
Mit gut viereinhalb Minuten Laufzeit ist „To Control“ das kürzeste Stück der EP. Hier stehen wieder die Beats im Vordergrund, ansatzweise lassen sich Melodien heraushören, die aber schnell wieder verschwinden. Schnelle und langsame Passagen wechseln sich ab, auch die Vocals wechseln von Gesang zu Sprache – unterstützt von teils ausgeprägtem Hall. Ein durchaus abwechslungsreiches Stück, dass alle Stärken der Band in sich vereint.

Gehört die CD in den Player?

Freunde unterkühlter, elektronischer und sehr tanzbarer Musik kommen mit Don’t Run From The Fire voll auf ihre Kosten. Amandine Stioui und Hélène de Thoury ziehen hier alle Register ihres Könnens. Einen wirklichen Favoriten unter den vier Tracks auszumachen fällt mir schwer – im Zweifelsfall würde ich mich wohl für „To Control“ entscheiden. Jedes Stück funktioniert für sich alleine genommen, allerdings lässt sich die EP auch problemlos am Stück hören, ohne langweilig zu werden. Der einzige Nachteil ist dabei wirklich nur die kurze Laufzeit von rund 20 Minuten. So bleibt nur zu hoffen, das Minuit Machine in absehbarer Zeit ein vollwertiges Album veröffentlichen oder vielleicht sogar wieder auf Tour gehen können.
Das Titelbild des Digi-Pack präsentiert sich sehr auffällig, dagegen ist die Schrift nur schwer zu entziffern. Dies gilt sowohl für die Tracklist auf der Rückseite als auch die Lyrics im Innern. Die sonstigen Angaben beschränken sich auf ein absolutes Minimum.

Informationen zur Band gibt es auf deren Homepage oder bei ihrem Label Synth Religion. Dort finden sich auch weitere Projekte, an denen die beiden Musikerinnen beteiligt sind, beispielsweise Hante..

Minuit Machine liefern hier einen kurzen, aber durchaus hörenswerten Silberling für die Freunde elektronischer Musik.

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