Similo: Mythen

01.04.2020 von Marcus Pohlmann

Similo - Mythen

Kategorie:

Autor: , ,

Zeichner:

Entwickler:

Verlag / Publisher:

Genre: , , , , ,

Serie:

Spieleranzahl: ab 2 Spielern

Altersempfehlung: ab 7 Jahren

Spieldauer: ca. 10 Minuten

Erscheinungsdatum: 17.03.2020

Sprache: Deutsch

Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit Horrible Guild hat der HeidelBÄR-Verlag mittlerweile schon das dritte Kartenspiel dieser Serie auf dem heimischen Markt veröffentlicht. Nach Märchen und Geschichte widmet sich Similo – Mythen nun der griechischen Sagen- und Götterwelt. Wie bereits bei den Vorgängern, so müssen die Spieler hier gemeinsam die gesuchte Persönlichkeit herausfinden.

Was steckt drin?

In dem kleinen Kunststoff-Schuber stecken insgesamt 35 Karten. Von diesen sind fünf den Spielregeln und dem Impressum vorbehalten. Die restlichen 30 zeigen in großformatigen Illustrationen Figuren der griechischen Mythologie, zusammen mit dem Namen und einer kurzen Erklärung. Neben Göttern (beispielsweise Zeus, Hera oder Aphrodite) finden sich in dem Deck auch Helden, wie Herakles oder Achilles. Mit der Medusa, dem Zyklop Polyphem oder dem Minotaurus sind zudem einige Monster vertreten.

Wie wird’s gespielt?

Ein Spieler wird als Tippgeber bestimmt, die restlichen Spieler bilden das Rateteam. Der Tippgeber zieht eine Karte und prägt sich den dargestellten Charakter ein – diesen müssen die anderen Spieler erraten. Anschließend nimmt er elf weitere Karten und mischt die vorher gezogene unter. Diese zwölf Karten werden nun in einem Raster mit vier Karten neben- und drei übereinander ausgelegt. Nun zieht der Tippgeber noch fünf Handkarten vom Deck.

Eine etwas andere Art von "Wer bin ich?"

Eine andere Art von „Wer bin ich?“

In jeder der fünf Runden legt der Tippgeber eine seiner Handkarten ab. Hat diese eine Übereinstimmung mit dem gesuchten Charakter, wird sie hochkant ausgelegt, bei einem Unterschied quer. Anschließend zieht er direkt eine neue Karte. Mittels dieser Hinweiskarte diskutieren die Spieler nun, um welchen Charakter es sich nicht handelt. Vom Tippgeber dürfen dabei keinerlei weitere Hinweise kommen – weder verbal noch in Form von Gesten.
In der ersten Runde wählen die Spieler einen Charakter aus, der nicht in Frage kommt und legen die entsprechende Karte ab. In der zweiten, dritten und vierten Runde wird jeweils eine zusätzliche Karte aussortiert.
Am Spielende, in der fünften Runde, liegen nur noch zwei Charaktere auf dem Tisch. Wenn die Spieler nun die gesuchte Karte auswählen, haben sie die Partie gewonnen. Wird zu irgendeinem Zeitpunkt der Charakter des Tippgebers abgelegt, ist das Spiel für alle verloren.

Verfügen die Spieler über mehrere Decks der Similo-Reihe, können sie diese mischen.

Kann das Spiel was?

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Es gibt hochkomplexe Deduktionsspiele und dann gibt es Similo – Mythen. Ablauf und Regelmechanismen sind denkbar einfach – was dem Spiel jedoch nicht schadet. Die Vorbereitungs- und Erklärzeit fällt praktisch nicht ins Gewicht und eine Partie ist in der Regel schnell gespielt. Der Spielspaß kommt dabei natürlich durch die Diskussion der Spieler untereinander; hier gibt es Mutmaßungen, Interpretationsversuche oder schlichte Raterei. Für den Tippgeber ist es manchmal etwas schwierig, sich zurückzuhalten, wenn die Mitspieler viel zu kompliziert denken. Die möglichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Charakteren können offensichtliche Dinge sein, beispielsweise das Geschlecht oder die Hauptfarbe der Karte. Aber auch die Augenfarbe, Sommersprossen, Schmuck oder die Frisur geben Hinweise auf die Identität des gesuchten Charakters. Der Wiederspielwert ist hier definitiv gegeben und die Rolle des Tippgebers wurde, zumindest in unserer Runde, gerne weitergegeben.

Das Finale!

Das Finale!

Einen Großteil des Reizes machen bei dem Spiel die Illustrationen von Naïade aus. Die Zeichnerin nimmt die „klassischen“ Aspekte der dargestellten Figuren, und gibt diese in ihrem charakteristischen Stil wieder. Der Fokus liegt dabei auf dem Gesicht des Charakters, aber auch Hintergrund und Körper werden nicht vernachlässigt. Die Anleitung in Kartenform lässt bei der Beschreibung des Spielablaufs keine Fragen offen. Bei meinem Exemplar haben die Karten „getellert“, was beim Spielen jedoch nicht weiter ins Gewicht gefallen ist.

HeidelBÄR Games liefern auf ihrer Homepage detaillierte Einblicke in dieses und auch die anderen Spiele der Serie. Dort gibt es zudem einen kleinen Video-Trailer und die Spielregeln als Download.

Für die gepflegte Raterunde zwischendurch bietet Similo – Mythen neben einem effektiven, einfachen Konzept auch eine schicke Aufmachung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.