Showtime

29.12.2018 von Marcus Pohlmann

Showtime

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: 20 bis 40 Minuten

Erscheinungsdatum: 16.11.2018

Sprache: Deutsch/Englisch

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Regelmäßige Kino-Gänger wissen, dass Sitznachbarn teils erheblichen Einfluss auf den Unterhaltungswert des Filmes haben können – im positiven, wie auch negativen Sinne. Auch die beiden Autoren scheinen sich häufiger im Lichtspielhaus aufzuhalten; so lässt sich die Idee zu Showtime erklären. In diesem Familienspiel von Pegasus Spiele tummeln sich in einem kleinen Kino eine ganze Reihe Filmfans – und es liegt an den Spielern dafür zu sorgen, dass die Besucher Spaß haben!

Was steckt drin?

Den Kern des Spiels bildet der Kinosaal. Dieser besteht natürlich aus dem Eingangsbereich (der als Wertungsleiste dient) und der Leinwand mit der ersten Sitzreihe. Je nach Spieleranzahl kommen noch bis zu drei weitere Reihen hinzu. Vier Filmplakate zeigen, was grade läuft: Fantasy, SciFi, Liebesfilm oder Komödie. Für jeden Spieler liegt eine Holzfigur in der Schachtel, die zur Punktanzeige genutzt wird, ebenso wie die Tickets mit höheren Punktzahlen. Außerdem gibt es für jeden Spieler 16 Karten mit Kinogängern. Auf diesen Karten findet sich neben Name und Illustration der Person auch das bevorzugte Filmgenre und der Effekt auf die Sitznachbarn. So schmälert beispielsweise Leo Lulatsch das Vergnügen des Besuchers in der Reihe hinter ihm erheblich, während Sophie Schnulze einen bereits sitzenden Gast vertreibt.

Alles bereit für den Kinobesuch

Alles bereit für den Kinobesuch

Hildo Hahn bekommt Bonuspunkte, wenn er von Frauen umringt wird, Mia Mampf sorgt dagegen bei ihren Sitznachbarn für schlechte Stimmung. Ein Startspielermarker in Form einer (Papp-)Popcorn-Tüte, Übersichtskarten und die zwölfseitige, zweisprachige Anleitung komplettieren das Spielmaterial. Außerdem ist in der ersten Auflage des Spiels noch die Promo „Special Guests“ enthalten. Mit diesem Kartenpack bekommt jeder Spieler noch vier weitere Kinobesucher und ein Blatt mit den Kartenerläuterungen.

Wie wird’s gespielt?

Je nach Spieleranzahl wird das Kino aus zwei, drei oder vier Sitzreihen zusammengesetzt. Das erste Filmplakat wird zufällig gezogen und im Eingangsbereich ausgelegt. Jeder Spieler setzt seine Figur auf das erste Feld der Punktleiste und mischt seine 16 Personenkarten – 20 im Spiel mit den Promokarten. Nun zieht jeder noch vier Handkarten und die Partie kann beginnen.

Der Saal füllt sich langsam

Der Saal füllt sich langsam

Ist ein Spieler am Zug, spielt er einen Besucher auf einen freien Sitzplatz. Lediglich Sophie Schnulze und Ken Krawall dürften auf besetzte Plätze gespielt werden  und vertreiben die vorherigen Gäste. Mag der Besucher das aktuelle Filmgenre, bekommt der Spieler direkt zwei Vergnügungspunkte. Entsprechend weit stellt er seine Figur im Eingangsbereich vor. Danach zieht der Spieler wieder eine Handkarte nach und der Nächste ist an der Reihe.
Dieser Ablauf wiederholt sich, bis alle Plätze im Kino besetzt sind – damit endet die Runde und es folgt die Abrechnung. Der Spieler bekommt Punkte für die Plätze, auf denen seine Karten liegen, außerdem werden die Effekte eingerechnet. Dies kann Bonuspunkte bringen, beispielsweise wenn Louis L’Amour und Linda Love nebeneinandersitzen, aber auch Punktabzüge.
Anschließend wird das Filmplakat ausgetauscht und die nächste Runde beginnt. Der Spieler, der nach der dritten Runde die meisten Vergnügungspunkte hat, gewinnt die Partie.

Kann das Spiel was?

Eine gut besuchte Vorstellung

Eine gut besuchte Vorstellung

Mit dieser Grundidee hätte Showtime ein richtig gemeines Spiel werden können. Stattdessen haben sich die Autoren dafür entschieden, daraus ein familienfreundliches Spiel zu entwickeln – was ihnen auch sehr schön gelungen ist. Natürlich werden die Mitspieler hier gelegentlich geärgert, aber doch auf eine recht harmlose (und nachvollziehbare) Art. Die verschiedenen Typen der Kinobesucher und ihre Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung sind dabei gut getroffen. Wirklich jeder Spieler hat sicherlich bereits solche Leute neben sich sitzen gehabt – oder gehört sogar selbst dazu. Der Ablauf ist unkompliziert, die Vorbereitungen sind schnell erledigt und die Spieldauer bewegt sich in einem sehr angenehmen Rahmen. Pegasus Spiele liefert hier ein tolles Spiel für den Nachwuchs oder die entspannte Familienrunde.
Ebenso wie das Spielprinzip ist auch die Aufmachung ausgesprochen passend. Sicherlich kennt jeder diese kleinen, plüschigen Wohnzimmerkinos, die hier als Vorbild dienen. Verstreutes Popcorn, vergessene Programmhefte und leere Becher komplettieren den stimmigen Eindruck. Und natürlich bereitet es mehr Vergnügen auf den Plätzen „Mitte-Mitte“ zu sitzen. Auch die Besucher, comichaft überzogen, passen hervorragend in dieses Kino. Über die Qualität des Spielmaterials gibt es nichts Negatives zu sagen – so, wie man es vom Verlag gewohnt ist. Die Anleitung erklärt Abläufe und Mechanismen recht ausführlich, vor allem die detaillierte Beschreibung der verschiedenen Karteneffekte ist nützlich.
Weitere Informationen zum Spiel gibt es, wie gewohnt, auf der Homepage des Friedberger Verlags.

Mit Showtime bekommen die Spieler ein tolles Familienspiel, bei dem Aufmachung, Abläufe und Hintergrund hervorragend zusammen passen.

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