Sherlock – 13 Geiseln

18.09.2019 von Marcus Pohlmann

Sherlock - 13 Geiseln

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Spieleranzahl: 1 bis 8 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Sprache: Deutsch

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Die Sherlock-Reihe von Abacusspiele ist mittlerweile bereits auf sechs Teile angewachsen. Ziel des kooperativen Kartenspiels ist es dabei, einen Kriminalfall aufzuklären und einige, damit zusammenhängende, Fragen zu beantworten. In 13 Geiseln müssen die Spieler den Überfall auf das Juweliergeschäft „Golden Palace“ und die anschließende Geiselnahme von Kunden und Angestellten aufklären. Erschwerend kommt hinzu, dass sowohl von den Tätern, wie auch von der Beute keine Spur zu finden ist.

Was steckt drin?

Den Kern des Spielmaterials bilden die 32 durchnummerierten Karten. Auf diesen finden sich beispielsweise Zeugenaussagen, aber auch (gezeichnete) Bilder aus dem Innern des Juweliergeschäftes. Protokolle des Geschehens, Stellungnahmen von Verantwortlichen oder Zeitungsausschnitte gehören ebenfalls dazu. Auf einer weiteren Karte sind die Spielregeln kurz zusammengefasst. Schließlich finden sich die ausführlichen Regeln auf einem separaten Blatt; gemeinsam mit der Einleitung. Auf diesem Blatt stehen auch die zu beantwortenden Fragen, ebenso wie eine Punktauswertung und die ausführliche Lösung des Falles.

Wie wird’s gespielt?

Der grundlegende Ablauf von 13 Geiseln unterscheidet sich nicht von den anderen Teilen der Serie. Ein Spieler liest die Einleitung, anschließend wird die Karte mit der Nummer 01 aufgedeckt. Diese zeigt einen Teil des Juweliergeschäftes. Die restlichen Karten werden gemischt und bilden den Nachziehstapel, von dem jeder Spieler drei Handkarten erhält.

Den Tätern auf der Spur

Den Tätern auf der Spur

Kommt die Reihe an einen Spieler, muss er eine Karte ausspielen. Ist er der Meinung, dass die Karte für die Ermittlungen relevant ist, legt er diese offen auf die Spielfläche. Nun können alle anderen Spieler diese Karte in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Hält der Spieler dagegen die Informationen auf der Karte für unwichtig, legt er diese verdeckt ab. Anschließend zieht er eine weitere Handkarte und der nächste Spieler ist am Zug.
Sind alle Karten entweder offen ausgespielt oder abgelegt, haben die Spieler Gelegenheit, die Hinweise zusammen zu fassen. Anschließend müssen sie die zehn Fragen zum Fall beantworten. Für jede richtige Antwort gibt es dabei Punkte – falsch ausgewählte Karten reduzieren die Punktzahl. Anhand der Gesamtpunktzahl können die Spieler schließlich ablesen, wie erfolgreich sie waren – außerdem bekommen sie als Belohnung die ausführliche Lösung.

Kann das Spiel was?

Der Plot des Spiels bedient sich stellenweise am (sehr sehenswerten) Film Inside Man aus dem Jahr 2006. Kenner des Films dürften damit auch schnell auf einige der Lösungen kommen. Allerdings gibt es einige Fragen, die sich nur mit den richtigen Karten und einiger Kombinationsgabe beantworten lassen. Die vollständige Aufklärung des Falles ist dabei zwar logisch, aber ganz und gar nicht einfach.

Wichtige Hinweise oder falsche Fährte?

Wichtige Hinweise oder falsche Fährte?

Im Testspiel haben wir nur eine eher mittlere Punktzahl erreicht – allerdings haben wir nicht auf einige Details geachtet. Die Auswahl der Karten, und die Reihenfolge, in der sie gezogen werden, ist natürlich von entscheidender Bedeutung. Die Spieler müssen sich im ersten Abschnitt des Spiels sehr gründlich überlegen, wie ihre Handkarten zu bewerten sind. Zu einem wirklich kooperativen, kommunikativen Spiel wird 13 Geiseln im zweiten Abschnitt. In diesem stellen die Spieler ihre Theorien zum Tathergang auf, kombinieren die Hinweise miteinander und kommen (im Idealfall) auf die Lösung.
Die Kartengestaltung ist eine Mischung aus Illustrationen des Tatortes und der Beweismittel, Vernehmungsprotokollen und Hintergrundinformationen. Dabei wurde darauf geachtet, dass sich die verschiedenen Quellen gut voneinander abheben. Die Details der Zeichnungen sind zwar etwas klein geraten, allerdings hat das im konkreten Fall keinen negativen Einfluss auf die Ermittlungen.

Des Rätsels Lösung

Des Rätsels Lösung

Weitere Informationen zur Sherlock-Serie, dem der Spielmechanik zugrundeliegenden „Q System“ und zu diesem speziellen Fall gibt es auf der Homepage von Abacusspiele.

Der Verlag liefert mit 13 Geiseln ein spannendes, unterhaltsames Krimi-Rätsel, das ganz ohne Blutvergießen auskommt.

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