Munchkin Warhammer 40.000

23.09.2019 von Marcus Pohlmann

Munchkin Warhammer 40.000

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Spieleranzahl: 3 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: 60 bis 90 Minuten

Erscheinungsdatum: 03.05.2019

Sprache: Deutsch

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Anfang des Jahres, auf der Nürnberger Spielwarenmesse, konnte man an einigen Ständen schon den neuesten Zuwachs der Munchkin-Reihe bestaunen. Allerdings achtete das jeweilige Standpersonal penibel darauf, das niemand ein Foto machte, oder sich gar eine der Karten unter den Nagel riss. Mittlerweile steht Munchkin Warhammer 40.000 jedoch ganz regulär in den Läden und die Spieler können in der grimmen, dunklen, kriegerischen Welt des SciFi-Settings von Games Workshop um Stufen und Schätze kämpfen. Wie gewohnt haben sich Pegasus Spiele um die Übersetzung gekümmert und veröffentlichen das Kartenspiel auf dem heimischen Markt.

Was steckt drin?

Die Karten, der eigentliche Inhalt der kleinen Schachtel, teilen sich in zwei unterschiedliche Stapel auf. Die 94 Türkarten beinhalten Monster, gegen die die Spieler antreten müssen. So gibt es beispielsweise die schwächlichen Snotlings oder den heimtückischen Catachanische Teufel.  Auch auch Charaktere aus dem Warhammer 40.000-Universum wie der gefallene Primarch Mortarion oder der Dämon Skarbrand haben es ins Spiel geschafft. Jedes Monster verfügt über eine individuelle Stärke, eine Belohnung in Form von Schätzen und Stufen und etwaige Sonderregeln. So negiert beispielsweise der Primaris-Psioniker den Bonus einer Kopfbedeckung oder es ist einfacher, einem Wrack davonzulaufen. Daneben gibt es Flüche, durch die die Spieler Ausrüstung oder Stufen verlieren, aber auch Monsterverstärker, die im Kampf gespielt werden können. Die aus anderen Teilen der Serie bekannten Rassen und Klassen fallen bei Munchkin Warhammer 40.000 komplett weg. Stattdessen können die Spieler einer (oder zwei) der sechs verschiedenen Armeen angehören.

Aufbau für vier Spieler

Aufbau für vier Spieler

So bekommen Orks beispielsweise einen Kampfbonus, wenn sich noch mehr Orks im Spiel befinden, Eldar erhalten Boni im Kampf gegen Chaos-Monster und Tyraniden können einmalige Boni eines Schatzes permanent nutzen. Death Guard leiten Flüche, von denen sie betroffen werden, weiter, Ultramarines erhalten einen höheren Rüstungsbonus und die Necrons können schlicht nicht sterben.
Die Schatzkarten, 74 an der Zahl, lassen die Spieler zusätzliche Stufen aufsteigen oder liefern einmalige Boni. Außerdem gibt es Ausrüstungsgegenstände, mit denen sich der eigene Munchkin dauerhaft verbessern lässt, wie das Lasergewehr oder die Seuchenrüstung. Als Besonderheit des Settings gibt es Fahrzeuge, beispielsweise den Leman-Russ-Kampfpanzer oder den Gleiter, die die Spieler nutzen können. Neben der Anleitung liegt außerdem ein sechsseitiger Würfel in der Schachtel, der auf der „1“ den klassischen Munchkin-Kopf zeigt. Außerdem brauchen die Spieler Marker, um ihre Stufe anzuzeigen.

Wie wird’s gespielt?

Gravierende Änderungen gibt es in diesem Ableger der Munchkin-Reihe nicht. Eine ausführliche Beschreibung der Abläufe findet sich beispielsweise HIER.

Ein orkischer Space Marine

Ein orkischer Space Marine

Kurz zusammengefasst: Ist ein Spieler am Zug, deckt er eine Karte des Türstapels auf. Handelt es sich dabei um ein Monster, muss er es bekämpfen, indem er Stufe und Boni seiner Gegenstände addiert. Liegt er damit über der Stärke des Gegners, gewinnt der Spieler, erhält Schätze und steigt eine oder mehrere Stufen auf. Die Mitspieler können dabei helfend oder hindernd eingreifen. Die gewonnenen Schätze legt der Spieler vor sich ab, zusammen mit seiner Stufe erhöhen sie in den folgenden Runden die Kampfkraft.
Erreicht ein Spieler die 10. Stufe (oder die 20. im Epischen Spiel) gewinnt er die Partie.

Kann das Spiel was?

Spielerisch gibt es, von den Rassen einmal abgesehen, nichts Neues bei Munchkin Warhammer 40.000. Das Spielprinzip funktioniert in dieser Science-Fiction-Variante recht gut und sorgt für spannende und gemeine Duelle zwischen den Spielern. Das heißt, im Umkehrschluss, dass Spieler, die mit den bisherigen Vertretern des Spiels nichts anfangen konnten, hier ihre Probleme haben werden. Da ich ein großer Freund des Kartenspiels, aber eben auch ein (ehemaliger) Warhammer 40.000-Spieler bin, funktioniert eine Partie für mich jedoch ganz hervorragend. Die Verteilung von Monstern, Flüchen und anderen Karten ist weitgehend ausgewogen, allerdings sind recht viele niedrigstufige Monster im Grundspiel. Einige der Schätze, beispielsweise das Schwert Misericordia oder die zweite Armee-Fähigkeit der Orks finde ich dagegen etwas zu stark. Diese ermöglichen dem Spieler zusätzliche Stufenaufstiege – einschließlich der Siegstufe.

Tabletopper-Humor...

Tabletopper-Humor…

Im Gegensatz zu den meisten anderen Teilen der Serie verzichten die Autoren bei Tür- und Schatzkarten auf Wortspiele. Es werden ausschließlich die (urheberrechtlich geschützten) Begriffe von Games Workshop genutzt. Die Balance zwischen „realistischen“ Zeichnungen des finsteren SciFi-Universums und dem eher cartoonartigen Stil von John Kovalic funktioniert häufig recht gut, bleibt aber, besonders bei den Waffen, sehr nah am Original. Besonders haben mir solche Karten gefallen, die einen direkten Bezug zwischen Hintergrund und Tabletop darstellen, beispielsweise die Monsterverstärker „Unbemalt“ und „Ersatzmodell“.

Natürlich lässt sich Munchkin Warhammer 40.000 mit den anderen Teilen der Serie kombinieren – empfehlen würde ich es allerdings nicht. Der Hintergrund ist zu weit von den anderen Vertretern des Spiels entfernt. Und zum Abschluss noch ein Hinweis für Sammler: in der Juli-Ausgabe des Magazins White Dwarf gibt es eine Sonderkarte.

Wer mehr über die Munchkin-Reihe und diesen neuesten Ableger erfahren möchte, bekommt auf der Homepage des Friedberger Verlags Pegasus Spiele viele weitere Informationen.

Die Vermischung zwischen düsterem SciFi-Hintergrund und fröhlichem Monstermeucheln gelingt Munchkin Warhammer 40.000 sehr gut – wobei der Humor im Vordergrund steht.

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