Ishtar

02.12.2019 von Marcus Pohlmann

Ishtar

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Spieldauer: ca. 45 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.10.2019

Sprache: Deutsch

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Im neuen Spiel von Bruno Cathala und Evan Singh haben die Spieler eine eher undankbare Aufgabe – die Wüste zum Blühen bringen. Bis zu vier Gärtner ringen in Ishtar um die Kontrolle der wichtigen Brunnen und legen ihre Blumenbeete an. Der französischen Verlag Iello veröffentlicht das Spiel gemeinsam mit seinem deutschen Partner Hutter.

Was steckt drin?

Im Zentrum des Spiels stehen die sechs doppelseitig bedruckten Geländeplatten. Diese sind in ihrer Form sechseckig und und in einzelne Felder aufgeteilt. Einige Felder verfügen über besondere Merkmale, beispielsweise die Brunnen, heilige Steintafeln oder Felsen. Der Großteil wird allerdings von Wüstensand eingenommen. Der (Papp-)Vorratsteppich dient als Ablagefläche für die Schüssel- und Pflanzenplättchen. Diese bestehen aus jeweils drei Feldern in unterschiedlicher Anordnung mit Blumen darauf. Außerdem gibt es noch einzelne Blütenplättchen. Sechs Kunststoffbrunnen und 20 Baummarker aus Holz gehören ebenfalls zum Spielmaterial. Hinzu kommen über 100 Juwelen und 26 Baumkarten. Für jeden Spieler gibt es ein Übersichtstableau und vier Helfer-Meeples. Das Spielmaterial wird vervollständigt durch eine Gießkanne, den Wertungsblock, die achtseitige Anleitung und eine Kurzanleitung.

Wie wird’s gespielt?

Der Spielplan setzt sich aus den Geländeplatten zusammen – deren Anzahl ist dabei abhängig von der Spielerzahl. Die Spieler ordnen diese nun beliebig an und setzen auf jedes Brunnenfeld einen zufälligen Brunnen. Auf die entsprechenden Felder der Geländeplatten werden Juwelen gelegt – die übrigen bilden einen Vorrat. Die Pflanzenplättchen platzieren die Spieler verdeckt auf die sechs Felder des Vorratsteppichs, die Startplättchen kommen offen darauf. Auch die Blütenplättchen finden hier ihren Platz. Fünf offene Baumkarten werden ausgelegt und darauf Bäume gestellt. Die restlichen Karten und Bäume kommen später zum Einsatz. Schließlich erhält jeder Spieler ein Tableau zusammen mit den dazugehörigen vier Meeples.

 

Die Wüste lebt

Die Wüste lebt

Ist ein Spieler am Zug, führt er insgesamt fünf Aktionen aus. Zuerst zieht er ein Pflanzenplättchen vom Vorratsteppich, dieses kann er sich durch den Einsatz von Juwelen aussuchen. Im Anschluss platziert der Spieler das Plättchen auf dem Spielplan. Dabei müssen einige Bedingungen beachtet werden, beispielsweise darf das es nicht auf einen Brunnen verdecken oder bereits bestehende Blumenbeet miteinander verbinden. Legt der Spieler sein Pflanzenplättchen auf Felder mit Juwelen, nimmt er sich diese. Zeigt das gelegte Plättchen eines von drei Symbolen, kann der Spieler die entsprechende Spezialaktion einsetzen. So ist es möglich, einen Helfer in das Blumenbeet zu stellen, was die Siegpunkte erhöht. Außerdem kann der Spieler eine Aktion seines Tableaus nutzen, beispielsweise erhält er Juwelen oder Pflanzenplättchen, bekommt Sonderpunkte oder reserviert Karten für sichn. Zum Schluss des Zuges kann sich der Spieler eine der ausliegenden Baumkarten kaufen und einen Baummarker auf den Spielplan setzen. Damit ist der Zug des Spielers beendet und der Nächste ist an der Reihe.

Eingekesselt!

Eingekesselt!

Dieser Ablauf wird so lange fortgesetzt, bis zwei Schüsseln mit Pflanzenplättchen auf dem Vorratsteppich leer sind. Die aktuell laufende Runde wird fertig gespielt, dann folgt die Endabrechnung. Die Spieler erhalten Punkte für die Blumen in ihren Wiesen, für die Bäume und Brunnen, außerdem für die Fähigkeiten auf ihrem Tableau. Der Spieler mit den meisten Punkten ist der erfolgreichste Gärtner und gewinnt.

Kann das Spiel was?

In den ersten Runden wirkt Ishtar wie ein einfaches, harmloses Legespiel. Mit zunehmender Spielpraxis ergeben sich jedoch viele Möglichkeiten, um an Punkte zu kommen und den Mitspielern das Leben schwer zu machen. Entscheidend dabei ist es, keinen Aspekt des Spiels zu vernachlässigen und die Ressourcen möglichst gleichmäßig aufzuteilen. Es bringt beispielsweise Punkte, Juwelen anzuhäufen, aber meist sind diese in Bäumen oder Pflanzenplättchen besser angelegt. Auch ist es wichtig, auf die Spielzüge der anderen Gärtner zu achten, um deren Möglichkeiten einzuschränken und sich selbst die begehrten Juwelen oder Karten zu sichern. Die zufällige Auswahl und Anordnung der Geländepläne sorgen bei jedem Spiel für neue Herausforderungen. Im Spiel selbst gibt es wenig Zufallselemente, so dass sich die Spieler ganz auf ihre Taktik konzentrieren können. Vor allem zu zweit kommt dies zur Geltung. Für mich persönlich hat eine Partie mit drei oder vier Spielern jedoch mehr Reiz, da der Konkurrenzdruck etwas größer ist und das Spiel generell gemeiner ist.

Die Aktionen auf dem Tableau

Die Aktionen auf dem Tableau

Das Spielmaterial macht einen sehr guten Eindruck! Trotz des eher trockenen Wüstenthemas wirken die Geländepläne nicht eintönig. Hübsch anzuschauen wird Ishtar jedoch nach den ersten Runden, wenn Blumen und Bäume auf dem Spielfeld sprießen. Das Design des Spielmaterials orientiert sich, passend zum Titel, ein wenig an der babylonischen Kultur. Die Figuren sehen schick aus, einzig bei den Brunnen hätte ich Holz als Material bevorzugt. Das Schachtelinlay ist perfekt auf das Spielmaterial abgestimmt – da fällt nichts durcheinander.

Hutter haben auf ihre Homepage einen Trailer zum Spiel gepackt. Außerdem gibt es dort weitere Informationen. Bei Iello gibt es einen Download der Regeln und des Referenzblattes – allerdings auf Französisch.

Mit Ishtar liefert der Verlag ein tolles Legespiel ab, das viele Möglichkeiten bietet, aber nicht übermäßig komplex ist.

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