Freebooter’s Fate – Deep Jungle

01.11.2011 von Marcus Pohlmann

Freebooter's Fate - Deep Jungle

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Erscheinungsdatum: 01.09.2011

Sprache: Deutsch

Tabletops aus Deutschland sind nach wie vor Mangelware, sieht der interessierte Spieler mal von einigen wenigen Ausnahmen ab. Umso erfreulicher ist es, das die Crew um Werner Klocke, den Kopf und Chefmodellierer von Freebooter Miniatures, mit Deep Jungle die erste Erweiterung zu ihrem, im letzten Jahr veröffentlichten, Skirmish-Tabletop Freebooter’s Fate vorlegt. Schon bei seiner Veröffentlichung sorgte dieses Spiel vor allem wegen seiner schicken Miniaturen und seiner würfellosen Spielmechanik für zahlreiche Käufer und Interessenten.

Bevor sich der Leser jedoch mit den Neuerungen des Spiels vertraut machen kann erwartet ihn eine kleine Geschichte aus Longfall, dem zentralen Ort des Geschehens, als Einführung. Der Daran sich daran anschließende, recht übersichtlich geratene, Teil dieses Erweiterungsbandes beschäftigt sich mit neuen Regeln, wobei es sich zumeist um Ergänzungen zu dem bereits bekannten Regelwerk handelt, lediglich der Einsatz von Tieren als eigenständige Charaktere ist neu. Wichtig ist auch die stärkere Einbeziehung des Geländes das dem Spiel eine größere Dynamik verleiht. Zusätzliche Aktionen, passend zu den neuen Figuren, sorgen für Abwechslung und einige neue taktische Optionen. So können z.B. nun Waffen vergiftet oder angriffslustige Tiere auf den Gegner gehetzt werden. Das Gleiche gilt für die Eigenschaften die hinzugekommen sind, auch diese orientieren sich an den Miniaturen und bieten dem Spieler die Möglichkeit zu größerer Flexibilität aber sorgen auch für Synergie-Effekte bei manchen Trupp-Zusammenstellungen.
Das Hauptaugenmerk des Lesers dürfte allerdings auf den nächsten Kapiteln liegen, da hier die neuen Figuren vorgestellt werden. Den Anfang macht hier die neue, fünfte Fraktion, die Amazonen, welche sich im titelgebenden Dschungel angesiedelt haben. Jede Figur wird in diesem und auch in den folgenden Kapiteln mit einem kurzen Einführungstext und ihren Regeln ausführlich vorgestellt. Dazu gibt es eine passende Zeichnung, die Abbildung der jeweiligen Charakteristik-Karte und, soweit bereits vorhanden, ein Bild der fertigen Miniatur. Neben den Amazonen können sich aber auch die anderen Fraktionen, Piraten, Imperialen Armada, Goblins, Bruderschaft und Söldner über einige Verstärkungen bzw. Ergänzungen freuen. Zumeist werden durch die neuen Figuren bestehende Lücken in den ursprünglichen Listen gefüllt oder aber ganz neue Strategien ermöglicht. Die letzten Seiten sind den Spielszenarien vorbehalten. Diese acht Missionen präsentieren sich abwechslungsreich und bieten Verfolgungsjagden, Schatzsuchen und offene Gefechte und damit eigentlich alles, was für vielfältigen Spielspaß sorgt. Als Abschluss wurde auch an einen Index gedacht, der die Orientierung in dem Buch erheblich erleichtert. Zudem liegt ein Erratum bei, welches einige Unstimmigkeiten und Fehler des Grundregelwerkes behebt und eine kleine Karte der Spielwelt mit einer Übersicht der Rekrutierungskosten der jeweiligen Figuren.

Freebooter’s Fate bleibt auch mit der Erweiterung seinem Grundgedanken, den Spielern ein spaßiges und schnelles Skirmish-Tabletop zu bieten, treu. Das Buch vermeidet den Fehler vieler Tabletop-Ergänzungen und dreht nicht übermäßig stark an der Rüstungsschraube. Die neuen Regeln fügen sich gut in den Spielablauf ein ohne ihn zu dominieren, daneben ermöglichen sie einige interessante strategische Optionen. Ebenso gilt dies für die neuen Figuren, die eher darauf abzielen die verschiedenen Fraktionen zu ergänzen und mehr Auswahl zu bieten als die Truppen für den Turnierbetrieb zu optimieren. Auch die Gestaltung des Buches ist sehr stimmig und steht dem Grundregelwerk in nichts nach. Das Titelbild von Boros und Szikszai bietet einen hervorragenden Eindruck auf das, was den Leser erwartet und auch die Illustrationen im Innern des Bandes können sich allesamt sehen lassen. Ergänzt wird das Ganze noch durch Bilder der Miniaturen, die zudem als Inspirationsquelle für die Bemalung dienen können. Lediglich die Beispielfotos hätten ruhig etwas größer sein können. Abgerundet wird der hervorragende Eindruck durch die vielen kleinen Piratenweisheiten und den lockeren Schreibstil der veranschaulicht, dass für die Macher der Spaß am Spiel im Vordergrund steht.

Mit Deep Jungle legen Freebooter Miniatures eine rundum gelungene Ergänzung ihres Grundregelwerkes vor mit dem das Piraten-Skirmish-Tabletop mehr Varianz und Spieltiefe erhält.

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