Clever wie Sherlock

05.05.2019 von Marcus Pohlmann

Clever wie Sherlock

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Zeichner:

Verlag / Publisher:

Genre: ,

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Erscheinungsdatum: 05.09.2018

Sprache: Deutsch

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Wirft man einen Blick auf das Programm von moses., so wird offensichtlich, dass der Kempener Verlag eine Vorliebe für Rätsel- und Quizspiele hat. In dieses Genre fällt auch Clever wie Sherlock, bei dem sich ein Spieler durch einen ganzen Packen an Fällen arbeiten kann, die sich um den viktorianischen Detektiv und seinen Helfer Dr. Watson drehen.

Was steckt drin?

Auf gehts!

Auf gehts!

Die Box ist einem Hardcover-Band nachempfunden. In ihrem Innern findet der Spieler jedoch keine Seiten, sondern 100 Karten. Auf der Vorderseite findet sich eine kurze einleitende Geschichte, gelegentlich auch Illustrationen, Briefe, Tabellen oder Piktogramme. Jede Karte enthält dabei ein oder mehrere Rätsel, die der Spieler lösen muss. Wer bei dieser Aufgabe scheitert, findet auf der Rückseite die Lösung.

Wie wird’s gespielt?

Der Spieler zieht zufällig eine der 100 Karten, liest sich den Text durch und versucht, die dazugehörige Frage zu beantworten.

Ein Job für Kryptographen

Ein Job für Kryptographen

Es gilt Bilderrätsel zu lösen, bei denen der Spieler unstimmige Details oder Fehler zwischen zwei beinahe identischen Zeichnungen finden muss. Häufig müssen Buchstaben- und Zahlencodes entschlüsselt werden, dabei kommen unterschiedlichste Dechiffriertechniken zum Einsatz. Logikrätsel begegnen dem Spieler ebenfalls, so müssen Unstimmigkeiten in Texten gefunden und darauf verschiedene Zusammenhänge abgeleitet werden. Schließlich gehören noch einige Gedächtnisübungen zum Kartensatz, bei denen sich der Spieler Begriffe oder Bilder merken muss.

Kann das Spiel was?

Normalerweise bin ich ein großer Freund von Deduktionsspielen. Bei Clever wie Sherlock hält sich der Spaß für mich jedoch in einem überschaubaren Rahmen. Einige der Rätsel von Elke Vogel sind für mich als solche schlicht nicht zu erkennen. Für andere wiederum werden Vorkenntnisse benötigt, über die ich nicht verfüge, beispielsweise das Morse-Alphabet oder diverse Verschlüsselungstechniken.

Originelle Verpackung

Originelle Verpackung

Und schließlich stoße ich auch immer wieder auf Rätsel, bei denen die Auflösung (zumindest für mich) einfach nicht logisch und nachvollziehbar ist. Gut die Hälfte der Karten liefert dagegen ordentliche, teils extrem knifflige und spannende Probleme. Diese lassen sich mit etwas Überlegung, Notizpapier und Geduld durchaus knacken – und entschädigen für den “unlösbaren” Teil.
Die Zeichnungen von Dorina Tessmann wirken etwas kantig, passen aber recht gut zum Setting. Allerdings fehlen mir bei einigen Bilderrätseln die Details. Auf die Kartengröße reduziert, lassen sich manche, zur Lösung wichtigen Dinge, nicht richtig erkennen. Die Schachtel präsentiert sich als Hardcover-Buch mit Magnetverschluss und Folienveredelung. Wie gewohnt hat der moses.-Verlag hier beeindruckende Arbeit abgeliefert.
Einige Proberätsel und mehr Informationen zum Spiel gibt es auf der Verlags-Homepage.

Neben einigen wirklich gelungenen Rätseln verfügt Clever wie Sherlock leider auch über die eine oder andere Schwachstelle.

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