City of Rome

27.12.2018 von Marcus Pohlmann

City of Rome

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Erscheinungsdatum: 23.08.2018

Sprache: Deutsch

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Bei City of Rome übernehmen bis zu vier Spieler die Rolle von antiken Baumeistern in der Tibermetropole. Mit ihren Entwürfen buhlen sie um die Gunst des Imperators – und damit letzten Endes natürlich auch um Siegpunkte. Das Spiel von Z-Man Games wird für den hiesigen Markt von Abacusspiele vertrieben, die sich auch um die Übersetzung gekümmert haben.

Was steckt drin?

Das Herzstück dieses Stadt-Bau-Spiels sind natürlich die Gebäude, die es zu errichten gilt. Von diesen gibt es insgesamt 80 Stück. Auf den quadratischen Karten sind neben den eigentlichen Gebäuden noch Informationen zu Baukosten, besonderen Effekten und Siegpunkten zu finden. Die Bandbreite reicht dabei vom einfachen Bauernhof, über Wohnhäuser und Tempel bis hin zum Kolosseum. Für jeden Spieler sind dabei zwei Startgebäude vorgesehen. Die restlichen Gebäude teilen sich in vier unterschiedliche Stapel auf. Daneben gibt es noch Papp-Marker für Münzen in drei unterschiedlichen Werten, ebenso wie für Siegpunkte, Einfluss und Baupunkte. Sechs hölzerne Baumeister-Pöppel stehen für die Spieler bereit, auch für den Kaiser und den Startspieler sind extragroße Figuren vorgesehen. Sechs Aktionsstreifen zeigen die Handlungsmöglichkeiten und -reihenfolge der Spieler an, ein Wertungsblock dient zum Notieren der Siegpunkte. Eine sechsseitige Anleitung und eine vierseitige Beschreibung der Gebäude komplettieren das Spielmaterial.

Wie wird’s gespielt?

Aufbau für vier Spieler

Aufbau für vier Spieler

Jeder Spieler erhält einen Baumeister und die beiden Startgebäude in seiner Farbe, sowie fünf Münzen als Startkapital. Diese Gebäude bilden die Grundlage des Stadtplans. Die restlichen Gebäude werden, entsprechend der Nummer auf der Rückseite, in Stapel sortiert. Einflusskarten mit Siegpunkten kommen in den Stapel mit der „I“. Die Aktionsstreifen werden gemischt und, zusammen mit der Kaiserfigur, in Reichweite gelegt, ebenso wie die restlichen Marker. Schließlich nimmt der Spieler rechts vom Startspieler so viele Karten der Kategorie „II“ wie Spieler teilnehmen, wählt eine davon aus und gibt den Rest entgegen dem Uhrzeigersinn weiter.

Damit sind die Vorbereitungen abgeschlossen und der Wettstreit um den Posten des einflussreichsten Baumeisters kann beginnen. Jede der insgesamt 14 Spielrunden teilt sich dabei in drei Phasen auf. In der Vorbereitungsphase wird der oberste Aktionsstreifen umgedreht und unter den Stapel geschoben, außerdem wird von jedem der Gebäudestapel die oberste Karte aufgedeckt. Daran schließt sich die Setzphase an, in der die Spieler reihum ihren Baumeister auf einem freien Feld des Aktionsstreifens platzieren. Der Spieler, dessen Figur als Nächstes am Kaiser steht, beginnt. Der Spieler wählt in der Aktionsphase eines der ausliegenden Gebäude aus und führt zudem noch zwei Aktionen aus.  Je weiter hinten ein Spieler auf dem Aktionsstreifen steht, desto mehr Bau- und Produktionspunkte stehen ihm dabei zur Verfügung. Zusätzlich kann sich ein Spieler gegen Geld weitere Aktionen kaufen. Mit der Aktion „Bauen“ kann ein Spieler die Baukosten bezahlen und anschließend ein Gebäude aus seiner Hand vor sich ablegen. Das Bauwerk muss dabei an bereits ausliegende Gebäude anschließen.

Ein solider Stadtplan

Ein solider Stadtplan

Die Gebäude werden dabei in einem 4 x 4 Felder-Raster angeordnet. Öffentliche Gebäude, wie beispielsweise die Schule bringt zusätzliche Handkarten oder der Markt liefert Geld für angrenzende Gebäudekarten. Andere Bauwerke geben dem Spieler dagegen Einflussmarker, Siegpunkte oder weitere Vorteile. Durch die Aktion „Produzieren“ nutzt der Spieler die Funktionen aller Gebäude in seiner Stadt, was ihm wiederum Geld und Einfluss bringt. Anschließend entfernt er seinen Baumeister vom Aktionsstreifen und der nächste Spieler ist an der Reihe. Zum Rundenende erhält der Spieler mit den meisten Einflussmarkern die Einflusskarte (sollte eine ausliegen). Diese bringt bei Spielende eine entsprechende Anzahl Siegpunkte.
Die Partie endet nach der 14. Runde mit der Auswertung der Siegpunkte. Wie erwähnt gibt es für Einflusskarten Punkte, aber auch für einzelne Gebäude oder bestimmte Gebäudekonstellationen. So bringt ein Wohngebiet, mehrere angrenzende Häuser, deutlich mehr Punkte als ein einziges Haus. Daneben gibt es weitere Siegpunkte für Geld und Einflussmarker. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
Die Regeln für zwei Spieler sind im Prinzip unverändert, allerdings stehen den Spielern hier zwei Baumeister zur Verfügung. Außerdem werden nur sieben Runden mit lediglich zwei Gebäudestapeln gespielt.

Kann das Spiel was?

Durchdachtes Box-Design

Durchdachtes Box-Design

Bei den ersten Partien von City of Rome ist meist noch kein tieferer Sinn hinter der Stadtplanung zu erkennen. Erst mit etwas Spielerfahrung entwickelt sich die Architektur von Rom zu einem durchdachten, häufig komplexen Gewirr an Gebäuden. Dabei führen unterschiedlichste Strategien zu Siegpunkten – selbst wenn die Mitspieler die bevorzugten Karten bereits weggeschnappt haben. Die Spieler müssen jede Runde aufs Neue planen und abwägen, ob sie früh oder spät am Zug sein wollen. Auch die Platzierung der Gebäude (und deren Nutzung) funktioniert erst, wenn schon ein gewisser Plan vorhanden ist. Dies, zusammen mit dem geringen Zufallsfaktor, lässt Raum für langfristig angelegte Taktiken und fordert die Spieler. Dennoch laufen die Runden überraschend schnell ab und selten wird die angegebene Stunde Spieldauer erreicht. Die Zwei-Spieler-Variante gefällt mir dabei sogar besser als das Spiel zu dritt oder zu viert.
Leider wurde der Zeichenstil des Cover-Motivs nicht beibehalten. Die kleinen Illustrationen stammen aus dem Rechner, dabei sind die Details recht winzig ausgefallen. Die Piktogramme mit den Gebäudefunktionen erschließen sich nach wenigen Runden – die vierseitige Beschreibung ist dabei sehr hilfreich. Auch die eigentliche Anleitung macht das Regelverständnis durch zahlreiche Beispiele einfach. Ein besonderes Lob verdient das Kunststoff-Inlay der Spielschachtel. Alle Komponenten finden hier ihren sicheren Platz – es bleibt sogar noch Raum für etwaige Erweiterungen.
Auf der Homepage von Abacusspiele gibt es neben weiteren Informationen zum Spiel auch die Anleitung als Download.

Planer und Strategen werden sich in der City of Rome wohlfühlen. Einfache, elegante Mechanismen, viele Taktiken und eine ordentliche Lernkurve machen das Spiel auch für Vielspieler interessant.

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