black stories – Tod in Hollywood Edition

01.03.2018 von Marcus Pohlmann

black stories - Tod in Hollywood Edition

Kategorie:

Autor:

Zeichner:

Verlag / Publisher:

Genre: , , ,

Serie:

Spieleranzahl: ab 2 Spielern

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 06.02.2018

Sprache: Deutsch

Bei Amazon bestellen

Die black stories-Reihe ist, zumindest für mich als Brettspieler, so etwas wie das Aushängeschild des Kempener Verlages moses.. Mittlerweile gibt es über 40 dieser Spiele mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten – allen gemein ist jedoch ein Hang zum Makabren. Der neueste Vertreter, die Tod in Hollywood Edition führt die Spieler in die wunderbare Welt des Films mit ihren Skandalen, Unfällen und Katastrophen.

Das Spielmaterial in der kleinen Schachtel besteht aus 50 großformatigen Karten. Auf der Vorderseite findet sich der Titel und eine dazugehörige Illustration, sowie ein kurzer Text, bestehend aus einem oder zwei Sätzen. Die Rückseite verfügt ebenfalls über eine Illustration und eine ausführliche Erklärung des Geschehens, das auf der Vorderseite nur angerissen ist. Bei vielen Karten kommen dazu noch weiterführende Informationen über das jeweilige Ereignis. Eine Anleitung ist ebenso dabei, wie ein kurzer Überblick über die Spiele des Verlags.
Wie der Titel Tod in Hollywood Edition schon vermuten lässt, drehen sich alle hier geschilderten Ereignisse um die Traumfabrik, Schauspieler und Filme. Im Gegensatz zu den anderen Ablegern der Serie handelt es sich allerdings um reale Todesfälle, Missgeschicke und Unfälle und keine Fiktion.
Der Spielablauf dieser Edition unterscheidet sich im Vergleich zu anderen black stories nicht. Einer der Spieler, in diesem Fall als Gebieter bezeichnet, nimmt eine der Karten und liest den kurzen Text seinen Mitspielern vor. Wenn er nett (oder gemein) ist, darf er ihnen auch noch den Titel der Karte sagen und die Illustration zeigen. Die anderen Spieler versuchen nun gemeinsam zu erraten, was es mit dem geschilderten Ereignis auf sich hat. Dazu dürfen sie dem Gebieter Fragen stellen, die dieser aber nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten darf. Eine solche Aussage würde beispielsweise lauten: „Weil er zwei Dinge verwechselt hatte, musste er sterben.“ In diesem Fall handelte es sich um einen Stuntman, der bei einem Autounfall verunglückte, weil er ganz profan Gas und Bremse verwechselt hat.

Einige der hier vorgestellten Fälle sind für Filmkenner beinahe schon zu einfach, mit zwei oder drei Fragen, lösbar. Grade wenn es um Schauspieler wie Bruce Lee, Marilyn Monroe oder Paul Walker mit ihrem spektakulären Dahinscheiden geht, sind die Lösungen greifbar. Bei anderen hat die Autorin dagegen tief in den Annalen der Filmgeschichte gewühlt und stellt die Spieler vor harte Herausforderungen. Das ermöglicht dem Gebieter recht gut, auf seine Mitspieler einzugehen und den Schwierigkeitsgrad (und damit auch die Dauer einer Spielrunde) anzupassen. Der abgedeckte Zeitraum reicht dabei von einem Stummfilm aus dem Jahr 1923 bis zum tragischen Tod Anton Yelchins 2016.
Titel der Karten und auch die Illustration auf der Vorderseite haben praktisch nie mit dem gesuchten Fall zu tun und führen die Ratenden gerne in die Irre. Die Erklärungen auf der Rückseite sind dagegen ausführlich und auch die ergänzenden Angaben mit Hintergrundinformationen finde ich ausgesprochen gelungen. Die Illustrationen auf der Rückseite haben dann auch tatsächlich einen Bezug zum gesuchten Ereignis. Die Zeichnungen von Bernhard Skopnik sind in Schwarz und Rot gehalten, was für einen recht großen Kontrast sorgt – und die blutige Natur der Missgeschicke unterstreicht. Die Anleitung ermöglicht es auch Neulingen sich direkt in die Raterunde zu stürzen und liefert zusätzliche Informationen zu den Machern des Spiels. Bei den Karten selbst hatte ich den Eindruck, dass ein dünneres Material als in den vorangegangenen Editionen verwendet wird. Nach wenigen Spielen biegen sie sich unschön an den Seiten nach oben – Kartenhüllen in dem ungewöhnlich großen Format sind leider schwer zu beschaffen.
Wer mehr über diese Edition des Spiel oder die black stories-Serie allgemein erfahren will, dem sei ein Blick auf die Verlagsseite empfohlen.

Filmfans dürften bei der black stories – Tod in Hollywood Edition besonders auf ihre Kosten kommen. Aber auch für alle, die Spaß an kommunikativen, kooperativen (und ein bisschen makabren) Rätselspielen haben ist der neueste Ableger der Serie eine gute Wahl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.