Das Kino-Jubiläumsjahr Teil 12 – Finale

04.01.2019 von Joanna Lenc

Green Book Filmplakat © 20th Century FOX

Wir haben es geschafft und ihr auch! Das Kino-Jubiläumsjahr ist vorbei. 12 Monate voller Filme, wir waren tatsächlich fast jede Woche im Kino und haben viele schöne und auch manche schlechte Filme gesehen. Unsere Herausforderung haben wir gemeistert und 40 Filme gesehen, sogar weit mehr! Doch nun ist es mir eine Freude zu schreiben: Wir haben fertig!

Noch einmal kurz zur Erinnerung: Mein Mann war 1978 (!) zum ersten Mal in seinem Leben im Kino. Entsprechend wollten wir zum 40jährigen Jubiläum mindestens 40 Mal ins Kino gehen. Wir sind leidenschaftliche Kinogänger, aber der Rekord bis dahin lag bei etwas über 30 Filmen und da hatten wir schon (gefühlt) alles mitgenommen, was uns brennend interessierte. Nun galt es also 2018 unseren Rekord zu knacken. Geschafft haben wir das bereits im Oktober, aufhören wollten wir aber nicht, weshalb es hier nun die letzte Kolumne dieser Serie gibt: Die Plätze 46 bis 51.

Das krumme Haus

Das krumme Haus Filmplakat © 20th Century FOX

Das krumme Haus Filmplakat
© 20th Century FOX

Agatha Christie hat bis heute nicht an Charme verloren, weshalb es immer wieder zu Neuverfilmungen ihrer Geschichten kommt. Das krumme Haus zeigt sich dabei ausgezeichnet und vielversprechend besetzt.

Charles Hayward bekommt den Auftrag als Privatdetektiv bei einem Mord zu ermitteln. Dabei soll er mit der Familie des Opfers sprechen und herausfinden, wer das Verbrechen begangen hat. Leider hat nur jeder ein Motiv. Zum Glück wird der Kreis der Verdächtigen aber immer kleiner, denn es bleibt nicht nur bei einem Mord.

Großartig besetztes Schauspiel, das für Nichtkenner der Geschichte einige überraschende Wendungen beinhaltet. Durchaus sehenswert!

Spider-Man – A New Universe

Spider-Man - A New Universe Filmplakat © Sony Pictures

Spider-Man – A New Universe Filmplakat
© Sony Pictures

Spider-Man gehört nicht zu unseren Lieblingen, weshalb wir sehr skeptisch waren und eigentlich diesen Film eher zur Blu-ray-Veröffentlichung anschauen wollten. Dank eines Freundes sind wir dann aber doch ins Kino gegangen und haben uns Spider-Man – A New Universe angesehen.

Er wird gefürchtet, verachtet und geliebt: Spider-Man. Während Verbrecher vor ihm flüchten, liebt ihn die Bevölkerung. Einer seiner Fans ist Miles Morales, der mit seinem Onkel in der Unterwelt umherstreift auf der Suche nach dem perfekten Ort für das neuste Kunstwerk, das er auf die Wand sprühen will. Während einer dieser Ausflüge wird Miles von einer Spinne gebissen und erhält ähnliche Kräfte, wie Peter Parker kurz bevor er zu Spider-Man wurde. Miles beobachtet, wie der Schurke Kingpin einen Teilchenbeschleuniger dazu verwendet mehrere Dimensionen aneinander zu koppeln. Spider-Man versucht ihn aufzuhalten, wird aber von Kingpin getötet. Kurz darauf trifft Miles aber wieder auf einen lebenden Peter Parker und auf einige andere Personen, die ebenfalls Spinnenkräfte besitzen.

Eine nette Hommage an verschiedene Comic-Arten und Genres, die sich tatsächlich sogar im Kino gelohnt hat. Wir wurden positiv überrascht und freuen uns sogar schon auf eine Fortsetzung, sofern die kommen wird.

Mortal Engines

Mortal Engines Filmplakat © Universal Pictures

Mortal Engines Filmplakat
© Universal Pictures

Fantasy hatte es in den letzten Jahren im Kino sehr schwer. Nach Herr der Ringe und Harry Potter wusste selbst der Hobbit nicht zu überzeugen und viele andere Adaptionen von erfolgreichen Romanen waren eher für das jugendliche Publikum gedacht. Mit Mortal Engines erhoffte ich mir entsprechend etwas mehr, insbesondere durch das Mitwirken von Peter Jackson.

Die Welt ist nicht mehr das, was sie mal war. Ressourcen sind knapp und die Menschen kämpfen um ihr Überleben, indem sie in großen fahrenden Städten die Landschaft durchforsten und nach verwertbarem Material suchen. Dass dabei kleinere Städte ein- und ausgenommen werden, ist nicht nur reiner Gier geschuldet. Ein Überleben ist nur schwer möglich, doch Thaddeus Valentine glaubt daran. Er lebt auf London und ist dort der Leiter der Archäologengilde. Während eine mysteriöse junge Frau einen Anschlag auf ihn verübt, wirft sich der Junge Lehrling Tom Natsworthy dazwischen und rettet ihm so das Leben. Auf der Jagd nach der beinahe-Mörderin stößt Tom aber auf seine Grenzen. Sie schafft es zu fliehen, jedoch nicht ohne ihn vorher zu warnen: Valentine ist anders, als er vorzugeben scheint.

Ein wundervolles Spektakel, das ganz wunderbare Kulissen zeigt. Die visuellen Effekte sind atemberaubend und machen den Film sehr sehenswert. Alles andere ist dafür austauschbar und erinnert stark an Kult-Serien und Filme, die man mehrfach gesehen hat.

Aquaman

Aquaman Filmplakat © Warner Bros.

Aquaman Filmplakat
© Warner Bros.

Nach Wonder Woman kommt nun die nächste Charakter-Einführung aus dem DC-Universum in die Kinos. Jason Mamoa zieht vor allem das weibliche Publikum an. Mir persönlich ist das ziemlich egal, aber ich mag Batman und DC, also mussten wir diesen Film auch sehen, der Vollständigkeit halber.

Der Leuchtturmwärter Thomas Curry findet am felsigen Strand nach einem Sturm eine bewusstlose Frau. Er nimmt sie kurzerhand bei sich auf und pflegt sie gesund. Zunächst schreckhaft fasst Atlanta schnell vertrauen zu ihrem Retter, verliebt sich und wird sogar schwanger. Einige Zeit nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes wird das junge Glück von der Vergangenheit Atlantas heimgesucht. Um ihre Familie zu retten beschließt sie zurück in ihre Heimat zu kehren, die Unterwasserwelt Atlantis. Der junge Arthur wächst währenddessen zu einem jungen Mann heran. Atlantas treuer Berater Nuidis Vulko bildet ihn im Kampf aus. Arthur wird nachgesagt irgendwann die Völker der Erde, sowohl an der Oberfläche als auch unter Wasser zu vereinen. Er schert sich nicht darum, das ändert sich jedoch, als er auf Mera trifft, die ihn überredet sein Schicksal anzunehmen.

Aquaman ist ein CGI-Gewitter, ohne das der Film keine Sekunde überleben würde. Insgesamt ließ sich der Film zwar anschauen, aber besonders sehenswert war er leider nicht. Zu viel Rücken Mamoas, zu viele Anspielungen auf andere Werke wie von Jules Verne und zu wenig eigene Seele. Selbst der Humor war spärlich gesät.

25 km/h

25 km/h Filmplakat © Sony Pictures

25 km/h Filmplakat
© Sony Pictures

Kurz vor Jahresende wollte ich noch eine deutsche Produktion nachschieben. Bjarne Mädel, den ich als Tatortreiniger sehr schätze, war unter anderem ein Grund, warum es 25 km/h sein sollte.

Die Brüder Christian und Georg Schneider treffen sich nach Jahren auf der Beerdigung ihres Vaters wieder und geraten gleich wieder in Streit. Georg ist in Löchingen (Schwarzwald) geblieben und hat den kranken Vater umsorgt, während Christian als Geschäftsmann durch die Welt reiste und sich nicht um seine Heimat kümmern wollte. Sie schlagen sich, setzen sich aber dann doch an einen Tisch und trinken schweigend Bier und Korn. Christian hält es schließlich nicht mehr aus, erkundet das Haus, das sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert hat und überredet Georg zu einer Runde Tischtennis.

Viele Runden und reichlich Alkohol später finden sich beide Brüder unter dem Tisch wieder und entdecken eine alte Landkarte, die sie als Jugendliche angefertigt hatten. Sie wollten damals mit ihren Mofas bis an den Timmendorfer Strand fahren um dort ins Meer zu pinkeln. Zusätzlich gab es fest definierte Regeln, die sie unbedingt einhalten wollten wie Sex haben oder eine Kuh umwerfen. Noch betrunken beschließen sie die Reise nachzuholen, allerdings sollte sie sofort beginnen, denn beiden war klar, dass am nächsten Morgen, wenn sie wieder nüchtern sind, alle Pläne wieder nur über Bord geworfen werden.

Lars Eidinger, Bjarne Mädel, Franka Potente und Alexandra Maria Lara sind nur vier Namen der großen deutschen Schauspielriege. Ein unglaubliches Schauspiel, das beweist, dass auch der deutsche Film seinen Platz im Kino verdient hat und mehr als nur sehenswert ist.

Green Book

Green Book Filmplakat © 20th Century FOX

Green Book Filmplakat
© 20th Century FOX

An Silvester haben wir noch schnell die Gelegenheit genutzt und uns die Vorpremiere von Green Book angesehen, die am 31. Januar in den deutschen Kinos startet.

Tony Lip arbeitet als Türsteher im Copacabana. Wegen eines Umbaus soll dieses für mehrere Monate geschlossen werden, weshalb der Italo-Amerikaner dringend einen neuen Job braucht, um seine Familie über die Zeit zu bringen. Der Auftrag den Jazz-Pianisten Dr. Shirley bei seiner Tour durch die Südstaaten zu fahren kommt ihm gerade recht. Allerdings ist Shirley Afroamerikaner und die Südstaaten sind in den 60er Jahren noch rassistischer als heute, weshalb die Plattenfirma einen Ratgeber an Tony aushändigt, das sogenannte Green Book. In ihm stehen alle Etablissements, in denen Afroamerikaner willkommen sind.

Was zunächst nach Drama klingt, ist eher ein Buddy-Film mit viel Humor. Da die Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert, bleibt der kritische Teil jedoch nicht aus. Die Mischung ist unglaublich gut gelungen. Geht ins Kino und schaut ihn euch unbedingt an!

Das war sie also, die Herausforderung des Jahres 2018. Auch im Jahr 2019 wollen wir weiter versuchen jede Woche ins Kino zu gehen. Und ich werde ebenfalls weiter darüber schreiben. Jetzt im Januar freuen wir uns besonders auf Glass.

Unsere Rangliste

Joanna Sven
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri Wind River
Wind River Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Hostiles – Feinde Hostiles – Feinde
BlacKkKlansman Jurassic World 2
Deadpool 2 Deadpool 2
Your Name The Nun
Bohemian Rhapsody Your Name
Player Number One Mary und die Blume der Hexen
Mission Impossible: Fallout Bohemian Rhapsody
The Nun Mission Impossible: Fallout
Jurassic World 2 The Equalizer 2
Sicario 2 Sicario 2
Mary und die Blume der Hexen BlacKkKlansman
Halloween Halloween
25 km/h Mortal Engines
Green Book 25 km/h
Jumanji: Willkommen im Dschungel Green Book
Phantastische Tierwesen 2 Phantastische Tierwesen 2
Meg Rampage
Offenes Geheimnis Player Number One
The Equalizer 2 Meg
Avengers: Infinity War Jumanji: Willkommen im Dschungel
Mortal Engines Hereditary
Rampage Criminal Squad
A Quiet Place Avengers: Infinity War
Venom Shape of Water
Solo A Quiet Place
Shape of Water It Comes At Night
Das krumme Haus Spider-Man – A New Universe
Spider-Man – A New Universe Solo
Hereditary Laurin
Skyscraper Venom
Criminal Squad Das krumme Haus
Death Wish Offenes Geheimnis
Laurin Das Haus der geheimnisvollen Uhren
(Abgeschnitten) *
It Comes At Night Aquaman
Aquaman Skyscraper
Das Haus der geheimnisvollen Uhren Death Wish
Pacific Rim Uprising Pacific Rim Uprising
The First Purge Ghostland
Die Unglaublichen 2 The First Purge
Das Zeiträtsel Predator Upgrade
Ghostland Ghost Stories
Ghost Stories Die Unglaublichen 2
Predator Upgrade Das Zeiträtsel
Tomb Raider Tomb Raider
The darkest Minds Downsizing
Downsizing The Commuter
The Commuter The darkest Minds
Space is the place Space is the place
Black Panther Black Panther

* Abgeschnitten hat nur Sven gesehen, daher ist er nicht in die allgemeine Beurteilung oben eingeflossen.

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