Einfach vegetarisch

21. Februar 2008 von Heike Rau

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ISBN: 978-3865286369

Format: Softcover

Seiten: 192

Preis: 19,90

Erscheinungsdatum: 01.01.2008

Sprache: Deutsch

Vegetarisch zu kochen, erfordert Fantasie. Gerade für Ungeübte ist es eine Herausforderung, ob man nun jeden Tag etwas auf den Tisch bringen muss oder für Gäste kochen möchte. Verzichten muss man auf nichts, schließlich ist das Angebot an vegetarischen Fleischersatz groß. Und auch das breite Angebot an Bioprodukten unterstützt den Trend hin zu gesunder Ernährung. Selbst wer streng vegan essen möchte, findet Rezepte im Buch.

Die Autorin beginnt mit einem Vorwort. Hier ermutigt sie, mit dem Kochen zu beginnen. Sie beschreibt, wie sie zum Kochen bekommen ist und gibt ihre Faszination weiter. Das stimmt ein auf die Rezepte, die nun folgen.
Es beginnt mit dem Kapitel „Dinnerpartys“. Hier werden Gerichte vorgestellt, die Familie und Freunde beim gemeinsamen Zusammensein verwöhnen sollen. Man kann hier ein Menü aus Vorspeise, Hauptgericht und Dessert, das zum Beispiel aus Kalter Rote-Bete-Suppe, Kastaniengefüllten Zwiebeln mit Steinpilzsauce und Kleinen Zitronenkäsekuchen mit Heidelbeeren besteht, zusammenstellen.
Im nächsten Kapitel werden „Klassiker in neuem Gewand“ vorgestellt. Die Autorin hat experimentiert, damit das tägliche Einerlei ein Ende hat. So gibt es Nori Sushi ohne Reis, Ratatouille aus dem Ofen mit Balsamicoessig und Kapern oder Zucchini-Lasagne mit Erbsen und Ricotta.
Auch wer keine Zeit zum Kochen hat, findet Rezepte im Buch. Die Gerichte lassen sich ohne großen Zeitaufwand kochen und sind trotzdem lecker, wie Sesam-Tofu mit Satésauce und Brokkoli oder auch Spagetti mit Oliven-Tomaten-Sauce beweisen.
Im nächsten Kapitel werden Gerichte vorgestellt, die beim Abnehmen oder Gewicht halten helfen sollen. Dabei muss man auf nichts verzichten. Hier bietet sich Gemüsesuppe mit Bohnen an oder auch das Grüne Risotto mit Spinat, Erbsen, Kräutern und Feuerbohnen.
Wer die internationale Küche bevorzugt, findet auch Rezepte im Buch. Es gibt Vietnamesische Frühlingsrollen oder Südamerikanischen Bohnen-Kürbis-Eintopf.
In einer weitern Rubrik befasst sich die Autorin mit der Zubereitung des Essens im Freien. Dazu gehört natürlich auch das Grillen. Auf den Rost gelegt werden können Frühkartoffeln und Champignons auf Rosmarinspießen oder Ananasviertel, die mit Palmzucker und Crème fraîche serviert werden.
Auch ein Festessen lässt sich vegetarisch zubereiten. Die Wildpilzrouladen, der Gebackene Brie in Filoteig mit Aprikosensauce, aber auch die Weihnachts-Galette werden jeden Gast überzeugen.

Die Autorin betont, dass ihr Buch für Einsteiger gedacht ist, beginnt aber mit Rezepten für Dinnerpartys, die nicht ganz einfach nachzukochen sind. Es ist für Anfänger sicherlich auch nicht einfach, sich etwas unter Erbensen-Minz-Timbale, Tomaten-Flan oder Panoffi-Pie vorzustellen. Ein paar erklärende Worte zum Gericht wären hier von Vorteil gewesen. Zumindest gibt es ein Glossar, wo einige Zutaten erklärt werden. Aber auch das hilft in diesem Fall nicht weiter. Leider gibt es auch zu vielen Gerichten kein Bild. Das Kochen wird so ein Abenteuer für Anfänger. Man muss also schon experimentierfreudig sein, um sich auf diese Gerichte einlassen zu können.
Für Hobbyköche mit Übung ist das Buch aber hervorragend geeignet. Es macht Spaß, Neues auszuprobieren. Die Gerichte sind alles andere als langweilig und bringen viel Abwechslung in den Kochalltag. Aber auch wenn man Rezepte für einen besonderen Anlass sucht, wird man in diesem Buch fündig.

Die Rezepte werden meist auf einer Seite präsentiert. Man findet Angaben zu Vorbereitungs- und Garzeiten. Meist sind sie für vier Personen konzipiert. Nach der Zutatenliste folgt die Kochanleitung in Schritten, die treffend formuliert sind. Nährwertangaben gibt es keine. Aber gerade im „Schlank fürs Leben“ wäre es angebracht gewesen. Die Gerichte sind aber ohnehin nicht alle zum Abnehmen oder Gewicht halten geeignet. Man findet hier beispielsweise Cappuccinobaisers. Diese enthalten zwar, abgesehen von der Füllung, kein Fett, aber sehr viel Zucker.
Viele der Gerichte sind vegan, andere können vegan zubereitet werden, wenn man einige Zutaten austauscht. Die Autorin gibt hier konkrete Tipps und macht Vorschläge für vegane Zutaten, die man alternativ verwenden kann.

Das Buch enthält sehr viele Fotos, die aber nur selten ein Gericht zeigen. Vielmehr schmücken sie das Buch. Es ist aber für den Hobbykoch völlig sinnlos, zum Beispiel eine doppelseitigen Aufnahme einer Baisermasse zu zeigen. Diesen Platz hätte man besser nutzen können.

Fazit: Die Autorin verspricht mit ihrem Buch vegetarisches Kochvergnügen. Insgesamt findet man im Buch über 100 Rezepte die sich gut von Hobbyköchen nachkochen lassen können. So manches Gericht überzeugt sicherlich auch Nicht-Vegetarier.

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