Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf

1. März 2009 von Averan

Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf

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Serie:

Spieleranzahl: Single

Altersempfehlung: ab 0

Spieldauer: ca. 15 Stunden

Erscheinungsdatum: 01.11.2008

Sprache: Deutsch / Englisch

Das gute alte Point and Click-Adventure kennen wir vor allem vom PC. Doch gerade der Nintendo DS eignet sich mit seiner individuellen Steuerung besonders für dieses Spielegenre. Mit Professor Layton ist nun ein Spiel erschienen, welches eine spannende Story mit vielen kniffligen Rätseln verbindet. Eine gelungene Mischung, doch kann sie halten, was sie verspricht?

Professor Layton: Detektivabenteuer mit Rätselspaß verknüpft

Professor Layton ist mit seinem Schüler Luke unterwegs nach Saint-Mystère, einem kleinen Dorf, in dem sich viele Rätsel befinden. Ein Auftrag hat ihn dorthin geschickt, der Baron ist verstorben und hinterlässt ein sehr undurchschaubares Testament. Sein Erbe soll an denjenigen gehen, der den Goldenen Apfel finden kann. Doch ohne die Hilfe des Professors scheint dies niemand vollbringen zu können. Die Familienangehörigen sind ratlos, aber Layton wittert ein spannendes Abenteuer voller Geheimnisse und Rätsel, die er mit Freuden lösen möchte. Begleitet wird er von seinem Assistenten und selbsternannten Lehrling Luke, der ebenfalls vernarrt in Rätsel ist. Doch schon die Hinfahrt ist nicht besonders einfach, denn bereits in der Wegbeschreibung ist das erste Rätsel versteckt. Dank Lukes Hilfe ist es schnell gelöst und so stehen sie kurz darauf im Dorf und fangen mit ihren Ermittlungen an.

Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf - Rätselhungrige Dorfbewohner © Nintendo

Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf – Rätselhungrige Dorfbewohner
© Nintendo

Alle Bewohner verbindet eine große Leidenschaft, Rätsel jeder Art. Wen man auch befragt, Antworten erhält man nur, wenn man das Rätsel der einzelnen Personen löst. Zum Glück gibt es aber auch noch Hinweise, die man bekommen kann, wenn die Aufgaben zu schwierig sind. Die ersten Befragungen bringen jedoch zunächst nicht viel, bis plötzlich ein Familienmitglied des Barons tot aufgefunden wird. Jetzt geht es nicht nur um das Erbe, sondern auch noch um einen Mord! Dann verschwindet auch noch ein Bediensteter und schlussendlich ist da noch der unheimliche Turm, zu dem es kein durchdringen zu geben scheint. Professor Layton ist sich sicher, er muss Licht ins Dunkel bringen und ist nur allzu bereit sich dieser Aufgabe zu stellen.

Einfaches Spielprinzip – knifflige Aufgaben

Das Spielprinzip selbst ist einfach erklärt. Man klickt sich durch die Umgebung, untersucht alles, was man findet und befragt jeden, der gerade zur Stelle ist. Nach und nach sammeln sich die Informationen zusammen. Hin und wieder kommen neue Aufgaben hinzu, die gelöst werden müssen, damit man im Hauptfall weiterkommen kann und auch die Rätsel dürfen nicht unbeachtet bleiben, denn an bestimmten Stellen darf man nur passieren, wenn man eine bestimmte Anzahl von ihnen gelöst hat.

Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf - Hinweise suchen und finden © Nintendo

Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf – Hinweise suchen und finden
© Nintendo

Man bewegt sich mit dem Touchpen von einem Dorfgebiet zum anderen. Wichtig ist, dass man überall alles antippt, was auch nur annähernd verdächtig sein könnte, denn in jeder Blumenvase oder unter jedem Stein kann sich eine Hinweismünze befinden, mit der man bei den Rätseln Hilfe erhalten kann. Diese werden gegen Hinweise eingetauscht, ist also eine Lösung nicht in Sicht kann man sich Tipps mit ihnen erkaufen. Kommt man doch nicht zum Ende kann man das Rätsel auch einfach abbrechen, allerdings gibt es dann auch keine Belohnung. Für jedes gelöste Rätsel bekommt der Spieler Punkte gutgeschrieben. Diese unterscheiden sich von Rätsel zu Rätsel, da diese auch unterschiedlich schwer sind. Hat man bei der Lösung einen Fehler gemacht und die Antwort ist falsch, kann man es nochmal versuchen, allerdings sinkt dann auch der Punktewert.

Verschiedene Rätselformen und Bonusmaterial

Die Rätsel sind alle unterschiedlicher Natur, beispielsweise:

  • zwei Streichhölzer verschieben um aus einem Bild ein anderes zu formen
  • herausfinden, wie man von A nach B kommt, indem man den längsten Weg wählt
  • einfach nur genau zählen können
Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf - Rätsel und Puzzle © Nintendo

Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf – Rätsel und Puzzle
© Nintendo

Insgesamt sind in dem Spiel 130 Rätsel versteckt, aber auch im Bonusbereich gibt es noch einige, die man sich freispielen kann. Sie sind alle nummeriert und werden auch im Rätselindex aufgelistet, so dass man sich schnell einen Überblick verschaffen kann, welche Rätsel noch fehlen. Sollte es doch passieren, dass man in einigen Passagen das eine oder andere Rätsel nicht finden kann, ist dies nicht schlimm, im späteren Verlauf verschwinden sie einfach und man kann sie in einem der Häuser im Dorf in einer Flasche wiederfinden und dort lösen.

Die Handlung teilt sich in mehrere Kapitel auf, die auch durch eine Sequenz eingeleitet werden. Zudem hat man auf dem oberen Bildschirm auch immer das direkte Ziel vor Augen, ob es nun der Weg in den Park ist oder aber das Suchen einer bestimmten Person. Auf dem Aktionsbildschirm gibt es zudem eine besondere Schaltfläche, mit der man ins Menü gelangt. Hier gibt es nicht nur den schon erwähnten Rätselindex zu finden, sondern auch die Möglichkeit den Spielstand zu speichern oder bestimmte Puzzleteile zusammen zu setzen, mit denen man sich den Bonus freischalten kann. Im späteren Verlauf muss der Professor mit Luke auch in die Pension um zu Schlafen. Ihre Räume sind ohne jegliche Möbelstücke, doch auf den Straßen finden sie hin und wieder einen Einrichtungsgegenstand.  Über das Menü kann man diesen in seinem Zimmer platzieren und auch mit Luke tauschen.

Nicht zu einfach, nicht zu schwierig

Grafisch ist Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf eine Augenweide. Die Farben sind klar, aber nicht stechend, die Animationen sind flüssig und ruckelfrei. Die Details sind liebevoll herausgearbeitet und auch nach einigen Spielstunden kann man sich noch konzentrieren. Bei diesem Spiel ist dies sehr wichtig, da man bei einigen Rätseln doch genau hinschauen muss. Flackern oder Ruckeln würde da sonst Kopfschmerzen verursachen. Hier ist davon weit und breit nichts zu sehen. Die Musik lässt sich zwar auch abstellen, jedoch ist sie passend zum Szenario und keinesfalls nervtötend. Bei den Filmsequenzen sprechen die Charaktere Englisch, dazu gibt es jedoch deutsche Untertitel. Im normalen Spielverlauf wird nicht gesprochen, es sei denn ein Rätsel wird gerade gelöst, dann haben auch Professor Layton und Luke etwas zu „sagen“.

Insgesamt ist das Spiel wundervoll gestaltet, es bietet viel Rätselspaß aber auch die Handlung kommt dabei nicht zu kurz. Zwar gibt es keine offizielle Altersgrenze, aber eine gewisse Logik sollte man schon begriffen haben um auch nur annähernd etwas mit den Rätseln anfangen zu können. Für Kinder unter 10 Jahren ist es daher nicht geeignet. Es richtet sich mehr an Jugendliche und Erwachsene. Viele der Rätsel mag man schon aus der Schulzeit kennen, jedoch sind darunter immer noch einige, die unbekannt sind. Teilwiese sind sie auch so knifflig, dass man einige Zeit dran knabbert. Professor Layton lässt sich wohl kaum unter zehn Stunden durchspielen, für ein Nintendo DS Spiel eine annehmbare Zeit. Nach Auflösung des Falls kann man aber auch zurück ins Dorf und weitere Rätsel lösen, die man vielleicht übersehen hat. So kommt man gut und gerne auf seine 15 Stunden.

Rätselfreunde werden mit Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf sicherlich ihren Spaß haben. Zu jung sollten sie aber nicht sein, sonst artet das eher in Verzweiflung denn in Freude aus.

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