Monsterhandbuch III

9. Februar 2014 von Marcus Pohlmann

Pathfinder Monster 3

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Erscheinungsdatum: 01.10.2013

Sprache: Deutsch

Bei fast allen Pen & Paper-Rollenspielen gehört es schon lange zum guten Ton, dass neben den eigentlichen Regeln auch eine Sammlung mit Monstern, Kreaturen oder anderen Antagonisten veröffentlicht wird. Das überaus erfolgreiche Fantasy-Rollenspiel Pathfinder bildet dabei natürlich keine Ausnahme. Tatsächlich erfreuen sich diese Zusammenfassungen hier so großer Beliebtheit, das Ulisses Spiele mittlerweile schon das Monsterhandbuch III zu diesem System veröffentlicht. Der Hardcover-Band bietet dem Leser auf seinen 322 Seiten fast ebenso viele Kreaturen, die sowohl in der systemeigenen Welt Golarion als auch in einem beliebigen anderen Setting eingesetzt werden können.

Die kurze Einleitung macht den Leser mit den verwendeten Begriffen und Abkürzungen innerhalb des Buches vertraut, die in erster Linie die spieltechnischen Begriffe betreffen, und erläutert den Aufbau der einzelnen Einträge. Meist findet sich ein Monster auf jeder Seite des Buches, wobei der weitaus größte Teil des Eintrages von den regelrelevanten Angaben in Anspruch genommen wird, ergänzt durch eine Illustration der Kreatur und einen, zumeist recht kurzen, Hintergrundtext. Viele Monster, beispielsweise der Adaro, eine Mischung aus Wassermann und gefräßigem Hai, bilden einen in sich geschlossenen Eintrag. Daneben gibt es aber auch verschiedene Kreaturengattungen, die sich wiederum in unterschiedliche Spezies aufteilen. Hier wären die, den japanischen Elementargeistern nachempfundenen, Kami, die putzigen Pflanzenwesen der Lesnik oder die bösen Dämonen der Rakschasa unter anderem zu nennen, wobei es noch zahlreiche andere Beispiele dafür gibt. Auch normale Tiere wie Ameisenlöwen oder Kängurus haben ihren Weg in dieses Handbuch gefunden, bieten aber meist weniger Abenteuerpotential als die gewaltigen Behemoths oder vielfältige mechanische Konstrukte, die auch von den Spielercharakteren erschaffen werden können. Drachen, hier in Form der asiatischen Kaiserdrachen, dürfen in einem Fantasy-Setting ebenso wenig fehlen wie einige Riesen-Familien oder extraplanare Kreaturen wie die engelsgleichen Archon.
Nach dem eigentlichen Hauptteil des Buches mit seinen zahlreichen Einträgen schließen sich noch einige kleinere Anhänge an, die dem Spielleiter eine schnellere Orientierung ermöglichen, die Monster nach verschiedenen Kriterien sortieren oder auch einen Anhalt bieten, wie bestimmte hier vorgestellte Talente auch dem Spieler zur Verfügung gestellt werden können. Ebenfalls enthalten ist ein Kapitel um die einzelnen Monster besser den Gegebenheiten der Kampagne oder den Fähigkeiten der Spieler anzupassen und auch an eine komplette Übersicht der verschiedenen Sonderregeln wurde gedacht.

Da ein Großteil der gängigen Fantasy-Monster schon in den beiden Vorgänger-Bänden behandelt wurden, sind die Kreaturen in dem vorliegenden Buch etwas ungewöhnlicher und exotischer. Die Autoren haben dabei auffällig viele Anleihen in der südostasiatischen Mythologie gemacht, aber auch aus der nordischen und arabischen Sagenwelt sind einige Fabelwesen übernommen worden. Selbst Kreaturen aus dem Cthulhu-Mythos haben, wenn auch leicht verfremdet, den Weg in das Monsterhandbuch III gefunden. Die breit gefächerte Auswahl ermöglicht es dem Spielleiter eigentlich immer wieder seine Spieler zu überraschen und für jeden Zweck das passende Monster bereit zu haben. Allerdings hätte ich mir zu einigen der interessanteren Kreaturen ausführlichere Hintergrundinformationen oder gar den einen oder anderen Szenarien-Vorschlag gewünscht. So beschränken sich leider zu viele Einträge lediglich auf eine Auflistung der Regeln und nur wenige Zeilen Fluff.
Die Aufmachung des Harcover-Bandes bietet keinen Anlass zur Kritik. Das Layout ist übersichtlich, vollfarbig und gut lesbar, auch die Illustrationen der Kreaturen sind fast ausnahmslos stimmig, selbst wenn es gelegentlich eine gewisse Diskrepanz zwischen der Monsterbeschreibungen und dem eigentlichen Bild gibt.

Das Monsterhandbuch III bietet dem Spielleiter eine reichhaltige und ungewöhnliche Auswahl an Kreaturen, um damit seine Spieler zu beschäftigen.

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