Don’t Mess With Cthulhu

30.05.2017 von Marcus Pohlmann

Don't Mess With Cthulhu

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Spieleranzahl: 4 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Sprache: Englisch

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Von Indie Boards & Cards kommt ein kleines Spiel um versteckte Identitäten, dämonische Beschwörungen und heroische Investigatoren. Bis zu sechs Spieler versuchen bei Don’t mess with Cthulhu entweder den Großen Alten herbeizurufen, oder aber dies zu verhindern.

Sechs dicke Pappkarten dienen zur Festlegung, wer die beiden Kultisten und wer die bis zu vier Investigatoren sind. Die Rückseiten der Karten sind identisch, auf den Vorderseiten befindet sich dagegen eine Illustration des Charakter, sowie ein Symbol, das die Zugehörigkeit festlegt. Die Spielmechanik dreht sich um die bis zu 30 Erforschungskarten, die in drei Kategorien aufgeteilt werden. Den größten Teil nehmen dabei die „Vergeblichen Nachforschungen“ ein, die keine weitere Bedeutung haben, die Karten mit dem Älteren Zeichen müssen von den Investiggatoren gesammelt werden um das Spiel zu gewinnen und die „Cthulhu“-Karte beschwört schließlich den Großen Alten und beendet das Spiel. Eine Papp-Taschenlampe als Startspieler-Marker und mehrere Marker werden für die optionalen Regeln benötigt. Die kleinformatige, achtseitige Anleitung komplettiert die Regeln.
Vor Spielbeginn erhält jeder Spieler eine verdeckte Charakterkarte, deren Identität er auch bis zum Spielende nicht offenbaren darf. Abhängig von der Spieleranzahl wird das Kartendeck mit den Nachforschungskarten zusammengestellt. Von diesem Deck erhält jeder Spieler fünf Handkarten und macht nun Angaben zu diesen Karten – diese können, müssen aber nicht, wahrheitsgemäß sein. Danach mischt er die Karten und legt diese verdeckt vor sich ab. Der Startspieler entscheidet nun, von welchem der Kartenstapel seiner Mitspieler er zieht. Nun ist der Spieler an der Reihe, von dessen Stapel die Karte gezogen wurde. Insgesamt werden so viele Karten gezogen, wie Spieler in der Runde sind, dabei ist es auch durchaus möglich, dass mehrfach beim gleichen Spieler gezogen wird, oder Spieler überhaupt nicht an die Reihe kommen.
Die Spieler geben nun alle verbliebenen Karten an den Startspieler zurück, der diese mischt und anschließend wieder gleichmäßig auf die Spieler verteilt. Danach wiederholt sich der Ablauf der Runde insgesamt drei Mal.
Das Spiel endet mit einem Sieg der Kultisten, wenn die „Cthulhu“-Karte aufgedeckt wird oder nach vier Runden nicht genug Ältere Zeichen gefunden wurden. Die Investigatoren gewinnen, wenn sie die benötigten Älteren Zeichen ziehen.

Wie praktisch alle Spiele in denen nicht klar ist, auf welcher Seite die Spieler stehen, so lebt auch Don’t mess with Cthulhu von der Interaktion. Hier können die Spieler nach Herzenslust mutmaßen, verdächtigen, denunzieren und bluffen. Natürlich ist dieses Konzept nicht neu und es gibt deutlich komplexere und anspruchsvolle Vertreter des Genres – dennoch bekommen die Spieler hier ein schnelles, einfaches und unterhaltsames Spiel. Der Spielspaß hängt dabei natürlich in erster Linie von den Mitspielern ab – mit der richtigen Gruppe lässt sich schon die eine oder andere vergnügliche Runde spielen. Letzten Endes bietet das Spiel aber zu wenig Tiefe und Abwechslung, um über einen längeren Zeitraum zu fesseln.
Der cthuloide Hintergrund wirkt, wie bei den meisten Spielen die sich mittlerweile an den Geschichten H.P. Lovecrafts orientieren, etwas überstrapaziert – fällt aber auch nicht weiter störend ins Gewicht. Die Illustrationen von Brandt Peters sind in einem cartoonartigen Stil gehalten, verzichten aber auf knallbunte Farbgebung und passen einigermaßen zur Thematik. Ein paar mehr Motive wären allerdings wünschenswert gewesen. Was dagegen wirklich Probleme bereiten kann, sind die Charakterkarten, da sich bei genauem Hinschauen problemlos erkennen lässt, welcher Spieler Kultist und wer Investigator ist. Um die Anonymität zu gewährleisten sollten die Spieler daher zum Filzstift greifen und die Kartenränder einschwärzen.

Mit Don’t mess with Cthulhu bekommen die Spielern einen kurzweiligen Pausenfüller – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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