Diamant

16. Mai 2017 von Marcus Pohlmann

Diamant

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Spieleranzahl: 3 bis 8 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 01.03.2017

Sprache: Deutsch

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Bis zu acht unerschrockene Forscher wagen sich bei Diamant in ein verwinkeltes Höhlensystem um diesem die wertvollen Rubine und Diamanten zu entreißen. Damit ist auch schon alles über die Kollaboration der beiden bekannten Spieleautoren Bruno Faidutti und Alan R. Moon gesagt. Die erste Version wurde bereits vor über zehn Jahren ürsprünglich bei Schmidt Spiele veröffentlicht. Nach einer optischen und spielerischen Überarbeitung bringen Iello und ihr deutscher Partner Hutter das Spiel nun erneut auf den Markt.

Das Spielmaterial besteht aus einer ganzen Reihe unterschiedlicher Komponenten. Den Ausgangspunkt für die die Erforschung der Tunnelsysteme bildet dabei zweifellos das Spieltableau, auf dem das Basislager der Entdecker und die fünf Höhleneingänge abgebildet sind. Dazu gehören fünf Marker, mit denen angezeigt wird, in welcher Runde sich die Spieler grade befinden. 60 Rubine und 40 Diamanten aus Kunststoff dienen zur Punktwertung, eine Anleitung und eine Spielübersicht sind den Regeln vorbehalten. Jeder der maximal acht Spieler erhält eine farbige Spielfigur aus Holz, eine Papp-Kiste zum Zusammenstecken in der gleichen Farbe und zwei Entscheidungskarten. Schließlich gibt es noch 35 quadratische Expeditionskarten, das Herzstück des Spieles. Bei 15 dieser Karten handelt es sich um Schatzkarten, in deren Ecke eine Belohnung in Form von Edelsteinen aufgedruckt ist. 15 weitere Karten sind den Fallen vorbehalten, jede der 5 Fallen ist dabei drei Mal vorhanden. Schließlich gibt es noch 5 Reliktkarten, die Punkte bringen.

Eine Partie Diamant teilt sich in fünf Runden auf, in denen die Spieler Edelsteine aufsammeln und mit diesen (theoretisch) wohlbehalten die Höhle wieder verlassen. Nachdem jeder Spieler seine Farbe gewählt hat, wird die erste Expeditionskarte umgedreht. Im Idealfall handelt es sich dabei um eine Schatzkarte und die darauf angegebenen Edelsteine werden gleichmäßig unter den Spieler verteilt; überzählige Steine bleiben auf dem Feld liegen. Nun müssen die Spieler sich vor jedem weiteren Schritt entscheiden, ob sie mit den bisherigen Schätzen den Rückzug ins Lager antreten, oder tiefer in die Tunnel eindringen. Hat jeder Spieler die entsprechende Entscheidungskarte verdeckt vor sich abgelegt, werden die Karten zeitgleich umgedreht. Haben sich Spieler dafür entschieden zum Lager zurück zu kehren, so sammeln sie gegebenenfalls auf dem Rückweg liegende Edelsteine auf. Angekommen im Lager wird die Beute sicher in der Kiste für die abschließende Wertung verstaut und die Figuren ins Basislager gestellt. Diese Spieler können in der Runde keine weiteren Punkte mehr machen. Für die wagemutigeren Spieler, die den Weg durch die Höhle fortsetzen wollen, wird eine weitere Expeditionskarte aufgedeckt. Handelt es sich dabei wieder um eine Schatzkarte, so wird die Beute wieder geteilt. Stoßen sie allerdings auf eine Falle, so bekommt niemand etwas und die Expedition geht weiter. Wird die gleiche Falle jedoch zum zweiten Mal aufgedeckt, so kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: die Spieler verlassen panisch die Mine und lassen dabei alle bisher gesammelten Schätze fallen. Wenn der letzte Spieler die Höhle verlassen hat, freiwillig oder gezwungenermaßen, endet die Runde. Die zweite aufgedeckte Fallenkarte wird gegebenenfalls für die nächste Runde aus dem Stapel entfernt. Die folgenden Spielrunden laufen dann nach dem gleichen Schema ab.
Ist die fünfte und letzte Runde gespielt, zählen die Spieler die Punkte in ihrer Schatztruhe, der Spieler, der die meisten Edelsteine erbeutet hat ist der Sieger.

Es gibt nichts drum herum zu reden – Diamant ist im Prinzip ein reines Glücksspiel. Die einzige Entscheidung, über welche sich die Spieler Runde um Runde Gedanken machen müssen ist, ob sie den Weg fortsetzen oder ins Lager zurückkehren wollen. Eigentlich ist dies etwas wenig für ein unterhaltsames Spiel, aber vor allem mit sechs oder gar acht Spielern macht es überraschend viel Spaß. Vor allem die Diskussionen und der Spott zwischen den Spielern sind es, die dabei den Reiz ausmachen. So kommt es durchaus vor, dass ein Spieler gegen sein Gefühl den Weg fortsetzt, nur um vor den Mitspielern nicht als Hasenfuß dazustehen. Die Dauer einer Spielrunde oder gar einer Partie lässt sich schlecht vorher sagen, kann doch schon theoretisch nach der zweiten aufgedeckten Karte eine Falle zuschlagen. Die Testrunden, egal mit welcher Spieleranzahl, blieben dabei alle deutlich unter der vom Verlag angegebenen halben Stunde.
Optisch gibt es nichts zu beanstanden – das Spiel sieht einfach gut aus! Die Illustrationen von Paul Mafayon nehmen sich nicht ganz ernst, sind aber stimmig und sehr gut auf Thematik angepasst. Auch das restliche Spielmaterial macht einen hochwertigen Eindruck, einzig die Karten selbst kommen mir etwas zu dünn vor. Bei den Regeln wurde viel Wert auf ausführliche, bebilderte Beispiele gelegt, so dass nach dem ersten Überfliegen der Regeln keine Fragen offen bleiben.

Mit Diamant bekommen die Spieler eine sehr einfache, aber spannende Schatzjagd, bei der die richtige Balance zwischen Gier und Vorsicht gefunden werden muss.

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