Jurassic World

16. Juni 2015 von Averan

Filmplakat Jurassic World © Universal Studios

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Filmstudio:

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Serie:

FSK: 12

Laufzeit: 124 Minuten

Erscheinungsdatum: 11.06.2015

Sprache: Deutsch

Es sind gerade erst einige Wochen vergangen, seit ich mir die Jurassic Park Trilogie ins Regal gestellt hatte. Natürlich haben wir die Filme kurz darauf nochmal hintereinander weg gesehen und uns beim nächsten Kinobesuch über den Trailer zu Jurassic World gefreut.

Ganz klar: Das ist bestimmt einen Kinobesuch wert! Und so kam nun die Gelegenheit, denn seit dem letzten Donnerstag läuft der Streifen in nahezu allen Kinos im Lande.

Jurassic World ist eröffnet!

Die beiden Brüder Gary und Zach sollen einige Tage bei ihrer Tante Claire verbringen, die natürlich im weltbekannten Vergnügungspark Jurassic World arbeitet. Doch es kommt, wie es kommen muss, die junge Frau ist ein Workaholic und hat für ihre Neffen keine Zeit, ihre Assistentin soll sich stattdessen um die Jungs kümmern. Diese wiederum ist etwas überfordert mit dem kleinen Jungen und seinem Teenie-Bruder und so ergreifen die Jungs schnell die Gelegenheit Reißaus zu nehmen und den Park selbständig unsicher zu machen. Zeitgleich darf Claire ein Gehege begutachten, in dem eine neue Kreation eines Dinosauriers lebt. Dieser ist erstaunlich aggressiv und unfassbar schlau, weshalb sie den Rat von Owen einholen soll, der bereits große Erfolge mit der Zähmung von Velociraptoren feiern durfte. Kaum ist Owen am Gehege angekommen, müssen er und Claire feststellen, dass der Indominus Rex nicht mehr in seinem Gehege ist, Kratzspuren an der Wand lassen darauf hindeuten, dass der neue Rex aus dem Gehege geflüchtet ist. Leider ist das ein großer Irrtum, denn der neue Rex hat nicht nur einen neuen Namen, sondern auch neue Fähigkeiten, die ihn durch eine Wärmebildkamera nicht orten lassen. So stellt sich dank eines Implantats heraus, dass der Rex doch noch im Gehege ist und sich nur gut getarnt hat. Owen gelingt mit einem Mitarbeiter die Flucht aus dem Gehege, ein anderer musste leider daran glauben. Zwar war die Flucht erfolgreich, aber auch dem Rex gelingt es das Gehege zu verlassen und er macht sich auf den Weg die Insel unsicher zu machen, ausgerechnet in die Richtung, in der sich Gary und Zach befinden.

In vielerlei Hinsicht ist Jurassic World vorhersehbar und auch die „versteckte“ Gesellschaftskritik ist mehr als deutlich zu erkennen. Ein Rex wird gezüchtet, mit verschiedenen Fähigkeiten, die besonders in Kriegszeiten nützlich sein könnten. So ist der Indominus Rex nichts anderes als eine Kriegsmaschine, die sich weder orten noch einfach so beseitigen lässt. Zusätzlich kann sich das Ungetüm auch noch tarnen und bewegt sich, trotz der enormen Größe, wie auf sanften Pfoten durch den Urwald – blitzschnell versteht sich. Dennoch ist das Wesen ein Hingucker und ohne Rex wäre der Film kein Jurassic-Teil. Dennoch gibt es Punkte, die man so auch anders hätte verpacken können. Insbesondere eine Szene sticht dabei hervor, die mehr als unnötig ist. Beide Brüder befinden sich im Shuttle, der durch den Park führt, als Gary aus dem Fenster schaut und einfach so beginnt zu heulen. Wie tragisch, Mum und Dad lassen sich scheiden! Zach versucht ihn zu trösten, verspricht, dass sie immer Brüder bleiben werden und schon wird das Thema nie wieder angeschnitten. Gefühlsduselei hin oder her, aber das musste nun wirklich nicht sein. Allgemein ist Gary ein sogenanntes Weichei, das jede Sekunde dazu nutzt zu weinen wie ein Kleinkind. Etwas weniger Tränen hätten der Rolle wirklich gut getan. So ging er, nicht nur mir, total auf die Nerven. Auf die Nerven ging auch Vincent D’Onofrio („Men in Black“, „Escape Plan“) in der Rolle des Vic Hoskins, hier allerdings eher im positiven Sinne, niemand anderes hätte die Rolle so gut mimen können. Chris Pratt, der mich persönlich in „Guardians of the Galaxy“ total begeisterte, hatte mit der Rolle des Owen Grady etwas weniger Glück, dafür hatte er aber Barry (Omar Sy, „Ziemlich beste Freunde“) an seiner Seite und natürlich die Velociraptoren, die alles Schlechte an diesem Film wiedergut gemacht haben.

So wird Product Placemet betrieben!

Apple-User, die Samsung hassen, kommen dabei auch auf ihre Kosten, denn: Während Claire mit ihrem iPhone 6 Plus immer und überall perfekten Empfang hat und das Handy nahezu unzerstörbar zu sein scheint, darf Zach mit seinem Samsung, welches man nur an der Form, nicht am Logo erkennt, nach Empfang suchen und schließlich liegt es nach nicht einmal der Hälfte des Films mit gebrochenem Display nutzlos im Dreck.  Auch Mercedes hat die Kassen klingeln lassen. Was mich hingegen sehr interessieren würde, wären die Schuhe, die Claire Dearing (Bryce Dallas Howard, „Eclipse – Biss zum Abendrot“ und „Spider-Man 3“) trug, denn mit diesen Absätzen so einen Sprint hinzulegen (und vorher stundenlang durch Dschungel zu wandern) ist nicht nur Kunst, es muss Qualität sein! Die würde ich mir tatsächlich auf Anhieb kaufen!

Dank Bike kann Owen im Jurassic World mit den Raptoren mithalten.  © Universal Studios

Dank Bike kann Owen im Jurassic World mit den Raptoren mithalten.
© Universal Studios

Insgesamt gibt Jurassic World einerseits nicht viel her, zumindest was die Story angeht: Böser Dino wird gezüchtet, böser Dino nimmt Reißaus und tötet, böser Dino muss besiegt werden. Alles ohne nennenswerte Überraschungen. Andererseits ist und bleibt der Streifen im Action-Genre angesiedelt und ist dementsprechend bildgewaltig. Wäre die „unsere Eltern lassen sich scheiden“-Randgeschichte weg geblieben, hätte das alles noch einen runderen Eindruck gemacht (und nur eine Minute Filmzeit gekostet), so bleibt ein überaus negativer Nachgeschmack, der kinderlose Paare dazu animiert lieber kinderlos zu bleiben. Wären nicht die Velociraptoren, wäre meine Entscheidung den Film aus der Sammlung zu lassen ganz klar bestätigt. Sie waren aber da und sie waren großartig! Und so denke ich, werde ich auch den vierten Teil in die Sammlung stellen. Fans dürfen sich zudem freuen, weitere Fortsetzungen sind geplant.

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