YeahNOPE

14.10.2019 von Marcus Pohlmann

YeahNOPE

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Genre: ,

Spieleranzahl: 3 bis 8 Spieler

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Spieldauer: 30 bis 60 Minuten

Erscheinungsdatum: 29.03.2019

Sprache: Deutsch

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Ravensburger haben sich vor allem im Bereich der Familien- und Kinderspiele einen Namen gemacht – von ihren Puzzles ganz zu schweigen. Hin und wieder veröffentlicht der Verlag jedoch auch Spiele, die sich an eine etwas ältere Zielgruppe richten. Bei YeahNOPE handelt es sich um ein kooperatives Partyspiel, das schon alleine wegen seiner Optik ins Auge springt.

Was steckt drin?

Die Schachtel selbst, besetzt mit goldenen und schwarzen Pailletten, ist Teil des Spielmaterials. Der aktive Spieler kann mit einer Handbewegung den Schriftzug auf dem Cover von „Yeah“ zu „NOPE“ ändern und damit seinen Mitspielern die entsprechende Antwort geben. Im Innern findet sich ein schmaler Schuber mit 450 Erlebniskarten. Auf diesen Karten stehen alltägliche Ereignisse, beispielsweise „Ich habe gepetzt“ oder „Ich habe Rollenspiele gespielt“. Auch außergewöhnliche Dinge finden sich hier wie „Ich habe jemandem das Leben gerettet“ oder „Ich habe einen Feuerwehreinsatz ausgelöst“. Schließlich gibt es noch einige schlüpfrige Aussagen: „Ich hatte Sex auf der Treppe“ oder „Mir ist etwas in einer Körperöffnung stecken geblieben“. Diese Karten werden ergänzt durch die 12 Situations-Plättchen, gedruckt auf stärkerem Karton.

Interessante Kombinationen

Interessante Kombinationen

Hier finden sich ergänzende Aussagen zu den Erlebniskarten, beispielsweise „…bei der Arbeit“ oder „…und es endete schlimm“. Das Spielmaterial wird von acht Wettchips vervollständigt, bei denen auf der einen Seite „In“ auf der anderen „Out“ steht. Die vierseitige Anleitung erklärt schließlich die Spielregeln. Außerdem werden Papier und Stift benötigt, um die Punkte zu notieren.

Wie wird’s gespielt?

Zu Beginn wird festgelegt, wie lange eine Partie dauern soll – die Anleitung schlägt zwei Durchgänge vor. Anschließend wird der Startspieler der ersten Runde bestimmt. Dieser erhält eine Auswahl von zehn Erlebniskarten. Die Situations-Plättchen werden, mit einer zufälligen Seite nach oben, in die Tischmitte gelegt.

Das war wohl falsch

Das war wohl falsch

Der Startspieler, hier als Erzähler bezeichnet, wählt aus seinen Erlebnissen eine Karte aus und liest diese denMitspielern vor; die restlichen Karten legt er zurück. Die anderen Spieler suchen gemeinsam aus den 12 Situations-Plättchen eines aus, das ihrer Meinung nach zu dem Erlebnis passt. Haben sie eine Wahl getroffen, wischt der Erzähler über die Schachtel und gibt damit die Antwort, ob die beiden Sätze zusammen passen. Sollte dies der Fall sein („Yeah“), muss jeder Spieler entscheiden, ob er mit der Raterunde weitermacht oder aussteigt. Dazu drehen sie ihre Wettchips auf die entsprechende Seite. Steigt ein Spieler aus, erhält er die bis dahin richtigen Situationen als Punkte gut geschrieben. Dieser Ablauf setzt sich so lange fort, bis der Erzähler mit „NOPE“ antwortet oder alle Spieler ausgestiegen sind. Erst jetzt darf (oder muss) er die ganze Geschichte zu seinem Erlebnis zum Besten geben. Der Erzähler erhält ebenfalls für jedes Situations-Plättchen einen Punkt.
Anschließend schlüpft der nächste Spieler in die Rolle des Erzählers und der Ablauf wiederholt sich. Gespielt wird so lange, bis jeder zwei Mal als Erzähler an der Reihe war. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt, bei einem Gleichstand dient die beste Geschichte als Tie-Breaker.

Kann das Spiel was?

Die Spielidee, intime Details aus dem Leben der Spieler zu erraten, ist natürlich nicht ganz neu. Hierfür bieten sich kommunikative Partyspiele geradezu an – und YeahNOPE ist ein typischer Vertreter dieses Genres. Die Auswahl der Erlebnisse ist angenehm breit gefächert, es sollte daher für jeden Erzähler etwas Passendes dabei sein. Die Idee, die Aussagen durch einen zweiten Satzteil zu ergänzen finde ich recht gelungen, auch wenn die Bandbreite hier etwas eingeschränkt ist. Spieler, die sich sehr gut oder lange kennen, haben hier unbestreitbare Vorteile. Allerdings steht hier nicht unbedingt der Sieg im Vordergrund, sondern eher der Spaß daran, Dinge über seine Mitspieler heraus zu finden. Dies hat sich zumindest in den Testrunden sehr schnell ergeben – bis wir schließlich auf die Punkte verzichtet haben. Vielleicht nicht ganz im Sinne des Autors, aber es hat trotzdem Spaß gemacht – was bei dieser Art Spiel die Hauptsache ist.

So viele Möglichkeiten sich zu blamieren

So viele Möglichkeiten sich zu blamieren

Die Gestaltung der Karten ist eher zweckmäßig und in kontrastreichen Schwarz-Weiß gehalten. Einzig die Kartenrückseiten bringen etwas Abwechslung ins Spiel. Dagegen sorgt die paillettenbesetzte Schachtel für einen wirklichen Blickfang. Es blinkt und glitzert und auch der Wechseleffekt zwischen den beiden Worten ist gut gelungen. Im eigentlichen Spiel haben wir jedoch bald darauf verzichtet – eine einfache Antwort hat letztendlich den gleichen Effekt.

Mehr Informationen zum Spiel liefern Ravensburger auf ihrer Homepage. Ein Teaser-Video gibt es bei Wonder Forge, dem US-amerikanischen Verlag des Spiels.

Wer ein lockeres Partyspiele für eine ausgelassen Runde sucht, sollte durchaus auf YeahNOPE einen Blick werfen.

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