Exploding Kittens

20.06.2018 von Marcus Pohlmann

Exploding Kittens

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 7 Jahren

Spieldauer: ca. 15 Minuten

Erscheinungsdatum: 13.11.2017

Sprache: Deutsch

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2015 sorgte die Crowdfunding-Kampagne für das Kartenspiel Exploding Kittens für einiges Aufsehen. Mit einem Finanzierungsbeitrag von beinahe 9 Millionen US-Dollar und gut 220.000 Unterstützern brach das Spiel sämtliche Rekorde. Trotz dieses spektakulären Erfolges dauerte es bis Ende letzten Jahres bevor eine deutsche Version, im Vertrieb von Asmodee, auf den Markt kam. Bis zu fünf Spieler versuchen dabei den explodierenden Katzen auszuweichen und bis zum Schluss übrig zu bleiben.

Das Spielmaterial besteht aus lediglich 56 Karten sowie der doppelseitigen Anleitung. Die Karten teilen sich in verschiedene Gruppen auf, so gibt es Karten, um gegnerische Karten zu blockieren, Karten von den Mitspielern zu stehlen oder Katzen-Karten, die nur in Kombination mit anderen Karten einen Effekt haben. Und dann gibt es natürlich die namesgebenden Exploding Kittens – Katzen, die auf möglichst spektakuläre Weise in die Luft gehen und dafür sorgen, dass ein Spieler ausscheidet.
Vor Spielbeginn werden eben diese Karten zusammen mit den Entschärfen-Karten beiseite gelegt. Die restlichen Karten werden gemischt und sieben Stück an jeden Spieler ausgeteilt. Nun erhält jeder noch eine Entschärfen-Karte. Die verbliebenen Karten noch einmal gemischt und bilden den Nachzieh-Stapel.
Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er entweder passen oder eine seiner Handkarten ausspielen und die Anweisungen auf der Karte ausführen. Diese ermöglichen es dem Spieler beispielsweise die ersten drei Karten des Nachziehstapels anzuschauen, das Nachziehen einer Karte zu überspringen, zwingen einen Mitspieler zu einem Doppelzug oder stibitzen eine Karte vom Gegner. Anschließend kann der Spieler noch weitere Karten ausspielen. Diese können als Pärchen, Drilling oder Fünfling ausgespielt werden und haben ganz ähnliche Effekte wie die einzelnen Karten. Die Mitspieler können dabei die Effekte durch eine „NÖ!“-Karten verpuffen lassen, so dass der Spieler die Karten umsonst abgelegt hat. Um seinen Zug zu beenden deckt der Spieler schließlich die oberste Karte des Nachziehstapels auf. Handelt es sich dabei um eine explodierende Katze und er ist nicht in der Lage diese zu entschärfen, so scheidet er aus dem Spiel aus. Andernfalls nimmt er die Karte auf die Hand und der nächste Spieler ist an der Reihe. Gespielt wird so lange, bis nur noch ein Spieler übrig ist – der dann das Spiel gewinnt.
Kombiniert man zwei Sets, so lässt sich Exploding Kittens sogar mit bis zu neun Spielern spielen.

Zweifellos legen Asmodee hier ein sehr unterhaltsames, spannendes und auch ziemlich böses Kartenspiel vor. Allerdings habe ich, wenn ich ehrlich bin, den Hype der sich durch die Crowdfunding-Kampagne entwickelt hat, nicht wirklich verstanden. Die Regeln sind schnell erklärt, die Vorbereitung nimmt nur wenige Augenblicke in Anspruch und vor allem mit voller Spielerzahl sorgen die explodierenden Fellnasen für einige spaßige Runden. Durch die Effekte der Karten und Kartenkombinationen kommt sogar eine gewisse Taktik ins Spiel; auch ist es hilfreich, die Anzahl der Karten im Auge zu behalten. Da das Spiel in erster Linie auf eine destruktive Spielweise und das Ärgern der Mitspieler ausgelegt ist, eignet es sich nur bedingt als lockeres Familienspiel oder für „ernsthafte“ Spieler.
Die Karten, selbst die mit den gleichen Texten, verfügen alle über unterschiedliche Illustrationen. Diese sind meist in Schwarz/Weiß gehalten und recht überzogen, beispielsweise furzende Fledermäuse, Katzen, die Regenbogen rülpsen oder Katzenminze-Sandwichs um die Explosion zu vermeiden. Die Regeln sind überschaubar und werden durch bebilderte Beispiel sowie ein Video-Tutorial ergänzt.

Exploding Kittens bietet erhebliches Ärgerpotenzial, explodierende Katzen und einen schnellen, spaßigen Spielablauf – nicht unbedingt für jeden geeignet.

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