Yōkai

19.09.2020 von Marcus Pohlmann

Yōkai

Kategorie:

Autor:

Zeichner:

Entwickler:

Verlag / Publisher:

Genre: , ,

Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 30.01.2020

Sprache: Deutsch

Bei Amazon bestellen

Als Yōkai fasst man in der Regel eine Vielzahl von japanischen Fabelwesen zusammen. Bankiiiz Editions stellen solche Kreaturen in den Mittelpunkt dieses kleinen, kooperativen Spiels. Die Aufgabe der bis zu vier Spieler besteht darin, die Karten richtig anzuordnen, um die Wesen zu besänftigen – und damit zu gewinnen. Für Übersetzung und Vertrieb ist die Game Factory zuständig.

Was steckt drin?

Den Kern des Spielmaterials bilden insgesamt 16 quadratische Karten. Je vier Vertreter der Yōkai-Familien gibt es – Kitsune, Oni, Kappa und Rokurokubi. Diese unterscheiden sich nicht nur im Motiv, sondern auch in der Farbe. Mindestens ebenso wichtig sind die 14 Hinweiskarten. Diese zeigen eine, zwei oder drei Farben an. Damit kommunizieren die Spieler die Familie der darunter liegenden Karte. Bei den fortgeschrittenen Spielvarianten kommen zudem sechs Nachbarschaftskarten zum Einsatz.

Sieht eigentlich ganz einfach aus

Sieht eigentlich ganz einfach aus

Auf diesen sind jeweils zwei Yōkai-Familien abgebildet, die bei Spielende nebeneinander liegen müssen. Schließlich gibt es noch, für die höchsten Schwierigkeitsstufen, drei Zielkarten. Diese zeigen, wie die Karten anzuordnen sind. Die Regeln liegen in Deutsch und Französisch bei.

Wie wird’s gespielt?

Die 16 Karten mit den Yōkai werden gemischt und verdeckt in einem 4 x 4 Raster ausgelegt. Außerdem wird ein, ebenfalls verdeckter, Stapel mit Hinweiskarten gebildet. Auf höheren Schwierigkeitsstufen des Spiels kommen zudem Nachbarschafts- und Zielkarten zum Einsatz. Auf diesen ist festgelegt, welche Yōkai-Gruppen nebeneinander und wie sie angeordnet sein müssen. Damit sind die Spielvorbereitungen abgeschlossen und die Partie beginnt.

Schier unlösbar

Schier unlösbar

Ein Spieler führt in seinem Zug nacheinander drei Schritte durch. Zuerst sieht er sich zwei der Yōkai-Karten an und legt diese anschließend wieder verdeckt an ihren Platz. Im zweiten Schritt, verschiebt er eine Karte; nicht zwingend eine von denen, die er sich angeschaut hat. Für den letzten Schritt hat der Spieler die Wahl zwischen zwei Optionen. Entweder er deckt eine Hinweiskarte vom Stapel auf, oder platziert einen bereits aufgedeckten Hinweis auf einer Yōkai-Karte. Die Spieler dürfen sich dabei nicht über die Farben der Karten austauschen – lediglich der Einsatz der Hinweiskarten ist erlaubt. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe, der die gleichen Schritte absolviert.

Es bestehen zwei Möglichkeiten, eine Partie zu beenden. Ein Spieler erklärt während seines Zuges, dass die Yōkai richtig geordnet sind oder die letzte Hinweiskarte wurde platziert. In beiden Fällen decken die Spieler die Karten auf. Ist es ihnen gelungen, die Yōkai-Karten richtig zu sortieren, so haben sie die Partie gemeinsam gewonnen. Ist dies nicht der Fall, wird es als Niederlage für die Spieler gewertet.
Die verschiedenen Spielvarianten bringen einige neue Anforderungen ins Spiel. So müssen beispielsweise bestimmte Familien nebeneinander liegen oder die 16 Karten sind in einer bestimmten Weise angeordnet. Um den Erfolg der Spieler abschätzen zu können, gibt es außerdem ein Punktesystem.

Kann das Spiel was?

Mit Yōkai legt der Verlag ein unaufgeregtes, sehr hübsch anzuschauendes und erstaunlich kniffeliges Gedächtnis-/Legespiel. Das Grundprinzip ist leicht verständlich und der Schwierigkeitsgrad lässt sich sehr gut an die Vorlieben und Fähigkeiten der Spieler anpassen. Dabei ist die Herausforderung mit jeder Partie neu, so dass das Spiel auch nach mehreren Durchgängen nicht langweilig wird. Die Kommunikation untereinander ist durch die Verwendung der Karten deutlich eingeschränkt. Allerdings funktioniert die Kartenablage von Runde zu Runde besser. Sicherlich nicht das richtige Spiel, um einen ganzen Abend damit zu verbringen, aber ein wirklich tolles, spannendes Spiel für Zwischendurch.

Die Karten in der Übersicht

Die Karten in der Übersicht

Zum Spielmaterial gibt es nichts Negatives zu sagen. Die Karten sind selbsterklärend, die Illustrationen passen sehr gut zum gewählten Thema und die Qualität entspricht den gängigen Standards. Die Anleitung führt die Spieler verständlich durch die verschiedenen Spielsituationen, so dass keinerlei Fragen offen bleiben.

Game Factory stellen auf ihrer Homepage weitere Informationen und zusätzliches Material zum Spiel bereit. Neben mehr Bilder und der Anleitung im PDF-Format gibt es dort auch einen Trailer und eine Origami-Faltanleitung.

Mit Yōkai bekommen die Spieler ein Spiel, dass sich für lockere Familienrunden eignet, aber auch ausgebuffte Zocker vor eine Herausforderung stellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert