Wordsmith

08.11.2019 von Marcus Pohlmann

Wordsmith

Kategorie:

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Verlag / Publisher:

Genre: ,

Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.10.2019

Sprache: Deutsch

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Eines meiner Highlights der diesjährigen SPIEL war die Reinkarnation des Heidelberger Spieleverlages. Der sympathische Verlag aus dem Odenwald firmiert nun als HeidelBÄR Games und präsentierte auf der Messe eine ganze Reihe von neuen Spieletiteln. Einer davon ist Wordsmith, bei dem bis zu vier Spieler aus einzelnen Elementen Buchstaben und Worte zusammenbasteln müssen.

Was steckt drin?

Das zentrale Spielelement sind natürlich die vier Formen, aus denen die Buchstaben gebaut werden. Diese bestehen aus durchsichtigem, bunt eingefärbtem Kunststoff – die Anzahl variiert. Die Spieler müssen mit zwei Geraden in unterschiedlichen Längen und zwei, ebenfalls verschieden großen, Bögen auskommen. Vier sechsseitige Würfel dienen dazu, neue Formen im Spielverlauf zu bestimmen; ein Block mit vier Bleistiften liegt bei, um die fertigen Worte zu notieren. Auch die Schachtel selbst ist Teil des Spielmaterials. Auf den Außenseiten ist für alle Spieler die Zusammensetzung der Buchstaben sichtbar. Das Inlay dient dazu, die verschiedenen Spielkomponenten zu ordnen. Schließlich umfasst die vierseitige Anleitung die regulären Spielregeln sowie einige Varianten.

Wie wird’s gespielt?

Jeder Spieler erhält ein Notizblatt sowie einen Bleistift. Die Schachtel wird mittig auf dem Spieltisch platziert, so dass alle den Aufbau der Buchstaben sehen können. Ein Spieler wirft die vier Würfel zwei Mal – jeder nimmt sich die so festgelegten acht Bauteile. Anschließend beginnt die erste von drei Runden.

Bereit für die Raterunde

Bereit für die Raterunde

Die Spieler agieren gleichzeitig und versuchen, aus den, ihnen zur Verfügung stehenden, Bauteilen ein Wort zu bilden. Benötigt ein Spieler mehr Bauteile, kann er jederzeit einen Würfel werfen und sich das entsprechende Element nehmen.
Hat ein Spieler ein Wort fertig gestellt, sagt er dies laut. Die Mitspieler können nun dagegen Einspruch erheben, wenn beispielsweise ein anderer Spieler dieses Wort bereits hat oder es Fehler enthält. Ist alles korrekt, notiert der Spieler das Wort auf seinem Wertungszettel. Übrig gebliebene Bauteile legt er zurück in die Schachtel, für jedes Teil muss der Spieler eines der Bonusfelder abstreichen. Eine Runde endet, wenn es einem Spieler gelingt, sein sechstes Wort einzutragen. Anschließend folgt die Auswertung; dabei erhält jeder Spieler pro Buchstabe seiner Wörter einen Punkt, hinzu gibt es bis zu sechs Bonuspunkte.

Was soll man damit anfangen?

Was soll man damit anfangen?

Zu Beginn des nächsten Durchgangs werden wieder acht Elemente ausgewürfelt. Der Spieler, der am Ende der dritten Runde die meisten Punkte hat, gewinnt.

Die verschiedenen Spielvarianten dienen dazu, beispielsweise den Schwierigkeitsgrad anzupassen oder den Ablauf zu beschleunigen.

Kann das Spiel was?

Wordsmith erscheint auf den ersten Blick recht simpel. Allerdings erweist sich die Herausforderung, unterschiedliche Worte zu bilden als überraschend schwierig. Vor allem der Zeitdruck durch die Mitspieler ist dabei nicht zu unterschätzen und macht für mich den größten Reiz des Spiels aus. Obwohl jeder für sich spielt und es wenig Interaktion gibt, behält man trotzdem die Anstrengungen der Konkurrenz im Auge. Eine Solo-Partie funktioniert zwar auch, allerdings eher wie eine Denksportaufgabe oder ein Kreuzworträtsel. Durch die vorgegebenen Regelvarianten (oder Hausregeln), lässt sich das Spiel so modifizieren, dass auch jüngere Spieler ihren Spaß haben. Der Verlag legt hier ein einfach zu erlernendes Spiel vor, das sowohl bei Familien funktioniert, aber auch „ernsthaftere“ Spieler vor echte Herausforderungen stellen kann.

9 Punkte - nicht schlecht

9 Punkte – nicht schlecht

Ähnlich wie das Spielprinzip ist auch die Aufmachung unspektakulär, erfüllt aber ihren Zweck und ist übersichtlich. Einzig bei den Würfeln hätte ich mir eine klarere Unterscheidung der Symbole und Joker gewünscht. Die Anleitung fasst die Spielabläufe, aber auch das zugrunde liegende Prinzip, verständlich zusammen und ermöglicht einen sofortigen Einstieg.

Einen Einblick in das Spielmaterial und die Abläufe gibt es auf der Homepage von HeidelBÄR Games.

Wem Scrabble zu einfach ist, bekommt mit Wordsmith ein recht unterhaltsames und kurzweiliges Spiel für die gepflegte Raterunde.

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