Welcome to the Dungeon

22.08.2018 von Marcus Pohlmann

Welcome to the Dungeon

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 15.03.2015

Sprache: Deutsch

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Edle Helden, die durch finstere Verliese ziehen und sich dort monströsen Horden stellen – nicht nur ein beliebtes Thema bei Romanen und Filmen sondern ebenfalls gern als Hintergrund für Spiele jeglicher Art genutzt. Auch der französische Verlag Iello hat seine Vorliebe für Gewölbe entdeckt und lässt vier Spieler in Welcome to the Dungeon gemeinsam einen Helden ausrüsten und gegen Monster antreten.

Das Spielmaterial in der kleinen Schachtel ist schnell gesichtet: 13 Monsterkarten mit einem Stärkewert zwischen 1 und 9 und den Illustrationen der monströsen Verlies-Bewohner. Das Repertoire reicht dabei von (relativ) harmlosen Goblins über blutsaugende Vampire bis hin zu einem mächtigen Drachen. Hinzu kommen vier Übersichts- und acht Erfolgskarten. Für jeden der vier typischen Fantasycharaktere (Krieger, Barbar, Schurke und Magier) gibt es einen Abenteuerermarker aus Pappe mit den entsprechenden Lebenspunkten, sowie sechs Ausrüstungskarten. Diese geben dem Charakter zusätzliche Lebenspunkte, wie beispielsweise das Kettenhemd oder der Rundschild. Mit manchen Waffen lassen sich bestimmte Monsterarten besiegen, so eignet sich der Kriegshammer vorzüglich dazu Golems zu zertrümmern oder der Heilige Gral kann Monster mit gerader Zahl vernichten. Andere Gegenstände frischen die Lebenspunkte auf oder lassen den Spieler neue Monsterkarten ziehen. Die zwölfseitige Anleitung vervollständigt das Spielmaterial.
Während der Spielvorbereitung werden die Monsterkarten gemischt und als Nachziehstapel bereit gelegt, zudem erhält jeder Spieler eine Übersichtskarte. Schließlich wird ein Charakter zufällig oder von den Spielern gemeinsam bestimmt und zusammen mit seinen sechs Gegenständen ausgelegt. Nun beginnt die Vorbereitungsphase.
Wenn ein Spieler am Zug ist, hat er in dieser Phase des Spiels zwei Möglichkeiten: Er kann passen und scheidet damit aus der laufenden Runde aus, oder er zieht eine Karte vom Monsterdeck. Anschließend schaut er sich die Karte an und legt sie entweder auf den Monsterstapel oder legt sie vor sich ab. In diesem Fall nimmt er einen der Gegenstände des Charakters und legt diesen auf die Karte – der Gegenstand steht nicht mehr zur Verfügung. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe, dieser Ablauf wird so lange fortgesetzt, bis alle Spieler bis auf einen gepasst haben. Dieser Spieler übernimmt nun die Kontrolle über den Charakter und durchläuft die Dungeonphase. Dazu deckt er die oberste Karte des Monstertapels auf und versucht seinen Gegner durch den Einsatz von Gegenständen zu besiegen. Gelingt dies nicht, verliert der Charakter Lebenspunkte in Höhe der Stärke des Monsters und die Karte wird abgelegt. Besiegt der Spieler auch das letzte Monster in einem Dungeon, so bekommt er eine Erfolgskarte. Erweisen sich die verbliebenen Kreaturen jedoch als zu stark, so scheitert der Spieler und muss seine Übersichtskarte auf die rote Seite drehen. Liegt diese Seite bereits oben, so scheidet der Spieler aus dem Spiel aus.
Gelingt es einem Spieler zwei Mal alle Monster in einem Verlies zu besiegen, so gewinnt er das Spiel – ebenso wenn alle anderen Spieler ausgeschieden sind.

Welcome to the Dungeon ist ziemlich einfach, sowohl was die Mechanismen als auch die Spielidee angeht. Dennoch macht es (besonders) mit voller Spielerzahl wirklich viel Spaß, das Verlies mit Monstern zu befüllen und den Charakter immer weiter zu schwächen. Dabei stellt sich immer die Frage, ob ein Spieler noch eine weitere Runde riskieren will um dann mit einem „nackten“ Charakter den Dungeon zu stürmen oder ob er doch lieber aussteigt. Bis zu einem gewissen Grad lassen sich die Chancen mittels der (eigenen) gespielten Karten und der ausliegenden Gegenstände abschätzen. Auch lernt man relativ schnell das Vorgehen seiner Mitspieler einzuschätzen. Letzten Endes kann aber ein einfaches Skelett das Ende für den Charakter bedeuten. Risikofreudige Spieler werden mit diesem kleinen, schnellen Spiel von Iello sicherlich ihre Freude haben – auch für jüngere Spieler eignet es sich recht gut.
Die Illustrationen von Paul Mafayon neigen zur comichaften Karikatur, was der nicht übermäßig ernsten Stimmung des Spiels sehr zu Gute kommt. Monster, Charaktere und Ausrüstungsgegenstände sind gut getroffen und bedienen die entsprechenden Klischees ohne dabei überzogen zu wirken, auch das Titelbild ist passend. Die Anleitung spart nicht an Beispielen und ausführlichen Erläuterungen, so dass nach kurzer Lektüre bereits losgespielt werden kann. Die Plättchen sind aus einem stabilen Karton gefertigt, die Karten dagegen in der gängigen Spielkartenqualität – und geben keinen Grund zur Beanstandung.
Mehr Informationen zum Spiel gibt es auf der Homepage von Hutter Trade dem deutschen Partner von Iello.

Für einen Absacker oder eine schnelle Runde zwischendurch eignet sich Welcome to the Dungeon hervorragend – vor allem wenn die Spieler einen Hang zur Fantasy-Thematik haben.

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