Welcome back to the Dungeon

02.09.2018 von Marcus Pohlmann

Welcome back to the Dungeon

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 01.03.2018

Sprache: Deutsch

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Vor kurzem landete ein nettes kleines Kartenspiel von Iello auf meinem Spieltisch. Darin mussten bis zu vier Spieler einen Fantasy-Helden ausrüsten und ihn anschließend in ein Verlies schicken, das sie vorher mit Monster gefüllt hatten. Nun machen sich in Welcome back to the Dungeon vier neue Helden daran, das Gewölbe von seinen Bewohnern zu befreien.

Die Rezension zum ersten Ausflug ins Gewölbe, Welcome to the Dungeon, gibt es HIER zum Nachlesen.

In weiten Teilen gleicht das Spielmaterial dem Vorgänger. Auch hier gibt es 13 Monsterkarten, die von Goblins mit einer kümmerlichen Stärke von 1 über Golems mit Stärke 5 oder einem Dämon mit Stärke 7 reichen. Dabei sind die schwächeren Monster (1 bis 5) mit jeweils zwei Karten vertreten. Dazu kommen sechs besondere Monster mit unterschiedlichen Fähigkeiten. So erlaubt es beispielsweise der Begleiter die nächste Monsterkarte zu ignorieren, dagegen entspricht die Stärke des Gestaltwandlers seiner Position im Dungeon-Kartenstapel. Eine Lebenspunkttafel mit dazugehörigem Marker sorgt dafür, dass die Spieler wissen, wieviel der Charakter aktuell noch einstecken kann. Erfolgs- und Übersichtskarten ergänzen das Spielmaterial. Vier Helden zur Auswahl, jeder von ihnen bringt sechs spezielle Ausrüstungsplättchen mit. So verfügt die Prinzessin zwar nur über wenige Lebenspunkte, wird aber mit der Anstandsdame und der Familienkrone deutlich widerstandsfähiger. Darüber hinaus besiegt sie mit Großschwert und dem Königlichen Szepter relativ gut Monster. Der Ninja kann dagegen mit seinen Hölzernen Shuriken Vampire und mit dem Ninjato starke Monster besiegen. Die Shinobi-Ausrüstung sorgt für höhere Kampfstärke, je stärker der Held angeschlagen ist. Der Barde kann mit seinem Glückspfennig Monster mit gerader Stärke besiegen, mit der Betörungsflöte Goblins beeinflussen oder mit dem Schicken Waffenrock mehr Schaden einstecken. Der finstere Nekromant wird von seinem Zahmen Zombie begleitet, der Schaden abfängt, kann mit dem Blutigen Zauberstab die Stärke von besiegten Vampiren seiner eigenen hinzufügen oder mit den Reanimationsknochen von den Toten zurückkehren. Schließlich finden sich in der 16seitigen Anleitung die Regeln und eine ausführliche Erklärung der Karten.
Der Spielablauf hat sich im Vergleich zu Welcome to the Dungeon nur geringfügig geändert: Es werden lediglich zwei der Spezial-Monster mit in den Monsterstapel gemischt. Ansonsten entscheiden sich die Spieler gemeinsam für einen Helden samt Ausrüstung (oder wählen diesen zufällig aus). Ist ein Spieler am Zug, passt er oder zieht eine Karte vom Monsterstapel. Diese schaut er sich an und legt sie entweder in den Dungeon oder macht damit eine Ausrüstungskarte des Helden unbrauchbar. Haben alle Spieler, bis auf einen, gepasst, muss dieser Spieler mit dem Helden und der verbliebenen Ausrüstung die Monster im Verlies bekämpfen. Dazu dreht er jeweils die oberste Karte des Dungeon-Stapels um und versucht das Monster zu besiegen. Gelingt ihm dies nicht, so verliert er Lebenspunkte in Höhe der Monsterstärke. Besiegt er auch die letzte Kreatur im Verlies bekommt er eine Erfolgskarte – verliert er dagegen seinen letzten Lebenspunkt dreht er seine Übersichtskarte um. Bei der zweiten Niederlage scheidet er aus dem Spiel aus.
Gespielt wird so lange, bis es einem Spieler gelingt zwei Mal den Dungeon zu durchlaufen, oder wenn alle Spieler bis auf einen ausgeschieden sind. In beiden Fällen ist dieser Spieler der Sieger.
Einen ersten Einblick in das Spiel gibt es auf der Homepage von Hutter Trade, dem deutschen Partner von Iello.

Im Prinzip gilt alles, was ich über das Vorgänger-Spiel geschrieben habe auch für Welcome back to the Dungeon. Das Spielprinzip ist unkompliziert und schnell erklärt. Für die Spieler ist es ein stetiges Abwägen, das den Reiz ausmacht. Steigen sie zu früh aus, liegen vielleicht zu wenig Monster im Dungeon oder die Ausrüstung des Helden ist zu gut, zögern sie dagegen zu lange müssen sie sich selbst mit einem stark geschwächten Charakter durch ein Verlies voller fieser Kreaturen kämpfen. Die hinzu gekommenen Spezial-Monster bringen einige nette Effekte mit und sorgen für einen weiteren Unsicherheitsfaktor im Spielverlauf. Die Helden sind recht ausgeglichen, sieht man vielleicht von der Prinzessin ab, die selbst mit voller Ausrüstung schon Probleme hat den Dungeon zu durchlaufen. Die Tafel mit den Lebenspunktmarkern sorgt für etwas Übersicht im Spielverlauf, vorher musste man sich mit Glasnuggets oder ähnlichem behelfen. Sehr gut gefallen hat mir auch die Tatsache, dass sich beide Spiele kombinieren lassen – was in der Praxis zu einem wesentlich häufigeren Ableben der Helden führt.
Obwohl die Monster weitgehend die gleichen geblieben sind, hat Paul Mafayon frische und recht lustige Illustrationen zum Spiel beigesteuert, meine Highlights sind hier die Vampirin und der Gelatinewürfel. Auch sonst lässt sich über das Spielmaterial nichts Negatives sagen. Die Anleitung ist verständlich und klar strukturiert geschrieben und die Qualität der Karten sowie der Plättchen ist durchweg hochwertig – wie nicht anders von Iello gewohnt.

Auch Welcome back to the Dungeon ist ein lustiges, schnelles Bluffspiel geworden, dessen taktischer Anspruch nicht übermäßig hoch ist.

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