Trails of Tucana

28.04.2020 von Marcus Pohlmann

Trails of Tucana

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Spieleranzahl: 1 bis 8 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: 15 bis 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 05.03.2020

Sprache: Deutsch

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Bei Pegasus Spiele scheint der eine oder andere Verantwortliche eine Schwäche für das Leben auf tropischen Eilanden zu haben. Wie sonst sind die erstaunlich vielen Spiele (beispielsweise dieses HIER) mit Insel-Thematik zu erklären? In Trails of Tucana verschlägt es die bis zu acht Spieler auf eine kleine Inselgruppe, wo sie sich Wege bahnen müssen. Entwickelt es vom norwegische Verlag Aporta Games, der bereits öfter mit den Friedbergern zusammengearbeitet hat.

Was steckt drin?

In der kleinen Schachtel findet sich ein Block mit 100 Blatt. Auf der Vorderseite ist die Isla Petit zu sehen, auf der Rückseite die Isla Grande, die bei einer Spielvariante zum Einsatz kommt. Beide Inseln setzten sich aus Hexfeldern zusammen. Die Inseln bestehen aus zehn (durchnummerierten) Dörfern an der Küste, sowie Wäldern, Seen, Wüsten und Gebirgen im Innern. Dazu sind überall verschiedene Sehenswürdigkeiten verteilt, beispielsweise Seeungeheuer, Obelisken oder Yetis (was auch immer die auf einer tropischen Insel machen). Außerdem sind auf dem Blatt verschiedene Wertungsbereiche und eine Übersicht zu finden. Drei Kartenarten werden beim Spiel benötigt.

Alleine auf Erkundungstour

Alleine auf Erkundungstour

Die 13 Aufbaukarten geben den Buchstaben an, der jedem Dorf zugeordnet ist – dies reicht von A bis E. Insgesamt 15 Bonuskarten winken als Belohnung, wenn ein Spieler zwei gleiche Buchstaben miteinander verbindet. 27 Geländekarten ermöglichen es, Wege über die Insel zu finden. Acht Bleistifte und die achtseitige Anleitung vervollständigen das Spielmaterial.

Wie wird’s gespielt?

Jeder Spieler erhält ein Blatt mit einer Insel, zusammen mit einem Stift. Außerdem wird ein „Oberhaupt“ bestimmt; dessen Aufgabe ist das Mischen der Geländekarten. Zudem zieht der Spieler eine Aufbaukarte und liest die Buchstaben vor. Dabei trägt das Oberhaupt den ersten Buchstaben beim ersten Dorf ein, sein linker Sitznachbar in das zweite Dorf und so weiter. Je nach Spielerzahl kommen noch verschiedene Bonuskarten zum Einsatz.

Ende der ersten Runde

Ende der ersten Runde

Gespielt werden zwei Runden mit jeweils 13 Zügen. In jedem Zug deckt das Oberhaupt zwei Geländekarten auf und sagt die Geländearten der beiden Karten an. Alle Spieler verbinden nun zwei entsprechende, nebeneinanderliegende Felder auf ihrer Insel mit einem Strich – dem Weg. Dabei dürfen sie bestehende Wege verlängern oder neue anfangen. Anschließend wird das nächste Kartenpaar aufgedeckt. Punkte gibt es, wenn Spieler Sehenswürdigkeiten mit Dörfern oder Dörfer mit dem gleichen Buchstaben verbinden.
Sind auf diese Weise zwei Durchgänge, gespielt addieren sie ihre gesammelten Punkte für Sehenswürdigkeiten, Dörfer und Bonuskarten. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt die Partie.
Verschiedene Spielvarianten, beispielsweise mit der Isla Grande oder dem Solo-Spiel sorgen für mehr Varianz.

Kann das Spiel was?

Leider ist in Zeiten des Virus meine Spielrunde deutlich geschrumpft. Daher konnte ich Trails of Tucana nicht mit acht Spieler austesten. Ich glaube allerdings, dass die Spielerzahl hier keine gravierenden Auswirkungen auf Spielablauf und -spaß hat, da kaum Interaktionen stattfinden. Sich einen Weg über die Insel zu bahnen wirkt auf den ersten Blick recht einfach, sowohl was Ablauf als auch Taktik angeht. Mit zunehmender Spieldauer, und besonders auf der großen Inselkarte, erfordert es schon einige Planung, um möglichst viele Punkte einzuheimsen. Gute Ergebnisse wurden in den Partien erzielt, indem sich die Spieler entweder von Küste direkt ins Landesinnere gearbeitet haben. Natürlich ist dies von den gezogenen Geländekarten abhängig – mit ein wenig Wahrscheinlichkeitsrechnung lässt sich aber recht gut planen. Auch die Ein-Spieler-Variante funktioniert ordentlich und macht Spaß; hier gilt es eine möglichst hohe Gesamtpunktzahl zu erreichen. Durch die anderen Spielvarianten ändern sich die Abläufe leicht, teilweise wird auch ein Umdenken erforderlich.

Die Geländekarten

Die Geländekarten

Die Gestaltung der Spielpläne wirkt – trotz der vielen Elemente – recht aufgeräumt und übersichtlich. Die Illustrationen der Artefakte und Tiere sind etwas klein geraten, aber ebenfalls noch gut zu erkennen. Das Design setzt das gewählte Inselthema treffend um, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen. Die Anleitung beschreibt die Spielabschnitte ausführlich und liefert Beispiele, um Unklarheiten vorzubeugen.

Auf der Homepage von Pegasus Spiele gibt es neben der Anleitung auch noch weitere Informationen zum Spiel.

Trails of Tucana schickt die Spieler auf eine schnelle, unkomplizierte, aber doch taktische Erkundungstour zu fernen Ufern.

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