The Border

27.02.2022 von Marcus Pohlmann

The Border

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 22.01.2022

Sprache: Deutsch

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Sowohl alleine, als auch im Team mit anderen Autoren können Michael Kiesling und Reinhard Staupe auf eine beeindruckende Anzahl an Spielveröffentlichungen zurückblicken. Nun haben sich die beiden zusammengetan und The Border geschaffen. Die Veröffentlichung liegt in den bewährten Händen von NSV – dem Nürnberger Spielkarten Verlag mit Sitz in Fürth.

Was steckt drin?

Für jeden der bis zu vier Spieler gibt es eine (abwaschbare Tafel). Auf dieser sind insgesamt neun landschaftliche Merkmale abgebildet. Jedes dieser Merkmale ist von einer Grenze umgeben. Diese wiederum setzt sich aus verschieden langen Segmenten in sechs unterschiedlichen Farben zusammen. Zwei weiße Felder sind bereits angekreuzt. Der Länge der Grenzelemente ist auf jeder Tafel gleich, allerdings unterscheidet sich die Farbverteilung. Am Fuß finden sich außerdem eine Punktübersicht und ein Feld, um die erzielten Punkte einzutragen.

Auf dem Weg zur Grenze

Auf dem Weg zur Grenze

Die fünf sechsseitigen Würfel haben statt der gewohnten Augenzahlen Farbfelder auf ihren Seiten. Diese entsprechen den Farben der Grenzen – Grau, Rot Gelb, Blau, Orange und Grün.
Vier abwaschbare Stifte und die vierseitige Anleitung vervollständigen das Spielmaterial. Der Deckel der Schachtel ist zudem mit Filz ausgekleidet und fungiert als Würfelunterlage.

Wie wird’s gespielt?

Zu Beginn erhält jeder Spieler eine Tafel und einen Stift. Anschließend muss nur noch ein Startspieler bestimmt werden und die Partie kann starten.
Der Spieler, der grade mit Würfeln an der Reihe ist, wird als „Aktiver Spieler“ bezeichnet. Sein Zug steht aus zwei Aktionen – eine von ihm, eine von den anderen Spielern. Als erste Aktion wirft er die Würfel bis zu drei Mal. Dabei darf er Würfel beiseite legen oder vorzeitig seinen Zug beenden. Mit den so erwürfelten Farben schließt der Spieler einen entsprechenden Grenzabschnitt. Allerdings nur, wenn er den kompletten Abschnitt ausfüllen kann. Die so genutzten Würfel werden beiseitegelegt und stehen für die zweite Aktion nicht mehr zu Verfügung.

Quasi ein Full House

Quasi ein Full House

Bei dieser sind nun die Mitspieler am Zug. Sie dürfen übrig gebliebene Würfel nutzen und entsprechende Farben auf ihren Grenzabschnitten ankreuzen. Dabei brauchen sie keine Abschnitte zu vervollständigen, dürfen aber nur Felder wählen, die schon an ein anderes Kreuz angrenzen.
Ist ein Spieler der erste, der ein bestimmtes Gebiet vollständig mit einer Grenze umschließt, so bekommt er die höhere Punktzahl. Die nachfolgenden Spieler müssen sich mit einer kleineren Ausbeute zufriedengeben.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler sein sechstes Gebiet vollständig eingegrenzt hat. Beide Aktionen werden noch zu Ende gespielt, so dass auch weitere Spieler Grenzen fertig stellen können. Am Ende haben der oder die Spieler mit den meisten Punkten gewonnen. Im Falle eines Gleichstandes gewinnt derjenige mit der höchsten Einzelwertung eines Gebietes.

Kann das Spiel was?

Auf den ersten Blick ist The Border ein recht einfach gestricktes Würfelspiel. Allerdings zeigt sich nach einigen Runden, dass durchaus mehr Tiefgang vorhanden ist. Wie bei allen Glücksspielen hat man nur bedingt Einfluss auf den Ablauf der Runde – aber dies betrifft in erster Linie den aktiven Spieler. Für ihn gilt es, einen Mittelweg zwischen Risiko und Sicherheit zu finden. Er muss sowohl seine eigenen Grenzabschnitte vervollständigen, aber den anderen Spielern so wenig Würfel wie möglich übrig lassen. Für die Mitspieler gibt es in der zweiten Phase dagegen durchaus einige taktische Überlegungen, wo sie ihre Kreuze setzen. Letzten Endes ist es wichtig, sich Optionen offen zu halten – also die Kreuze möglichst über die ganze Tafel zu verteilen. So können sie viele übrig gebliebenen Würfel zu nutzen – im Idealfall sogar alle fünf.

Gleiche Grenzen - andere Farben

Gleiche Grenzen – andere Farben

Eine Partie The Border funktioniert auch zu zweit, aber wirklich Spaß macht das Spiel zu viert. Hier gibt es kaum Wartezeiten, es läuft schnell und flüssig und die verschiedenen Gebiete sind hart umkämpft. Die Spielzeit unterscheidet sich, unabhängig von der Spielerzahl, dabei nur unwesentlich. Laut Schachtel liegt diese bei ca. 30 Minuten, die Anleitung spricht dagegen von 20 Minuten – was sich in den Testspielen meist als zutreffend erwiesen hat.

Die Illustrationen beschränken sich auf die Karte und deren Merkmale, sowie auf das sehr stimmige Cover. Die Anleitung geht mit Beispielen ausführlich auf Spielsituationen ein und lässt keine Fragen offen. Für ganz Eilige gibt es zusätzlich ein Erklär-Video. Die mit Filz ausgekleidet Schachtel ist eine recht nette Idee, die ich mir auch für andere Spiele vorstellen könnte.

Neben dem bereits erwähnten Tutorial haben NSV auf ihrer Homepage weitere Informationen zum Spiel bereitgestellt. Die Spielregeln stehen dabei in immerhin neun Sprachen als PDF zum Download zur Verfügung.

The Border kann durch ein interessantes Konzept glänzen und spricht Spieler an, die ihre Würfel mit etwas Anspruch werfen wollen.

 

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