Texas Showdown

30.01.2018 von Marcus Pohlmann

Texas Showdown

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Spieleranzahl: 3 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 45 Minuten

Erscheinungsdatum: 19.12.2017

Sprache: Deutsch

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Das der Dietzenbacher Verlag Amigo Spiele sehr gerne kleine, schnelle Kartenspiele veröffentlicht ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Auch, dass sich unter diesen Spielen das eine oder andere Stichspiel befindet ist nichts Neues. Aus diesem Blickwinkel betrachtet passt Texas Showdown genau ins Portfolio. Aus dem Rahmen fällt jedoch die Tatsache, dass es bei dem Spiel von Mark Major darum geht, möglichst wenig Stiche zu gewinnen.

Die Schachtel, im gewohnten Format, enthält die zweiseitige Anleitung und insgesamt 60 Karten. Diese teilen sich in acht Gruppen auf, zur besser Unterscheidung in unterschiedlichen Farben und mit einem wechselnden Welt-West-Motiv. Die Verteilung ist dabei unterschiedlich, so gibt es von den schwarzen Revolver-Karten elf Stück mit Werten zwischen 0 und 10, während es von den grauen Karten mit dem Schädel nur vier zwischen 71 und 74 gibt. Damit sich die Spieler die Verteilung nicht merken müssen ist als kleine Hilfestellung auf jeder Karte vermerkt, wie viele Karten es von dieser Farbe gibt, und wie hoch oder niedrig diese sind.
Zur Spielvorbereitung werden nur drei Spielern einige Karten aussortiert. Ansonsten werden alle Karten unter den Spielern gleichmäßig aufgeteilt. Der Spieler mit der 0 ist der erste Startspieler und beginnt die Partie auch mit dieser Karte.
Die Runde läuft ähnlich wie auch bei den meisten anderen Stichspielen ab: Ein Spieler spielt eine Karte aus, die folgenden Spieler müssen nach Möglichkeit die Farbe bedienen. Können sie dies nicht, so dürfen sie eine Karte einer anderen Farbe ablegen. Die nachfolgenden Spieler haben nun die Auswahl zwischen zwei oder mehr ausliegenden Farben, die bedient werden müssen. Hat jeder Spieler eine Karte ausgespielt, so wird geschaut, von welcher Farbe die meisten Karten im Stich liegen. Der Spieler mit der höchsten Karte dieser Farbe gewinnt den Stich und bekommt einen Minuspunkt. Nun legt er seinerseits eine neue Karte aus und beginnt damit die nächste Runde.
Abhängig von der Spieleranzahl wird so lange gespielt, bis ein Spieler insgesamt 10, 12 oder gar 15 Minuspunkte angesammelt hat. Der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten hat den Showdown gewonnen.

Die Möglichkeit Karten mitzuzählen, der eigentliche Stichmechanismus und die Flexibilität (die richtigen Karten vorausgesetzt) machen Texas Showdown zu einem recht spannenden, taktischen Spiel. Jeder Stich wird in der Regel hart umkämpft – um ihn nicht nehmen zu müssen. Durch mehrere Farbwechsel kann die Runde einen völlig anderen Ausgang nehmen, so dass es, in einem gewissen Rahmen, möglich ist Mitspielern Stiche zukommen zu lasse. Die Spielzeit ist für ein einfaches Kartenspiel eigentlich schon ein wenig zu lang. Allerdings läuft das Spiel flüssig und schnell genug ab, damit bei den Spielern keine Langeweile aufkommt.
Motive und Aufmachung passen sehr gut zur gewählten Western-Thematik, auch wenn die Diskrepanz zwischen dem aufgedruckten Kartenwert und der Anzahl der Symbole zu Beginn etwas verwirren kann. Die Anleitung sorgt, auch Dank der bebilderten Beispiele, dafür, dass keine unnötigen Fragen aufkommen und im Prinzip gleich los gespielt werden kann. Einige der Farben, beispielsweise Braun und Violett, sind schwierig zu unterscheiden – in diesem Fall dient aber die Illustration als Orientierung. Von dieser Kleinigkeit abgesehen gibt es an der Qualität des Spielmaterials, wie bei Amigo Spiele üblich, nichts auszusetzen.
Informationen zum Spiel und die Anleitung findet sich auf der Homepage des Verlages.

Mark Major fügt mit Texas Showdown der großen Familie der Stichkartenspiele einen neuen, originellen und sehr spielbaren Ableger hinzu.

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