Sneaky

26.02.2026 von Marcus Pohlmann

Sneaky

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 28.01.2026

Sprache: Deutsch / Englisch / Französisch / Italienisch

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Ganz frisch von der Nürnberger Spielwarenmesse – wo ich bereits einen ersten Blick darauf werfen konnte – kommt das Würfelsspiel Sneaky. Mittlerweile ist es auch regulär erhältlich und kam direkt bei meiner regelmäßigen Spielrunde zum Einsatz. Autor Jannik Walter lässt hier bis zu vier Spieler gegeneinander antreten, die sich die erfolgreichsten (und damit wertvollsten) Räuber sichern müssen. Veröffentlicht haben es KENDi, die ihr Portfolio an schnellen, kleinen Spielen um einen weiteren Titel ausbauen.

Was steckt drin?

Das Spielmaterial besteht grob aus zwei Komponenten. Zum einen sind dies die sieben sechsseitigen Holzwürfel. Anstatt der üblichen Ziffern zeigen diese jedoch auf ihren Seiten verschiedene Farben: Rot, Grün, Blau, Gelb, Grau und Violett. Zum anderen gehören 44 Karten zum Spielmaterial. Diese teilen sich in zwei Gruppen auf. 20 mit darauf abgebildeten Handschellen bringen am Ende des Spiels Bonuspunkte. Die restlichen 24 Karten zeigen Einbrecher in den unterschiedlichen Farben mit Werten zwischen „1“ und „3“. Das Regelheft beinhaltet die Anleitung in insgesamt vier Sprachen.

Wie wird’s gespielt?

Für die erste Runde werden drei Karten mit Räubern offen ausgelegt – je einer mit dem Wert „1“, „2“ und „3“. Die restlichen gemischten Karten bilden den Nachziehstapel. Außerdem erhält jeder Spieler noch zwei Handschellen.

Die Ausgangslage

Die Ausgangslage

Ist ein Spieler an der Reihe, wirft alle sieben Würfel. Nun platziert er diese auf den, in der Mitte ausliegenden, Karten der gleichen Farbe – soweit dies möglich ist. Dabei gibt es nur drei Dinge zu beachten: Es muss immer mindestens ein Würfel auf eine der Karten gelegt werden, gesetzte Würfel werden nicht mehr zurückgenommen und es können nie mehr Würfel wie angegeben auf einer Karte liegen. Zusätzlich kann er auch Würfel auf die (offenen) Kartenstapel seiner Mitspieler setzen.

Diese Würfe kann er beliebig oft wiederholen, vorausgesetzt er erfüllt die Bedingungen. Er kann sich jederzeit dazu entschließen, seinen Zug zu beenden. In diesem Fall nimmt er alle Karten an sich, auf denen die passende Anzahl Würfel liegt – auch die der Mitspieler. Karten mit dem Wert „1“ kommen auf einen separaten Ablagestapel und werden umgedreht. Diese sind in kommenden Runden sicher. Karten mit „2“ und „3“ liegen offen in einem weiteren Stapel und sind nicht sicher. Gelingt es dem Spieler gar zwei Karten aus der Mitte zu nehmen, bekommt er zusätzlich eine Handschellen-Karte.
Ist es nicht möglich, einen Würfel auf eine der Karte in der Mitte zu setzen, endet der Zug und der Spieler geht leer aus.

Der passende Zeitpunkt aufzuhören

Der passende Zeitpunkt aufzuhören

Der Spielablauf wird so lange fortgesetzt, bis der letzte Räuber vom Nachziehstapel aufgedeckt und in die Mitte gelegt wird. Es schließt sich noch eine komplette Runde an, bevor es zur Abrechnung geht. Dafür addiert jeder Spieler die Werte seiner gesammelten Karten. Derjenige mit den meisten Handschellen erhält außerdem fünf Sonderpunkte. Hat ein Spieler gar keine Handschellen, bekommt er stattdessen zwei Punkte abgezogen. Am Ende gewinnt, wenig überraschend, derjenige, der die meisten Siegpunkte eingeheimst hat.

Kann das Spiel was?

Die Idee, Karten durch Würfel zu erspielen ist nicht ganz neu. Dennoch besetzt Sneaky seine eigene, kleine Nische. Der Ablauf ist schnell – meist kürzer als die angegebenen 20 Minuten -, die Regeln einfach verständlich, hinzu kommt noch ein gewisser „Ärger“-Faktor, was für mich immer ein Bonus ist. Die gesunde Mischung aus ein bisschen Push-Your-Luck, ein wenig Würfelglück und einer Prise Strategie funktioniert sehr gut. Damit bietet sich das Spiel geradezu für eine kurze Runde im Kreis der Familie an oder auch als Absacker nach einem langen, anstrengenden, anspruchsvollen Spieleabend an. Vier Spieler sollten es jedoch schon sein – damit deutlich mehr Bewegung in die Würfelrunde kommt.

Die Räuber

Die Räuber

Die wenigen Illustrationen sind hübsch anzuschauen, fallen aber kaum ins Gewicht. Vor allem ist jedoch der Kontrast zwischen den Farben sehr gut zu erkennen, ebenso wie auf den Würfeln. Das sorgt, auch bei nicht optimaler Ausleuchtung des Spieltischs, für einen problemlosen Ablauf.

Wer mehr über die Spiele von KENDi wissen möchte, findet auf deren Homepage alles Wissenswerte. Außerdem kann man HIER einen Blick in die Anleitung werfen. Eine Anmerkung nebenbei: Es wurde beim Spielmaterial gänzlich auf Kunststofffolien verzichtet. Stattdessen kommen Klebeetiketten und Papierverpackungen zum Einsatz.

Sneaky reiht sich nahtlos in die Riege der einfachen, lockeren, schnellen und spaßigen Spiele des Verlags ein.

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