Sherlock – Far West – Der Pakt mit dem Teufel

03.04.2021 von Marcus Pohlmann

Sherlock - Far West - Der Pakt mit dem Teufel

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Spieleranzahl: 1 bis 8 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Erscheinungsdatum: 22.10.2020

Sprache: Deutsch

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Der Sheriff von Tornado Town macht sich das Leben sehr einfach. Anstatt selbst Fälle wie diesen HIER zu lösen, überlässt er die Arbeit gerne seinen Handlangern – den Spielern. In Der Pakt mit dem Teufel, dem zweiten Fall im Western-Setting der Sherlock-Serie müssen sie Grabschändungen auf dem Friedhof der kleinen Stadt aufklären. Für Übersetzung und Vertrieb des Spiels vom italienischen Verlag Enigma Studio sind auch diesmal wieder Abacusspiele aus dem hessischen Dreieich verantwortlich.

Was steckt drin?

Auf dem Friedhof sind über Nacht mehrere Särge freigelegt und geöffnet worden. Außerdem ist der Totengräber spurlos verschwunden. Es liegt nun an den Spielern, herauszufinden, ob dies im Zusammenhang mit der bevorstehenden Bürgermeisterwahl steht. Vielleicht hat auch der neue (und überaus erfolgreiche) Arzt etwas damit zu tun oder es hängt mit dem Fremden zusammen, der seit gestern in der Stadt ist.
Rein inhaltlich unterscheidet sich auch dieser Ableger der Serie nicht von seinen Vorgängern. Ein gefalteter und in Teilen durch einen Klebepunkt verschlossener Bogen liefert Hintergrundstory und Regeln. Im zweiten Teil des Bogens müssen die Spieler einige Fragen zum Fall beantworten und bekommen die ausführliche Lösung. Eine Karte mit der Kurzanleitung ermöglicht einen schnellen Start ins Spiel.

Willkommen in Tornado Town

Willkommen in Tornado Town

Den Kern des Materials bilden allerdings 32 Karten. Auf diesen finden sich Notizen, Vernehmungsprotokolle, Zeitungsausschnitte, Illustrationen oder auch ein Steckbrief. Bei diesen Informationen kann es sich um wichtige Hinweise handeln, falsche Spuren oder Dinge, die nicht direkt mit dem Fall zu tun haben.
Es hat sich außerdem bewährt, etwas Notizmaterial zur Hand zu haben.

Wie wird’s gespielt?

Der Ablauf ist mit den anderen Sherlock-Spielen identisch. Die erste Karte wird offen ausgelegt. In diesem Fall ist sind darauf der Friedhof von Tornado Town und die kleine Kapelle abgebildet. Die restlichen Karten werden gemischt und an jeden Spieler drei Handkarten ausgeteilt. Ist ein Spieler am Zug, spielt er eine Karte aus. Ist er der Meinung, dass sie relevante Informationen enthält, legt er sie offen in die Tischmitte. Nun können alle Mitspieler die Karte in ihre Ermittlungen mit einbeziehen. Trägt sie dagegen nichts zum Fall bei, legt der Spieler sie verdeckt ab. Anschließend zieht er eine neue Handkarte.

Auf dem Friedhof sieht es wüst aus

Auf dem Friedhof sieht es wüst aus

Sind alle Karten des Nachziehstapels aufgebraucht, müssen die Ermittler ihre Schlussfolgerungen ziehen. Dazu öffnen sie den Bogen und beantworten die darauf enthaltenen zehn Fragen. Pro richtiger Antwort erhalten sie zwei Punkte, für falsch abgelegt Karten gibt es dagegen Minuspunkte. Anhand einer Punktetabelle können die Spieler ablesen, wie erfolgreich sie waren.

Für die Solo-Variante erhält der Spieler sechs Handkarten und spielt mit einem vorläufigen und einem endgültigen Ablagestapel.

Kann das Spiel was?

Die Punktausbeute bei Der Pakt mit dem Teufel ließ im Testspiel zu zweit sehr zu wünschen übrig. Zum einen liegt dies daran, dass die Autoren gleich drei mögliche Motive für die Grabschändungen liefern. Zum anderen kamen die Karten mit den wirklich relevanten Informationen erst sehr spät im Spielverlauf. Selbst mit dem Zugriff auf alle Karten, sind einige der zehn Fragen nicht einfach zu lösen. Die Lösung ist dabei, wie man anhand der ausführlichen Hintergrundgeschichte überprüfen kann, durchaus logisch und nachvollziehbar. Den Autoren ist es gelungen, mit gut 30 Karten drei verschiedene Spuren zu legen. Der eigentliche Fall umfasst dabei gut die Hälfte der Karten. Selbst wenn die Spieler nicht alle Hinweise finden (so wie wir in der Testrunde), haben sie doch zumindest gute Chancen einen Teil der Fragen richtig zu beantworten. Da das Spiel jedoch mit der höchsten der drei Schwierigkeitsgrade eingestuft wird, ist es völlig in Ordnung, wenn sich die Spieler etwas anstrengen müssen.

Die verschiedenen Hinweisarten

Die verschiedenen Hinweisarten

Für die Zeichnungen ist erneut Amelia Sales verantwortlich. Sie liefert wieder einige recht stimmige (und detaillierte) Illustrationen ab, die sehr schön zum Setting passen. Wichtiger als die Bilder sind jedoch bei diesem Fall die Texte. Auch hier gibt es nichts zu bemängeln. Der Verlag bleibt seinem Konzept treu und präsentiert verschiedene Informationen in unterschiedlichen Stilen; mal als Zeitungsmeldung, als Brief oder Notizbucheintrag.

Abacusspiele liefern auf ihrer Homepage mehr Informationen zu diesem Fall, aber auch zum Rest der Serie. Interessierte Spieler können sich hier außerdem die Regeln herunter laden. Einen Überblick über das zugrunde liegende Q-System und eine Vorschau auf kommende Fälle bieten Enigma Studio auf ihrer Seite – allerdings in Englisch.

Sherlock – Far West – Der Pakt mit dem Teufel stellt die Spieler vor eine recht knackige Herausforderung und liefert außerdem eine spannende Hintergrundstory.

 

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