Score 5

27.07.2025 von Marcus Pohlmann

Score 5

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 03.10.2024

Sprache: Deutsch

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Karten mit aufgedruckten Zahlenwerten geben in der Regel einen Hinweis auf ein, wie auch immer geartetes, Stichspiel. Im Falle von Score 5 liegen die Dinge jedoch ein wenig anders. Bis zu fünf Spieler versuchen in diesem Auktionsspiel, die höchsten Karten der jeweiligen Farben zu ersteigern. Veröffentlicht wird das Spiel aus der Feder von Philip DuBarry von HCM Kinzel, die damit ihr Portfolio an schnellen, familienfreundlichen Kartenspielen weiter ausbauen.

Was steckt drin?

In der kleinen, mit einem Magnetverschluss gesicherten, Schachtel, liegen insgesamt 51 Karten. Diese Auktionskarten sind in fünf verschiedene Farben aufgeteilt und zeigen Werte zwischen „5“ und „150“. Für jeden der bis zu fünf Spieler gibt es ein Set aus Startkarten. Die restlichen Karten, das eigentlich Spieldeck, teilt sich nochmals auf. Diese Karten mit einem, zwei oder gar drei Sternen und ihren jeweiligen Zahlenwerten, gilt es im Spielverlauf zu ersteigern.
Daneben liegt noch die 16seitige, kleinformatige Anleitung in der Verpackung.

Wie wird’s gespielt?

Noch ist es überschaubar...

Noch ist es überschaubar…

Jeder Mit-Auktionär erhält ein Start-Set bestehend aus fünf Karten mit Werten zwischen „5“ und „25“. Aus den restlichen Karten wird der Auktionsstapel gebildet. Dieser besteht aus zwölf zufällig ausgewählten Karten. Überzählige Sets sowie die verbliebenen Karten werden nicht benötigt und kommen zurück in die Schachtel.
Gespielt werden insgesamt zwölf Auktionsrunden, die sich wiederum in vier Phasen aufteilen. Zuerst wird die oberste Karte des Stapels aufgedeckt, um die die Spieler bieten. Jeder legt sein Gebot, bestehend aus einer, mehreren oder auch gar keiner Karte verdeckt vor sich ab. Abgegebene Gebote können nachträglich noch ergänzt oder zurückgezogen werden. Möchte niemand sein Gebot ändern, werden die diese aufgedeckt. Derjenige mit dem höchsten Gebot erhält die Karte vom Stapel.

Die Big Points

Die Big Points

Nun wählt der Spieler mit dem nächsthöheren Wert eine Karte des ausliegenden Höchstgebots und integriert diese in sein Deck. Die anderen verfahren ebenso in absteigender Reihenfolge ihrer Gebotshöhe. Auch Spieler, die nichts geboten haben, profitieren hiervon. Anschließend nimmt jeder seine gespielten Karten zurück auf die Hand und die nächste Biet-Runde beginnt.

Nach der zwölften und letzten Auktion erfolgt die Ermittlung des Siegers. Hierzu addieren die Spieler die höchste Karte in der jeweiligen Farbe. Derjenige mit den meisten Punkten gewinnt die Partie.

Kann das Spiel was?

Score 5 macht auf den ersten Blick einen recht unspektakulären Eindruck. Allerdings zeigt sich schnell, dass es doch nicht so schrecklich einfach ist, eine erfolgreiche Bietrunde zu haben. Da die Karten im Umlauf bekannt sind, lässt sich gut taktieren und natürlich auch bluffen. Häufig ist es wichtiger, das zweithöchste Gebot abzugeben, als die Auktion zu gewinnen. Grade in der Frühphase des Spiels kann man den Vorrat an eigenen Handkarten aufstocken, was wiederum im späteren Verlauf verschiedene Vorteile bietet.

Durch die zufällige Verteilung der Karten im Auktionsdeck kann man nie sicher sein, um welche Kartenwerte es geht – zumindest bis der Wert versteigert wird, daher ist natürlich auch ein wenig Glück dabei. Am Ende kommt es nur auf die höchste Karte einer Farbe an – entsprechend entwickeln sich die letzten Runden zu regelrechten Bieterschlachten. Der Autor liefert hier ein spannendes Spiel ab, dass sich sehr schnell und flüssig spielt und sich gut dafür eignet einen etwas anspruchsvolleren Spieleabend ausklingen zu lassen.

Ansprechendes Design

Ansprechendes Design

Ähnlich wie das Spielprinzip selbst, so ist auch die Gestaltung nichts, das auf den ersten Blick unbedingt begeistert. Die Muster und Farben sind nett anzuschauen, ebenso wie das Design der Rückseiten. Allerdings ist der aufgedruckte und gut erkennbare Zahlenwert von Bedeutung. Die Karten haben eine angenehme, seidige Haptik und machen einen qualitativ soliden Eindruck. Sehr gut hat mir die eigentliche Verpackung gefallen – ich bin bekennender Fan solcher Magnetverschlüsse. Das gibt dem Spiel eine gewisse Wertigkeit.
Die Anleitung ist klar strukturiert und ergänzt die Regeln durch verschiedene Beispiele. Dadurch lässt sich schnell losspielen und etwaige Unklarheiten treten erst gar nicht auf.

HCM Kinzel haben auf ihrer Homepage einige rudimentäre Informationen zum Spiel bereitgestellt. Leider wurde auf ein Video-Tutorial oder die Regeln als PDF verzichtet. Diese gibt es stattdessen bei Blue Orange, dem Verlag, der es ursprünglich veröffentlicht hat – allerdings in französischer Sprache.

Wer auf der Suche nach einem schnellen, unkomplizierten, aber durchaus anspruchsvollen Auktionsspiel ist, macht mit Score 5 sicherlich nichts falsch.

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