Rising Sun – Kami Unbound

16.07.2018 von Marcus Pohlmann

Rising Sun - Kami Unbound

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Spieleranzahl: 3 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Spieldauer: 90 bis 120 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.05.2018

Sprache: Englisch

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Hatten die Kami im japanisch angehauchten Strategiespiel Rising Sun von Guillotine Games bisher nur einen indirekten Einfluss auf das Leben der Sterblichen, so nimmt dieser mit der vorliegenden Erweiterung spürbar zu. Mit Rising Sun – Kami Unbound steigen die Götter aus ihren Schreinen herab und wandern durch die umkämpften Provinzen Nippons. Veröffentlicht wird auch diese Erweiterung von Cool Mini Or Not, die bereits das Grundspiel auf den Markt gebracht haben.

Die Rezension von Rising Sun gibt es HIER zum Nachlesen, einschließlich einer Beschreibung der Spielkomponenten und der Abläufe.

In der kleinen Schachtel findet sich neben den sieben Figuren für die Kami und den dazugehörigen Karten auch ein neues Kartenset mit 15 Karten für die Jahreszeiten, sowie die vierseitige Anleitung.
Die Karten können bei der Zusammenstellung des Jahreszeiten-Decks ebenso wie die anderen thematischen Decks integriert werden, weiteres ist nicht zu beachten. Dieses „Mountain“-Set nimmt einen etwas stärkeren Bezug auf Shinto und die Schreine und kann problemlos ohne die Kami genutzt werden. Entscheiden sich die Spieler zusätzlich dafür, mit den Kami zu spielen, werden die Figuren und dazugehörige Karten an die vier gezogenen Schreine angelegt. Am eigentlichen Spielablauf ändert sich dabei nichts; die Effekte der Schreine werden ganz normal abgehandelt.
Hat ein Spieler jedoch die stärkste Präsenz an einem Schrein, kann er den entsprechenden Kami in einer Provinz seiner Wahl platzieren. Die Gottheit zählt nun als reguläre Einheit des Clans mit entsprechender Truppenstärke von „1“ und kann, ebenso wie andere Einheiten, genutzt werden. Allerdings kann die Figur nicht als Geisel genommen oder im Kampf getötet werden. Gleichzeitig nimmt der Kami Einfluss auf die Provinz in der er steht. So verhindert Amaterasu, dass Figuren des Spielers mit der höchsten Ehre sterben. Tsukuyomi beschert allen Spielern, die Figuren in der jeweiligen Provinz haben ein zusätzliches Einkommen, dagegen verhindert Susanoo, dass sich sämtliche Figuren aus einer Provinz heraus bewegen können. Ist Raijin zugegen, zählen nur die Bushi (und Kami) zur Ermittlung der Truppenstärke, während Hachiman die Stärke der Ronin in einer Provinz verdoppelt. Fujin beschert reiche Ernte – alle Spieler, die in dem Landstrich vertreten sind, verdoppeln ihre Erträge durch das entsprechende Mandat. Eine Ausnahme stellt dagegen Ryujin dar, der keinen direkten Effekt auf eine Provinz hat. Stattdessen wird seine Stärke von der Anzahl der verschiedenen Jahreszeitenkarten bestimmt, die ein Spieler hat. In der nächsten Kami-Phase wird erneut bestimmt, wer die Kontrolle über die Gottheiten hat. Auf den Rundenablauf oder gar die Siegbedingungen haben die Kami keinen weiteren Einfluss.

Die Gunst der Kami im Grundspiel war zwar spürbar, aber doch eher etwas, dass die Spieler nebenbei mitgenommen haben – falls es sich grade ergeben hat. Mit Rising Sun – Kami Unbound hat sich diese Gewichtung deutlich verschoben. Abhängig davon, welche Kami im Spiel sind, lassen sich um ihre Beschwörung herum sogar ganze Strategien bauen. Entsprechend kommt nun auch den Shinto-Mönchen eine deutlich größere Bedeutung zu. Dadurch, dass die Götter ganze Provinzen beeinflussen, wird zudem die Bedeutung von Allianzen weiter gestärkt – so können sich die Spieler bei der Kontrolle der Kami absprechen und den größtmöglichen Effekt erzielen. Die neuen Jahreszeiten-Karten funktionieren dagegen auch ohne den Einsatz der Kami sehr gut und liefern etwas Abwechslung, was sich vor allem bei Vielspielern sehr positiv bemerkbar macht.
Das Design der Figuren orientiert sich an den schon bekannten, fantastischen Illustrationen von Adrian Smith. Allerdings sind einige der Details zu weich und kommen leider kaum zur Geltung. Dies mag auch der Art des verwendeten Kunststoffs geschuldet sein, der recht nachgiebig ist. Die Qualität der Karten steht denen des Grundspiels in nichts nach und bewegt sich auf dem hohen Niveau, das Cool Mini Or Not bei allen ihren Publikationen erreichen.
Die deutsche Ausgabe der Erweiterung wird wieder von Asmodee veröffentlicht, die auf ihrer Homepage einen tieferen Einblick in den Inhalt der Box geben.

Rising Sun – Kami Unbound bringt ein komplett neues Element ins Spiel, dass einen nicht unerheblichen Einfluss nimmt und die Spieler zum Überdenken ihrer Strategie zwingt.

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