Querdenken – Um die Ecke denken

09.03.2018 von Marcus Pohlmann

Querdenken - Um die Ecke denken

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Spieleranzahl: 1 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Erscheinungsdatum: 06.02.2018

Sprache: Deutsch

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Das Portfolio des moses.-Verlages strotzt geradezu vor Quiz- und Rätselspielen. Ein klein wenig fällt dabei Querdenken – Um die Ecke denken aus dem Rahmen. Dieses Spiel ist für nur einen Spieler ausgelegt, der sich mit einer ganzen Reihe von Denksportaufgaben die Zeit vertreiben kann, und dabei aus gewohnten Denkstrukturen ausbrechen muss.

Das Hauptaugenmerk beim Öffnen der Schachtel liegt auf den 75 großformatigen Karten mit den Rätseln und Fragestellungen. Auf einigen der durchnummerierten Karten findet sich mehr als eine Aufgabe. Die jeweilige Lösung, teilweise mit ausführlicher Erklärung findet sich auf der Rückseite der Karte. Auf manchen Karten findet der Spieler dagegen die zehn Regeln für Querdenker, beispielsweise „Stell alles in Frage!“ oder „Hör auf Dein Bauchgefühl!“; aber auch Hinweise, um sich einen anderen Blickwinkel auf Probleme anzueignen. Ein dicker Notizblock, ein Bleistift und eine Sanduhr mit dreiminütiger Laufzeit sind ebenfalls enthalten. Eine Übersicht erklärt schließlich das Konzept des Querdenkens und liefert Informationen über den Autor Georg Schumacher.
Die Vorgehensweise bei Querdenken ist ausgesprochen einfach: Der Spieler nimmt sich eine Karte, liest die Aufgabenstellung und versucht das Problem, manchmal sogar unter Zeitdruck, zu lösen. Danach kann noch eine zweite oder dritte Karte gelöst werden – so wie es die Anleitung auch empfiehlt. Die Karten stellen den Spieler vor solche Herausforderungen, wie Zahlenrätsel, Logikprobleme oder Buchstaben- und Worträtsel. Beispielsweise muss der Spieler Wörter finden, die in keinem Duden stehen (Klomate, Scherzbischof, Schraubensaft oder Nunja), Zahlenrätsel knacken oder die Antwort auf, mehr oder minder, komplexe Fragen finden. So fragt der Autor nach der Anzahl der Monate mit 28 Tagen (alle 12), oder will wissen, wie man die Brenndauer einer Zündschnur bestimmt.

Spielern, die sich regelmäßig mit Denksportaufgaben und Logikrätseln beschäftigen, dürften einige der Karten aus Querdenken – Um die Ecke denken bekannt vorkommen. Der Autor weißt explizit darauf hin, dass er sich die Rätsel nicht selbst ausgedacht, sondern aus verschiedenen Quellen zusammen getragen und stellenweise überarbeitet hat. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei sehr unterschiedlich, zumindest empfand ich das so. Bei manchen Karten drängt sich die Lösung schon beinahe auf, beispielsweise bei dem jungen Mann der Mittagssonne eine weiße und eine schwarze Kugel mit verbundenen Augen unterscheiden muss. Bei anderen bin ich auch nach mehreren Minuten angestrengten Grübelns nicht hinter die Lösung gekommen und musste die Rückseite der Karte bemühen – wobei die Lösung mit einem anderen Denkansatz ebenfalls sehr einfach gewesen wäre. Somit hat die Box ihren Zweck voll erfüllt um mich dazu gebracht, gelegentlich außerhalb fester Schemata zu denken und andere Herangehensweisen auszuprobieren.
Die Aufmachung der Box und des Spielmaterials ist, wie so häufig beim moses.-Verlag, sehr ansprechend, hochwertig und ungewöhnlich durchdacht. Die Schachtel selbst präsentiert sich als massiver Schuber, unterteilt in Fächer für Karten, Block, Stift und Sanduhr, Stoffbänder erleichtern dabei das Herausnehmen der Karten erheblich. Die wenigen Illustrationen und Bildmontagen geben gelegentlich Hinweise auf die Lösung oder dienen der weiteren Verwirrung des Spielers, passen aber in jedem Fall zur Problematik.
Einen Überblick über Material, Aufmachung und einige der zu lösenden Fragen bekommt der Spieler auf der Internetpräsenz des Verlages.

Querdenken – Um die Ecke denken ist kein Spiel an sich, sondern eher unterhaltsames, und manchmal auch anstrengendes, Training für die Gehirnwindungen.

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