One Mind

10.03.2026 von Marcus Pohlmann

One Mind

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Spieleranzahl: 2 bis 8 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 27.01.2026

Sprache: Deutsch

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Ganz frisch auf dem Markt ist das Assoziations- und Wortspiel One Mind, auf das ich schon in Nürnberg einen Blick erhaschen konnte. Bis zu acht Teilnehmer versuchen dabei gleiche Begriffe zu finden – ohne sich abzusprechen. Inzwischen hatte ich die Gelegenheit, das Spiel unter „realen“ Bedingungen ausführlich zu testen. Veröffentlicht wird es von Schmidt Spiele, die damit die Reihe ihrer Familien- aber auch Partyspiele weiter ergänzen.

Was steckt drin?

In der Schachtel findet sich eine Rundenleiste, mit Platz, um insgesamt sieben Kartenreihen untereinanderzulegen. Die oberste Reihe ist dabei dem jeweiligen Startbegriff vorbehalten. Bis zu 24 „Edelsteine“, bernsteinfarbene Kunststoffbrocken, gilt es im Spielverlauf zu sammeln. Ein kleiner Samtbeutel mit 23 Buchstabenchips kommt bei der Auswahl des Anfangsbuchstabens zum Einsatz. Jeder Chip hat auf der Rückseite ein Fragezeichen. Für die Spieler gibt es je einen Satz mit sieben wiederbeschreibbaren Karten. Dazu gehören abwischbare Stifte. Die Regeln (in Deutsch, Englisch und Französisch) finden in der 24seitigen Anleitung Platz.

Wie wird’s gespielt?

Jeder Spieler bekommt einen Satz Karten samt Stift. Außerdem werden je nach Größe der Spielrunde und gewählter Schwierigkeit eine gewisse Anzahl der Edelsteine ausgelegt. Die Bandbreite recht dabei beispielsweise in einer Partie zu fünft von 10 bis 18. Die Rundenleiste kommt gut erreichbar in die Tischmitte, anschließend zieht jeder einen Buchstabenchip aus dem Beutel. Nun schreiben die Spieler einen Begriff auf ihre Karten, der mit dem gezogenen Buchstaben beginnt – diese werden in die oberste Reihe gelegt.

Der Grundstock ist gelegt

Der Grundstock ist gelegt

Jede Runde erstreckt sich über drei Phasen, die nacheinander durchlaufen werden. Zu Beginn des Durchgangs wird ein zufälliger Chip aus dem Beutel gezogen und geworfen. Landet er mit dem Buchstaben nach oben, muss das folgende Wort mit eben jener Letter anfangen. Beim Fragezeichen gibt es keine solchen Einschränkungen.

In der zweiten Phase schreiben alle Spieler gleichzeitig und ohne, dass es ihre Mitspieler sehen können, ein Wort auf ihre nächste Karte. Dies sollte einen Bezug zu möglichst vielen bereits ausliegenden Begriffe haben.
Nun folgt die Auswertung. Haben mehrere Spieler) das gleiche, oder sinngemäß übereinstimmende, Wort aufgeschrieben, werden die Karten übereinandergelegt. Sie erhalten als Belohnung einen, beim ersten gemeinsamen Begriff zwei, der Edelsteine. Anschließend folgt die nächste Runde nun wiederum mit Bezug auf die aktuell sichtbaren Worte.

Das passt leider nicht ganz

Das passt leider nicht ganz

Dies wird so lange fortgesetzt, bis sie alle Edelsteine eingesammelt haben – in diesem Fall haben sie die Partie gemeinsam gewonnen. Sind nach dem sechsten Durchgang noch Steine übrig, endet das Spiel mit einer Niederlage.

Die Anleitung schlägt mehrere Spielvarianten vor, mit denen sich der Schwierigkeitsgrad modifizieren lässt. So ist beispielsweise die Nutzung von Tiernamen untersagt oder die Buchstabenauswahl entfällt.

Kann das Spiel was?

Die Grundfrage, die Autorin Sophia Wagner bei One Mind stellt, ist: „Hattet ihr alle schon einmal denselben Gedanken?“. Und tatsächlich funktioniert dies, teilweise erschreckend gut. Die Mitspieler meiner ersten Testrunde kenne ich schon sehr lange und hier haben sich, ganz ohne Absprache, schnell Themen herauskristallisiert, zu denen wir alle ähnliche Assoziationen haben. In diesem Fall waren es häufig Verweise auf Spiele oder Filme. Hier war es relativ problemlos möglich selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad zu gewinnen. Die Zusammensetzung der zweiten Spielergruppe war etwas durchmischter und entsprechend größer war die Herausforderung. Aber auch hier hat die Spielidee nach kurzer Zeit gegriffen und es gelang häufig, die Runden siegreich abzuschließen. Dabei macht das Ganze durchaus Spaß und sorgt für ein Erfolgserlebnis, wenn sich schwierige Begriffe verbinden lassen. An den Probespielen waren fünf beziehungsweise sechs Spieler beteiligt, was für ordentlich Abwechslung und eine Vielzahl unterschiedlichster Begriffe gesorgt hat. Eine Runde mit weniger Spieler ist zwar auch möglich, allerdings vermute ich, dass hier der Spielspaß bis zu einem gewissen Grad auf der Strecke bleibt. Unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer verändert sich die Dauer einer Partie nur unwesentlich – sieht man von der abschließenden Erklärung der Assoziationen ab, was bei meinen Runden häufig vorkam.

Ein Blick in den Beutel

Ein Blick in den Beutel

Die Aufmachung ist recht unspektakulär, aber qualitativ hochwertig und erfüllt ihren Zweck. Die Edelsteine wirken dabei etwas wuchtig, was nicht weiter stört. Die Karten haben schon einige Einsätze unbeschadet überstanden und dürften noch lange einsatzfähig bleiben – auch die Stifte zeigen bisher keine Ermüdungserscheinungen. Ablaufbeispiele ergänzen die recht einfachen Regeln. So findet man schnell den Einstieg, was das Spiel sowohl als Familienspiel, auch mit jüngeren Zockern, oder Partyspiel interessant macht.

Schmidt Spiele haben auf ihrer Homepage nehmen weiteren Informationen zum Spiel die Regeln zum Download bereitgestellt. Ein Tutorial-Video ist in der Anleitung verlinkt.

Wer ein schnelles unkompliziertes Spiel um Wort-Assoziationen sucht, bekommt mit One Mind genau das Richtige – auch für größere Spielrunden.

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