Mosquitozzz

19.03.2019 von Marcus Pohlmann

Mosquitozzz

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieldauer: 20 bis 40 Minuten

Erscheinungsdatum: 25.10.2018

Sprache: Deutsch

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Bisher kannte ich den Sphinx Spieleverlag durch seine „Schwarze Reihe“: Spiele mit meist morbidem Hintergrund. Dass es auch eine „Biologische Reihe“ gibt, habe ich erst auf der letztjährigen SPIEL erfahren. Der neueste Vertreter dieser Gattung ist Mosquitozzz, bei dem sich bis zu vier Spieler gegen die lästigen Plagegeister, mal alleine, mal gemeinsam, zur Wehr setzen müssen.

Was steckt drin?

40 kleine, rote Holzquader dienen als Blutvorrat für die Spieler. 15, ebenfalls rote, Holzscheiben stehen für die Mücken. Diese müssen vor Spielbeginn noch beklebt werden. Auf der einen Seite die lebende, blutgierige Mücke, auf der zweiten Seite ein zermatschter Fleck. Für jeden Spieler gibt es ein Kartendeck mit acht Karten, sowie eine Übersichts- und eine Charakterkarte. Diese Karten teilen sich wiederum in drei Kategorien auf: Rote Karten verstärken den Mückenschwarm, blaue Karten heilen den Spieler und grüne Karten dienen der Abwehr. Für den Mückenschwarm stehen insgesamt 24 Karten sowie eine Erläuterungskarte zur Verfügung.

Bereit für die Schlacht

Bereit für die Schlacht

Dieser Stapel besteht wieder aus roten Karten, die mehr Mücken liefern. Hinzu kommen orangene Karten, durch diese verliert der Spieler beispielsweise direkt Blut verliert oder er kann die Lampe weitergeben. Für die kooperative Spielvariante gibt es zehn weitere Schwarmkarten. Die 32 blauen und grünen Erfahrungskarten verstärken weiteren Spielverlauf die Decks der Spieler. Schließlich gibt es noch die Lampenkarte für den Startspieler, sowie die vierseitige Anleitung.

Wie wird’s gespielt?

Jeder Spieler legt 10 Blutstropfen auf seine Charakterkarte, nimmt eine „Flache Hand“-Karte aus seinem Deck, mischt dieses und zieht vier weitere Handkarten. Die Stapel mit den Schwarm- und Erfahrungskarten werden gemischt, anschließend noch drei Erfahrungskarten aufgedeckt.

Die Moskito-Plage bricht los

Die Moskito-Plage bricht los

Der Spieler, vor dem die Lampe liegt ist der aktuelle Startspieler und muss sich in dieser Runde gegen die Moskitos zur Wehr setzen. Eine Spielrunde besteht dabei aus vier Phasen: Im ersten Abschnitt der Runde, dem Schwarmwachstum, legt jeder Spieler eine seiner Handkarten verdeckt vor sich ab. Nach dem gleichzeitigen Aufdecken lassen alle roten Karten den Schwarm anwachsen. Die restlichen Karten bleiben vor den Spielern liegen. Nun deckt der Spieler noch die oberste Karte des Schwarmstapels auf und fügt diese dem Schwarm hinzu. In der Verteidigungs-Phase kann der aktive Spieler blaue und grüne Karten aus seiner Hand nutzen, aber auch solche, die noch vor den Mitspielern ausliegen. Diese Phase endet mit dem Ausspielen einer oder mehrerer „Flache Hand“-Karten. Der aktive Spieler nimmt dafür die bisher nicht abgewehrten Moskito-Spielsteine in beide Hände, schüttelt sie und schlägt sie auf den Tisch. Zermatschte Mücken werden aus dem Schwarm entfernt.

In der dritten Phase verliert der Spieler nun für jeden übrig gebliebenen Moskito einen Blutmarker. Die abgewehrten Schwarmkarten und eine ausliegende Erfahrungskarte kommen in sein Deck. In der letzten Phase wird ein neuer Startspieler bestimmt, außerdem ergänzen alle Spieler ihre Handkarten wieder auf fünf Stück.
Hat ein Spieler alle Blutstropfen verloren oder ist der Schwarmstapel aufgebraucht endet die Partie. Der Spieler mit dem größten Blutvorrat gewinnt.
In der kooperativen Spielvariante werden die Kartendecks etwas anders zusammengestellt. Hier gewinnen die Spieler gemeinsam, wenn es ihnen gelingt, den kompletten Schwarmstapel durchzuspielen, ohne dass ein Spieler seinen letzten Blutstropfen verliert.

Kann das Spiel was?

Ein schreckliches Gemetzel!

Ein schreckliches Gemetzel!

Im Grunde genommen ist Mosquitozzz ein hübsches kleines Ärger-Spiel mit einem einfachen Deckbuilding-Mechanismus. Die Regeln sind schnell erklärt, die Kartensortierung nimmt allerdings etwas Zeit in Anspruch. Der Spielablauf sorgt dafür, dass sich kein Spieler langweilt – auch das Spielende kommt unweigerlich (und manchmal sehr abrupt) näher. Die kooperative Variante dauert etwas länger und stellt völlig andere Anforderungen an die Spieler. Hier hatte ich deutlich weniger Spaß – einfach weil es kontraproduktiv ist, die Mitspieler zu ärgern. Besonders schön ist natürlich das Erschlagen der Mücken mit der flachen Hand gelöst, ein hübsches Gimmick, das die Thematik ideal umsetzt.

Die Illustrationen sind ein wenig krakelig und haben einen sehr eigenen Charme. An der Qualität des gesamten Spielmaterials gibt es nichts zu beanstanden. Etwas Bedanken habe ich jedoch bei der langfristigen Haltbarkeit des Aufdrucks auf den Moskito-Markern – diese sind doch recht hoher Beanspruchung ausgesetzt. Die Anleitung führt übersichtlich durch den Spielablauf, vor allem die ausführliche Erklärung der Karten ist hilfreich.
Mehr Bilder und einen Download-Link zur Anleitung gibt es auf der Homepage vom Sphinx Spieleverlag.

Mit Mosquitozzz bekommen die Spieler eine schnelle, lustige und manchmal gemeine Trainingsmöglichkeit für die nächste Mückensaison.

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