Monopoly – Cthulhu Edition

07.03.2018 von Marcus Pohlmann

Monopoly - Cthulhu Edition

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Spieleranzahl: 2 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 45 Minuten

Erscheinungsdatum: 15.01.2017

Sprache: Deutsch

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Vor kurzem musste ich bei der Durchsicht meiner – eigentlich recht umfangreichen – Spielesammlung feststellen, dass mir einer DER Klassiker schlechthin fehlt. Ich habe tatsächlich kein Monopoly im Haus. Um diesem Umstand Abhilfe zu schaffen, machte ich mich in den Weiten des Internets auf die Suche nach einem Exemplar. Eine kurze Recherche förderte tatsächlich eine gewaltige Anzahl an Varianten des ursprünglichen Spiels von Hasbro zu Tage. Schließlich entschied ich mich, wenig überraschend, für die Cthulhu Edition, die in Lizenz von Winning Moves hergestellt und vertrieben wird.

Die Sichtung des Spielmaterials nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Zuerst ist da natürlich der gewaltige Packen Spielgeld, gestaffelt in 1er, 5er, 10er, 50er, 100er und 500er. Diese zeigen neben den eigentlichen Zahlen auch verschiedene Kreaturen des Mythos. 32 grüne Häuser (Grüfte) und 12 rote Hotels (Mausoleen) aus Kunststoff können die Spieler im Spielverlauf errichten. Jeweils 16 Wissen- und Vernunft-Karten gehören zum Spielmaterial, ebenso wie 28 Besitzrechtskarten. Diese enthalten auf einer Seite eine Illustration der entsprechenden Kreaturen mit ihren Hypothekenkosten, auf der anderen Seite sind die Miet- und Baukosten angegeben. Das Spielbrett selbst enthält nicht die gewohnten Straßennamen, an deren Stelle sind nun Monster aus dem Lovecraft-Universum getreten. So ersetzt der Große Cthulhu die Schloßallee, die Goethestraße wird von Hastur übernommen und auf der Poststraße wartet Wilbur Whateley. Die Bahnhöfe werden durch verschiedene Fortbewegungsmittel der 1920er ausgetauscht, auch die Miskatonic Universität und das Arkham Asylum haben es auf den Spielplan geschafft. Die sechs Spielfiguren sind aus Metall und zeigen beispielsweise das Necronomicon, einen Ritualdolch oder eine Statuette. Eine Anleitung und zwei sechsseitige Würfel vervollständigen das Spielmaterial.
Spielerisch ändert sich im Vergleich zu anderen Monopoly-Varianten in dieser Edition nichts. Jeder Spieler bekommt einen gewissen Betrag als Startkapital und platziert seine Spielfigur auf dem LOS-Feld. Die Karten werden auf die jeweiligen Felder des Spielplans gelegt und ein Spieler übernimmt als Bank die Verwaltung des Geldes und der Gebäude.
Ist ein Spieler an der Reihe, so wirft er zwei sechsseitige Würfel und zieht die entsprechende Augenzahl nach vorne. Kommt er auf ein unbesetztes Kreaturen-Feld, so kann er dies kaufen, indem er die entsprechende Summe an die Bank bezahlt. Gehört das Feld einem anderen Spieler, so muss entsprechend Miete gezahlt werden. Landet der Spieler dagegen auf einem Wissen- oder Vernunft-Feld, so zieht er eine Karte vom jeweiligen Stapel und führt diese sofort aus. Diese gewähren dem Spieler zusätzliche Einnahmen (oder Ausgaben), positionieren die Spielfigur um oder haben andere Effekte. Hat ein Spieler alle Kreaturen einer Farbe, so kann er auf den Feldern Grüfte und später Mausoleen errichten, was die Miete in die Höhe treibt. Daneben könne Spieler Gebäude verkaufen oder Hypotheken aufnehmen um einen kurzen finanziellen Engpass zu überbrücken. Auch der Handel zwischen zwei Spielern ist gestattet. Hat ein Spieler seinen Zug beendet, gibt er die Würfel weiter und der nächste ist an der Reihe. Das Spiel endet, wenn alle Spieler, bis auf einen, bankrott sind.
Zusätzlich zu diesen Grundregeln gibt es auch eine Variante für ein beschleunigtes Spiel. In diesem Fall starten die Spieler schon mit Kreaturen und das Spiel endet, wenn nur ein Spieler pleite ist.

Ob wirklich alles mit Cthulhu besser ist, wie der großartige John Kovalic geschrieben hat, lasse ich jetzt einfach mal so im Raum stehen. Monopoly ist nach wie vor ein einfaches, lustiges und spannendes Spiel für die ganze Familie – allerdings wirkt die cthuloide Thematik doch arg aufgesetzt. Es erschließt sich mir einfach nicht, warum ich Mythos-Kreaturen einkaufen sollte, um dann auf diesen Grüfte zu platzieren. Auch die Ereignis- und Gesellschaftskarten sind praktisch 1:1 aus dem ursprünglichen Spiel übernommen, lediglich Grafik und Flufftext sind angepasst. Der Hintergrund hätte wahrscheinlich mit anderen Voraussetzungen etwas mehr hergegeben, doch dann wäre der typische Monopoly-Charakter verloren gegangen. Das Spielprinzip funktioniert tadellos, auch wenn sich die Endphase bisweilen zu lange hinzieht. In diesem Fall kommt gerne die Variante für das beschleunigt Spiel zum Einsatz.
Die Illustrationen sind durchweg stimmig und, entsprechend der Thematik, recht düster gehalten. Das Spielmaterial ist solide und wirklich hübsch anzuschauen, auch wenn die Karten durchaus auf einem stabileren Material hätten gedruckt sein können. Die Spielfiguren aus Metall sind nett und liefern einen kleinen Bezug zum Mythos. Der Aufbau der Anleitung ist ein wenig unübersichtlich, was aber kein großes Hindernis darstellt. Einen Eindruck vom Spielmaterial können sich unsere Leser HIER machen.

Die Optik ist ansprechend, das Spielmaterial hochwertig und der Spielablauf bewährt. Dennoch wollen Monopoly und der Cthulhu-Mythos, zumindest für mich, nicht wirklich zusammen passen.

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