Last Bastion

11.11.2019 von Marcus Pohlmann

Last Bastion

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Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Spieldauer: ca. 45 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.10.2019

Sprache: Deutsch

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Die Königin des Schreckens hat mit ihren finsteren Horden das ganze Land überrannt. Das ganze Land? Nein! Eine Handvoll wackerer Recken hat sich in der letzten Zuflucht verschanzt und leistet Widerstand. So viel zur Hintergrundgeschichte von Last Bastion, in der vier Spieler gemeinsam gegen die anbrandenden Monsterwellen kämpfen. Repos Production veröffentlichen das Spiel von Antoine Bauza; der Vertrieb auf dem hiesigen Markt liegt in den bewährten Händen von Asmodee.

Was steckt drin?

Im Zentrum des Spiels steht natürlich die titelgebende letzte Bastion, bestehend aus vier Mauerelementen, die den Rahmen bilden und neun Feldern im Innern. Diese haben unterschiedliche Effekte. So schwächt die Standarte beispielsweise einen Monstertyp, das Grab der Alten Könige vernichtet einen Angreifer und das Lazarett bringt einen verwundeten Helden wieder auf die Beine. Außen an die vier Seiten der Befestigungsanlage werden die Hordentableaus angelegt. Die Farbe des Tableaus bestimmt dabei die Zuordnung der Monsterart. Die Monster selbst finden sich auf insgesamt 50 Karten. Auf diesen ist eine großformatige Illustration der Kreatur, ihr Widerstandswert und die besonderen Effekte, die sie mit ins Spiel bringt. Beispielsweise zwingt der Schattenritter, den Spieler eine weitere Monsterkarte zu ziehen, der Zombielord platziert einen „Finsteren Einfluss“-Marker oder der Schattenspäher blockiert einen Kampfwürfel für die Spieler. Außerdem gibt es noch 10 Warlord-Karten – besonders mächtige Monster und die „Endgegner“ des Kampfes.

Die Verteidigung steht

Die Verteidigung steht

Die letzte Komponente des Spielplans sind die acht Heldentableaus. Diese bieten Platz für Marker, wie beispielsweise Lebenspunkte und Ausrüstung und listen die Sonderfertigkeit des Helden. Dazu passend gibt es acht Miniaturen, von der Kampfmagierin über den zwergischen Berserker bis hin zum flinken Halbling. Farbige Ringe zur Markierung, Marker und Figuren für Spieleffekte gehören ebenfalls zur Ausstattung. Vier sechsseitige Kampfwürfel zeigen auf ihren Seiten die fünf Farben der Monster und einen Joker. Der Würfel des Verderbens kommt durch Fähigkeiten der Gegner zum Einsatz. Dieser lässt die Helden Lebenspunkte verlieren, platziert Einflussmarker oder unterbindet Bewegungen. Die zwölfseitige Anleitung, eine vierseitige Symbolübersicht und ein Wertungsblatt komplettieren das Spielmaterial.

Wie wird’s gespielt?

Der Spielplan wird aufgebaut und die Gebäude zufällig innerhalb der Bastion verteilt. Jeder Spieler wählt einen Charakter, bekommt die entsprechende Figur, drei Lebenspunkte, einen Befehl- sowie einen Ausrüstungsmarker. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad kommen eine oder mehrere Warlord-Karten in den Hordenstapel.
Der Zug eines Spielers beginnt mit der Hordenphase. Dabei werden zuerst die Effekte der bereits ausliegenden Hordenkarten abgehandelt. Häufig verlieren die Charaktere hier Lebenspunkte oder Ausrüstungsmarker. Sollten Marker für „Bösen Einfluss“ ins Spiel kommen, entscheidet der aktive Spieler, welche Helden- oder Ortsfähigkeiten damit blockiert werden. Ist auf dem Hordentableau des Spielers noch mindestens ein freier Platz, zieht er eine Hordenkarte und platziert sie auf dem Tableau mit der entsprechenden Farbe. Ist das Tableau dagegen mit drei Karten voll belegt, kommt dessen Effekt zum Tragen; in diesem Fall verlieren alle Helden beispielsweise ihre Bewegung, Marker oder Lebenspunkte.
Daran schließt sich die Heldenphase an.

Die wackeren Kämpfer

Die wackeren Kämpfer

In dieser kann der Spieler seine Figur ein Feld innerhalb der Bastion bewegen. Außerdem kann er sich entscheiden, den Effekt des Feldes zu nutzen auf dem er steht, oder Monster auf angrenzenden Feldern anzugreifen. Für den Kampf wirft er drei Würfel und muss damit den Widerstand des Monsters mindestens erreichen. Fähigkeiten der Charaktere, Ausrüstungsgegenstände oder die Standarte bringen zusätzliche Erfolge. Ist das Monster besiegt, werden eventuelle Todeseffekte abgehandelt. Diese können positive oder auch negative Auswirkungen haben, anschließend wird die Hordenkarte abgelegt. Gelingt es dem Spieler nicht, das Monster zu besiegen, hat dies keine weiteren Auswirkungen. Darüber hinaus kann der Spieler einen Befehlsmarker ablegen und damit den Effekt eines beliebigen Bastionsfeldes nutzen.
Das Spiel endet mit einem Sieg der Spieler, wenn der letzte Warlord im Hordenstapel besiegt wurde. Sind Helden außer Gefecht, sind drei Bastionsfelder unter bösem Einfluss oder ist der Hordenstapel leer, haben die Spieler dagegen verloren.

Kann das Spiel was?

In den ersten zwei oder drei Zügen wirkt Last Bastion recht träge und behäbig. Doch sehr schnell müssen die Spieler sich arg ins Zeug legen, um den Monstern Einhalt zu gebieten. Je nach Verteilung der Hordenkarten und Würfelglück ist das Spiel selbst auf der einfachsten der vier Schwierigkeitsstufen eine echte Herausforderung. Die Spieler müssen ihre Aktionen gut koordinieren und sich auf eine gemeinsame Taktik einigen. Die Entscheidung, ob es besser ist, anzugreifen, oder ein Bastionsfeld zu nutzen, fällt dabei häufig schwer. Vor allem die Mechanik, des sich ausbreitenden Einflusses sorgt für wirkliche Probleme – und war mehr als einmal Grund für eine Niederlage. Mit einigen Spielrunden Erfahrung, der richtigen Auswahl an Charakteren (Paladin, Priester, Falkner, Berserker) und etwas Würfelglück lässt sich die Bastion sogar auf der Schwierigkeitsstufe „Heroisch“ erfolgreich verteidigen.

Die Horde kommt

Die Horde kommt

Es ist zwar möglich alleine zu spielen, aber richtig Spaß macht das Spiel zu viert. Die Wartezeiten sind praktisch nicht vorhanden, da jeder ständig ins Spielgeschehen eingebunden ist, auch die Spieldauer verlängert sich dadurch nicht. Durch acht Helden und zehn Warlords ist zudem Abwechslung gegeben und keine Partie gleicht der anderen.
Die Illustrationen setzen sowohl den finsteren Charakter der Horde als auch die Helden stimmig um. Die Figuren sind schön gestaltet und für ein Brettspiel ausreichend detailliert. Auch das restliche Spielmaterial macht einen sehr guten, wertigen Eindruck. Einzig die Hordenkarten wirken etwas zu dünn – hier können Hüllen Abhilfe schaffen. Die Regeln sind ausführlich und nutzen viele Abbildungen und Beispiele, um die Abläufe zu erklären. Zudem wurde in der deutschen Version bereits ein FAQ mit eingearbeitet.

Asmodee liefern auf ihrer Homepage mehr Informationen zum Spiel. Neugierige Leser können dort auch gleich einen Blick in die Regeln werfen.

Last Bastion setzt das von Computerspielen bekannte Prinzip der „Tower Defence“ wirklich gelungen für den heimischen Spieltisch um.

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