Kuhle Kühe

02.08.2019 von Marcus Pohlmann

Kuhle Kühe

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 9 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 12.07.2019

Sprache: Deutsch

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Einer der häufig vergessenen Gedenktage ist der „Tag der Kuh“, der traditionell am zweiten Freitag im Juli begangen wird. Daher bietet es sich an, dass Games Factory diesen Tag nutzen, um ihr Karten-Lege-Spiel Kuhle Kühe auf den Markt zu bringen. Dabei müssen bis zu fünf Spieler ihren Herden aufbauen und die Rindviecher ordentlich mästen.

Was steckt drin?

Alleine die Verpackung in Form eines Tetra-Packs Milch fällt sofort ins Auge. Im Innern liegt die Muh-Dose, die ein muhendes (oder blökendes) Geräusch von sich gibt. Drei Auszeichnungs-Marker aus Pappe geben bei Spielende zusätzliche Punkte. Im Mittelpunkt des Spiels stehen jedoch die 90 Karten. Bei 56 davon handelt es sich um Köpfe, Mittel- und Hinterteile von Kühen. Dabei unterscheidet das Spiel in drei Rassen: Longhorn, Holstein und Hochland. Hinzu kommen noch sieben Kälber. Außerdem stehen den Spieler 27 Aktionskarten zu Verfügung. Die achtseitige Anleitung komplettiert das Spielmaterial.

Wie wird’s gespielt?

Die Auszeichnung und die Muh-Dose kommen in Reichweite, jeder Spieler erhält sechs Handkarten, die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel.

Die Rinderzucht ist eröffnet

Die Rinderzucht ist eröffnet

Eine Spielrunde teilt sich dabei in zwei Phasen auf. In der ersten Phase muss sich der Spieler für eine von drei verschiedenen Aktionen entscheiden. Er kann einfach zwei Karten vom Nachziehstapel nehmen oder er zieht sich eine offene Kuhkarte vom Ablagestapel. Als letzte Möglichkeit kann der Spieler einen Kuhhandel auslösen, in dem er die Muhdose umdreht. Anschließend muss jeder Spieler zwei seiner Handkarten an seinen linken Nachbarn weitergeben.
Die zweite Phase nutzt der Spieler, um seine Handkarten auszuspielen. Eine Beschränkung der Anzahl gibt es dabei nicht. Einzig das Kartenlimit von acht Handkarten gibt ein Limit vor. Eine ausgespielte Kuh muss immer mindestens aus einem Kopf und einem Hinterteil der gleichen Rasse bestehen. Joker oder die Karte „Rassen-Kreuzung“ bilden dabei eine Ausnahme. Bereits ausgelegt Kühe können nur in Verbindung mit einer „Futter“-Karte in späteren Runde verlängert werden. Kälber können dagegen erst ausgelegt werden, wenn der Spieler bereits eine Kuh hat. Mit den Aktionskarten kann der Spieler Kühe stehlen oder verkleinern, seine eigenen Kühe vor Angriffen schützen, zusätzliche Karten ziehen oder zwei Züge hintereinander spielen.

Reinrassige Züchtungen

Reinrassige Züchtungen

Ist der Nachziehstapel aufgebraucht wird noch eine Runde gespielt. Anschließend erfolgt die Punktauswertung. Pro Kalb erhält der Spieler einen Punkt, reinrassige Kühe geben pro Karte zwei Punkte und gemischtrassige einen. Außerdem gibt es noch Extra-Punkte für die meisten Kühe, die erste und die längste Kuh. Der Spieler mit den meisten Punkten ist Sieger.

Kann das Spiel was?

Um ehrlich zu sein, wäre Kuhle Kühe völlig an mir vorbei gegangen, hätte ich nicht auf der Nürnberger Spielwarenmesse die wirklich originelle Verpackung gesehen. Allerdings hat es dann doch noch ein halbes Jahr gedauert, bis das Spiel auch in den Läden stand. Das Spielprinzip ist einfach, die Abläufe schnell erklärt und eine Partie dauert keine halbe Stunde. Dies alles spricht für ein locker-leichtes Familienspiel – allerdings sind einige der Sonderkarten schon recht gemein. Wenn beispielsweise die größte Kuh durch Aliens entführt wird oder wenn ein Mitspieler die guten Karten aus der Hand klaut, kann dies schon für böse Blicke sorgen. Letzten Endes macht das Spiel jedoch ziemlich viel Spaß. Zwar lässt sich Kuhle Kühe auch zu zweit spielen, allerdings kommen die Sonderkarten und auch der Kuhhandel erst mit vier oder fünf Spielern richtig zur Geltung.

Ein paar Gemeinheiten

Ein paar Gemeinheiten

Steve Downer war fleißig und hat jeder Karte eine eigene Illustration spendiert. Dies sorgt beim Spielen für Abwechslung, außerdem unterstreicht dies die hervorragende Aufmachung. Die Verpackung ist ein ausgesprochen gelungener Eyecatcher – logistisch aber wahrscheinlich ein Alptraum. Die Muh-Dose kommt zwar nicht häufig zum Einsatz, wäre auch nicht zwingend nötig gewesen, ist aber ein nettes Gimmick und passt zum stimmigen Gesamteindruck.

Mehr Informationen und Videos zum Spiel gibt es auf der Homepage der Games Factory.

Mit Kuhle Kühe bekommen die Spieler ein lustiges, manchmal gemeines Kartenspiel in einer wirklich außergewöhnlichen Aufmachung.

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