King of Tokyo – Mindbug

24.06.2026 von Marcus Pohlmann

King of Tokyo - Mindbug

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Spieleranzahl: 2 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 23.10.2025

Sprache: Deutsch

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King of Tokyo ist schon seit vielen Jahren nicht mehr bei meinen Spieleabenden wegzudenken. Mittlerweile habe ich (fast) alle Ableger und Erweiterungen der Monster-Prügelei in meiner Sammlung gefunden. Und immer wieder fallen Iello neue Möglichkeiten ein, um die Würfelorgie auszubauen. Für den aktuellen Zuwachs, erschienen im letzten Jahr auf der SPIEL, wird das Spielprinzip mit Elementen aus Mindbug verquickt – einem ausgesprochen gelungenen Zwei-Personen-Spiel. Folgerichtig trägt die Erweiterung dann auch den Titel King of Tokyo – Mindbug und benötigt zum Einsatz mindestens das Grundspiel.

Was steckt drin?

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Komponenten dieser Erweiterung nicht übermäßig von dem bereits bekannten Spielmaterial. Es gibt drei neue Monster, die Gigaschneckenhydra, die Riesenschimäre und den Master Mindbug. Die Ausstattung für jedes von ihnen umfasst die Monstertafel mit einer Illustration und den Anzeigern für Lebens- und Siegpunkte. Aufsteller für den Spielplan und Monsterplättchen zum Einsatz der noch boshafter-Erweiterung gehören ebenso dazu. Von größerer Bedeutung sind die jeweils acht dazugehörigen Evolutionskarten – mit je vier permanenten und temporären Effekte. So kann beispielsweise der Master Mindbug die Handlungen seiner Mitspieler beeinflussen, die Gigaschneckenhydra ist schwieriger zu besiegen und die Riesenschimäre kann Einfluss auf praktisch alle Spielsituationen nehmen. 24 Powerkarten sind im Aufbau ähnlich den schon bekannten Karten des Originals – Energiekosten, eine Illustration, der Titel und die Beschreibung des Effekts finden sich hier. Jedoch unterscheiden sie sich in der Gestaltung der Rückseite. Zudem bringen sie eine neue Spielmechanik mit sich. Viele der Karten tragen das Stichwort „Verbrauchen“. Dies besagt, dass sie nur einmal genutzt werden können – allerdings kann sich der Spieler den Zeitpunkt dazu aussuchen.

Mächtige Monster mischen mit

Mächtige Monster mischen mit

Hinzu kommen weitere Effekte, die durch bestimmte Schlüsselwörter gekennzeichnet sind. „Jäger“ lässt ein Monster die Angriffe auf einen Gegner konzentrieren. Bei „Raffiniert“ verliert jeder Spieler so viele Siegpunkte, wie der Nutzer der Karte hinzugewinnt. Durch „Giftig“ erleiden Angreifer und Angegriffener den gleichen Schaden. Mit „Robust“ werden dagegen die Klauen ignoriert. Schließlich kann ein Spieler durch „Raserei“ einen kompletten zusätzlichen Zug ausführen. Acht Papp-Chips mit den titelgebenden Mindbugs kommen bei der neuen Spielmechanik zum Einsatz. Sechs Übersichtskarten mit den Begrifflichkeiten und die sechsseitige Anleitung runden das Spielmaterial ab.

Wie wird’s gespielt?

Beim Aufbau können sich die Spieler für zwei Varianten entscheiden. Im ersten Fall, dem „Mindbug-Test“, werden die Powerkarten der Erweiterung zusammen mit denen des Grundspiels in einen Stapel gemischt. Bei der „Mindbug-Erfahrung“ wird nur mit den 24 Karten aus King of Tokyo – Mindbug gespielt. Außerdem bekommt jeder eine Übersichtskarte mit den neuen Schlüsselwörtern und einen Mindbug-Chip. Der restliche Spielaufbau und die Siegbedingungen bleiben weitgehend unverändert.

Die neuen Kreaturen im Detail

Die neuen Kreaturen im Detail

Im Ablauf gibt es dagegen eine wichtige Änderung: Hat ein Spieler seinen Würfelwurf abgeschlossen und möchte das Ergebnis auswerten, kann ein Mitspieler seinen Mindbug-Chip einsetzen und das Wurfergebnis „kapern“. Das heißt, dass er alle Würfel beliebig nutzen kann. Der so um seine Aktivierung gebrachte Spieler würfelt erneut – wobei auch dieser Zug nicht vor den Hirnkäfern sicher ist.

Der Einsatz der Schlüsselwörter und der Verbrauchen-Karten integriert sich dagegen wie gewohnt in den Spielablauf. Die entsprechenden Effekte kommen beim Nutzen der Karte zum Tragen.

Kann das Spiel was?

Glücklicherweise muss man sich bei King of Tokyo keine Gedanken über Spielbalance, Ausgeglichenheit oder Fairness machen – sonst wäre der Einsatz einiger Powerkarten und der Mindbugs ein größeres Problem. So werden die Partien mit King of Tokyo – Mindbug deutlich gemeiner und haben einen höheren Ärgerfaktor. Gleichzeitig ergeben sich hier einige Möglichkeiten, den eigenen Spielstil zu modifizieren und sein Monster zu optimieren. Grade die Effekte der neuen Schlüsselwörter finde ich dabei sehr stark – aber auch thematisch passend.

Evolutionen

Evolutionen

Der Einsatz von frischem Material ist, zumindest für Vielspieler wie mich, generell willkommen. Vor allem, da es dem Autor gelungen ist, Elemente eines Spieles stimmig in ein anderes zu übertragen. Dies fühlt sich nicht aufgesetzt an, sondern eher wie eine logische Entwicklung der Monsterkeilerei. Dank des lockeren Spielhintergrundes stört der gefühlte „Power Creep“ nicht – sorgt stattdessen für noch fiesere, schnellere und lustigere Partien.
Für die Illustrationen ist wieder einmal Régis Torres verantwortlich, der das Spiel seit seiner ersten Inkarnation geprägt hat. Jede der Karten ist mit viel Liebe zum Detail und teils überschäumenden Ideen gestaltet. Mein persönlicher Favorit ist dabei die Riesenschimäre, die Elemente zahlreicher schon bekannter Monster enthält.

Iello haben auf ihrer Seite Infomaterial zur Erweiterung als Download bereitgestellt. Natürlich kann man sich hier auch einen Überblick über die anderen Ableger der Reihe verschaffen.

Einige der Powerkarten

Einige der Powerkarten

Für Freunde der gepflegten Monsterprügelei bringt King of Tokyo – Mindbug eine neue, willkommene und sehr gelungene Eskalationsstufe auf den Spieltisch.

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