King of Tokyo – Dark Edition

22.08.2020 von Marcus Pohlmann

King of Tokyo - Dark Edition

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Spieleranzahl: 2 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 29.05.2020

Sprache: Deutsch

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Die ursprüngliche Ausgabe des monströsen Würfelspiels gehört bereits seit vielen Jahren zu den Standards auf meinem Spieltisch. Nach zahlreichen Erweiterungen veröffentlichen Iello nun eine neue, überarbeitete Version des Grundspiels. Wie der Titel vermuten lässt, präsentiert sich die King of Tokyo – Dark Edition recht düster und bedrohlich. Der Vertrieb für den heimischen Markt erfolgt, wie gewohnt, über Hutter Trade.

Eine Rezension des ursprünglichen Spiels findet sich HIER. Auch Informationen über (fast) alle verschiedenen Ableger und Erweiterungen gibt es auf unserer Seite.

Was steckt drin?

Der Spielplan zeigt Tokyo bei Nacht. Einige der Häuser sind erleuchtet, anderenorts lodern Flammen. Zwei Felder für Monster, die Tokyoter Innenstadt und die Bay (nur bei fünf oder sechs Spielern) sind hervorgehoben. Am rechten Spielfeldrand ist die Bosheitsleiste mit Zahlen von „1“ bis „10“ aufgedruckt – außerdem ist hier noch Platz für die dazugehörigen Karten vorgesehen.

Die Monster warten schon

Die Monster warten schon

Jedes der sechs Monster kommt mit einem Pappaufsteller nebst Kunststofffuß, einer Monstertafel und einem Tatzenmarker. Auf den Tafeln gibt es eine Illustration der Kreatur und ihren Namen – wichtiger sind die beiden Skalen für Lebens- und Siegpunkte. Spielerisch unterscheiden sich die Monster nicht voneinander. Die 66 Powerkarten werden im Spielverlauf gegen Energieladungen eingetauscht und bringen einzigartige Vorteile. Einige Karten bleiben dabei permanent im Spiel, andere kommen nur einmal zum Einsatz. So generiert beispielsweise der „Säureangriff“ einen zusätzlichen Schaden, der „Wolkenkratzer“ liefert vier Siegpunkte, die „Instabile DNS“ lässt zwei Spieler ihre Powerkarten tauschen oder „Aus dem Hinterhalt“ ermöglicht, es jede „3“ erneut zu würfeln.

Völlig neu sind die zehn Bosheitsplättchen, die ähnliche Vorteile bringen. Acht sechsseitige Würfel zeigen auf ihren Seiten die Zahlen „1“, „2“ und „3“, eine Tatze, die Schaden verursacht, ein Herz, das Lebenspunkte heilt und einen Blitz, der dem Spieler eine Energieladung bringt. Diese liegen in Form von Kunststoffblitzen bei, außerdem gibt es noch Marker für verschiedene Spieleffekte. Die Regeln finden in der achtseitigen Anleitung Platz.

Wie wird’s gespielt?

Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt, in Reichweite kommen die verschiedenen Marker und die Energieladungen. Jeder Spieler wählt ein Monster aus und nimmt sich den Aufsteller sowie die Monstertafel und seinen Bosheitsmarker. Die Powerkarten werden gemischt und drei Stück aufgedeckt. Schließlich wird der Startspieler bestimmt, bevor die Partie starten kann.

Die beiden haben sich häuslich eingerichtet

Die beiden haben sich häuslich eingerichtet

Ist ein Spieler am Zug, nimmt er alle sechs Würfel für seinen Wurf. Von dem Ergebnis kann er beliebige Würfel beiseitelegen und den Wurf noch zwei Mal wiederholen. Dabei können bereits aussortierte Würfel erneut geworfen werden. Ist der Spieler mit dem Ergebnis zufrieden oder hat er drei Mal gewürfelt, erfolgt die Auswertung. Drei gleiche Zahlen bringen die entsprechenden Siegpunkte. Jedes Herz heilt einen Lebenspunkt (es sei denn, das Monster steht in Tokyo), ein Blitz bringt eine Energieladung und eine Tatze verursacht Schaden. Befindet sich das Monster außerhalb von Tokyo, attackiert es die Kreaturen in der Stadt. Steht es dagegen auf dem Spielbrett, greift es alle außerhalb an. Verliert ein Monster seinen letzten Lebenspunkt, scheidet es sofort aus dem aus.

Außerdem, und das ist die Besonderheit der Dark Edition, rückt der Spieler bei drei gewürfelten „1“ oder „2“ auf der Bosheitsleiste vor. Erreicht er dort drei, sechs oder zehn Punkte, darf er sich ein Bosheitsplättchen nehmen und einsetzen. Das Wurfergebnis kann durch Powerkarten modifiziert werden. So ermöglicht die Karte „Zeit einfrieren“ einen weiteren Zug bei drei „1“ oder das „Alpha-Monster“ erhält einen zusätzlichen Siegpunkt für jede Tatze.

Wer soll den Kraken aufhalten?

Wer soll den Kraken aufhalten?

Steht nun ein Monster in Tokyo (oder der Bucht) kann es sich entscheiden, diese zu verlassen, wenn esLebenspunkte verliert. Hat ein Spieler Schaden verursacht und ein Platz in der Stadt ist frei, dann nimmt er diesen ein. Schließlich kann der Spieler Energieladungen ausgeben, um eine oder mehrere der ausliegenden Powerkarten zu kaufen. Damit endet der Zug und der nächste Spieler ist an der Reihe.
Erreicht ein Spieler 20 Siegpunkte oder sind alle anderen Monster ausgeschieden, gewinnt er die Partie.

Kann das Spiel was?

Auch in der Dark Edition ist King of Tokyo ein sehr schnelles, lustiges, unkompliziertes und natürlich gemeines Würfelspiel. Die Mechaniken unterscheiden sich kaum vom Grundspiel – lediglich die Bosheitsleiste mit den dazugehörigen Karten ist hinzugekommen. Auch manche Powerkarten sind neu und bringen neue Effekte mit sich. Die Spielbalance war bei dem Spiel dagegen noch nie ein Thema, ebenso wenig wie eine langfristige Strategie. Im Prinzip sind die Spieler einzig von ihrem Würfelglück abhängig – können diesem jedoch mit den richtigen Karten etwas auf die Sprünge helfen. Die Dark Edition ändert daran auch nichts, allerdings hatte ich den Eindruck, dass in meinen Testrunden die Spieler sich verstärkt auf das Sammeln von Siegpunkten konzentriert haben. Die zusätzlichen Bosheitskarten waren dabei natürlich ein netter Nebeneffekt. Durch die geringe Einstiegshürde und den schnellen Ablauf eignet sich das Spiel sowohl als Absacker, wie auch für die lockere Familienrunde.

Durchdachtes Design

Durchdachtes Design

Die Aufmachung ist in sich stimmig und durchdacht. Dies fängt beim Inlay für das Spielmaterial an, geht über die schicken Würfel in Frosted-Optik und das stabile Material der Karten, bis zu den wertigen Markern. Die Illustrationen sind alle recht düster gehalten, mit einer sehr eingeschränkten Farbpalette. Der gelegentliche Einsatz von grellen Farben und Lack unterstützt diesen Eindruck noch. Dabei bleibt der lockere, comichafte Stil der Zeichnungen glücklicherweise erhalten.

Iello / Hutter liefern auf ihrer Homepage mehr Informationen zum Spiel. Hier kann man sich außerdem über die verschiedenen Erweiterungen der Serie informieren.

Fans der Serie werden mit King of Tokyo – Dark Edition sicherlich ihren Spaß haben. Aber auch für Neueinsteiger lohnt sich ein Blick in die monströse Würfel-Orgie.

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