Keine Ahnung?!

26.04.2026 von Marcus Pohlmann

Keine Ahnung?!

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 7 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 29.01.2026

Sprache: Deutsch / Englisch / Französisch / Italienisch

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Bei Keine Ahnung?! handelt es sich um eine der beiden Neuveröffentlichungen, die KENDi auf der diesjährigen Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt haben. Nachdem ich mich vor kurzem schon intensiv mit dem neuen Würfelspiel auseinandergesetzt habe, ist nun das Kartenspiel für bis zu fünf Personen an der Reihe.

Was steckt drin?

Ein Blick in die Schachtel offenbart eine ganze Reihe Karten – die sich in drei Kategorien aufteilen lassen. Zwölf Pokale (mit Punktwerten zwischen „3“ und „5“) winken den Spielern als Belohnung. Hinzu kommen sechs Trostpreise mit niedrigeren Siegpunkten. Der eigentliche Schwerpunkt liegt allerdings auf den insgesamt 102 Zahlenkarten. Diese haben Werte von „1“ bis „6“ in sechs unterschiedlichen Farben. Auf jeder Karte ist die Zahl recht groß abgebildet, hinzu kommen verschieden geformte Ränder, damit auch Spieler mit Farbfehlsichtigkeiten die Karten auseinanderhalten können. Zudem verfügen einige noch über Extrafunktionen, so können beispielsweise Ablagestapel entfernt, neue Karten aufgedeckt oder ausliegende Reihen aufgefüllt werden. In der Schachtel liegt außerdem die Anleitung, welche die Spielregeln in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) enthält.

Wie wird’s gespielt?

Die Karten mit den Pokalen bilden ihren eigenen Nachziehstapel. Trostpreise und Zahlenkarten werden zusammen gemischt und sechs Stück an jeden Spieler verteilt. Anstatt diese auf die Hand zu nehmen, werden sie verdeckt (und ohne sie vorher anzuschauen) in zwei Reihen à drei Karten abgelegt. Damit sind die Vorbereitungen abgeschlossen und die Partie kann starten.

Noch fehlt der Durchblick

Noch fehlt der Durchblick

Zu Beginn seines Zuges deckt der Spieler eine Karte vom Nachziehstapel auf und legt diese offen in die Tischmitte. Sollte dort bereits eine Karte mit passender Zahl oder Farbe ausliegen, so kommen diese übereinander. Nun deckt er eine der vor ihm liegenden Karten auf. Stimmt diese, entweder mit Farbe oder ihrem Wert mit der Auslage überein, so wird sie darauf gelegt. Sollte die Karte über eine Extrafunktion verfügen, kommt diese direkt zum Einsatz.

Nun kann er weitermachen, bis eine von drei Situationen eintritt. Er deckt eine Karte auf, die auf keinen der ausliegenden Stapel passt. In diesem Fall kommt sie wieder in seine Auslage zurück und der nächste ist an der Reihe. Deckt er einen Trostpreis auf, gleich ob vom Nachziehstapel oder der eigenen Auslage, endet der Zug sofort. Der Spieler behält den Trostpreis für seinen Wertungsstapel. Gelingt es einem Spieler, seine gesamte Auslage abzulegen, endet sein Zug ebenfalls. Als Belohnung zieht er einen der (verdeckten) Pokale. Er füllt anschließend die Auslage vor sich auf, bevor der nächste an der Reihe ist.

Sind alle Pokale verteilt, endet die Partie und die Spieler zählen ihre Siegpunkte zusammen. Derjenige mit den meisten Punkten gewinnt.

Kann das Spiel was?

Eigentlich ist Keine Ahnung?! ein simples Karten-Ablagespiel, mit einem zusätzlichen Memory-Faktor. In der Praxis zeigt sich dann allerdings, dass es durchaus einige taktische Möglichkeiten gibt. Grade der rechtzeitige Einsatz einer passenden Extrafunktion oder das Blockieren bestimmter Stapel ergibt spannende Spielmomente. Dies setzt jedoch voraus, dass die Spieler schon einige ihrer verdeckten Karten kennen.

Nichts passt...

Nichts passt…

Durch die zufällige Verteilung ist ein nicht zu unterschätzender Unsicherheitsfaktor im Spiel, der für eine gewisse Balance zwischen Gelegenheitsspielern und Kartenzählern sorgt. Die Partien zu zweit haben dabei deutlich weniger Spaß gemacht als zu viert oder fünft. Bei höherer Spielerzahl ist schlicht mehr Bewegung auf dem Tisch, was die Spannung erhöht und, zumindest, mein Eindruck, für einen flüssigeren Ablauf sorgt. Die beiden Autoren haben aus dem einfachen Grundprinzip ein recht unterhaltsames Spiel entwickelt, dass sich sowohl als Familienspiel wie auch als Einstimmung auf einen anspruchsvolleren Spieleabend eignet.

Die Regeln umfassen zahlreiche Beispiele, so dass die unterschiedlichsten Spielsituationen und Abläufe verständlich erklärt werden. Hier steht einem direkten Losspielen nichts im Wege. Christian Opperer hat die Zahlen in einem freundlichen Stil gezeichnet – weiche Kanten und lustige Augen. Klar erkennbare Ziffern und Symbole lassen die Spieler schnell alle wichtigen Informationen einer Karte erfassen. Der ausreichende Farbkontrast (und die abweichenden Ränder) sorgen ebenfalls für eine gute Unterscheidbarkeit.

Knuffiges Kartendesign

Knuffiges Kartendesign

Die Regeln zum Spiel gibt es auf der Homepage von KENDi. Hier kann man sich außerdem noch einen Überblick über das Programm des jungen Verlages verschaffen.

Keine Ahnung?! nimmt ein einfaches Konzept und macht daraus ein hübsches Spiel, dass aufmerksame Spieler gleichermaßen wie Zocker belohnt.

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