Hashi

26.03.2021 von Marcus Pohlmann

Hashi

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Genre: ,

Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 29.01.2021

Sprache: Deutsch

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Glaubt man dem Wikipedia-Eintrag, so handelt es sich bei Hashiwokakero um eine Gattung von Logikrätseln, die ihren Ursprung in Japan haben. Dabei gilt es, bestimmte Punkte innerhalb eines Rasters mit einer unterschiedlichen Anzahl an Linien – oder Brücken – zu verbinden. Mit Hashi veröffentlicht der Fürther Verlag NSV nun ein Brettspiel, das auf diesem Konzept basiert. Bis zu vier Spieler treten hier als Brückenbauer gegeneinander an und versuchen ihre Punkte (hier als Inseln dargestellt) miteinander zu verbinden.

Was steckt drin?

Für jeden der bis zu vier Spieler liegt eine doppelseitig bedruckte Spieltafel in der Schachtel. Das Gros der Tafel besteht aus 18 kleinen Inseln, die mit gestrichelten Linien untereinander verbunden sind. Einige der Inseln sind zusätzlich blau oder rot beflaggt. Am Fuß der Tafel befindet sich eine Leiste, um die erzielten Punkte einzutragen, sowie eine Übersicht der Karten. Von diesen gibt es 18 Stück. Hier findet sich die Illustration einer Insel, eine Zahl zwischen 1 und 6 und schließlich eine, zwei oder drei Brücken. Als weiteres Spielmaterial liegen in der Schachtel vier abwaschbare Stifte und die vierseitige Anleitung.

Wie wird’s gespielt?

Die Spieler einigen sich darauf, auf welcher der beiden Tafelseiten gespielt wird. Anschließend erhält jeder eine Tafel und einen Stift. Nun tragen sie entweder eine 3 oder eine 4 auf einer beliebigen Insel ohne Flagge ein. Anschließend wird die Tafel an den linken Mitspieler weiter gegeben. Der Stapel mit den 18 Karten wird gemischt und die oberste ungesehen abgelegt.

Übersichtlicher Aufbau

Übersichtlicher Aufbau

Zu Beginn jeder Runde deckt ein Spieler eine Karte des Stapels auf. Nun führen alle Spieler gleichzeitig zwei Aktionen aus – können aber auch darauf verzichten. Mit der ersten Aktion trägt der Spieler die Zahl auf der Karte in eine seiner noch freien Inseln ein. Dabei muss er lediglich zwei Dinge beachten: Steht auf der Insel eine Fahne, so muss diese zumindest mit einer Brücke mit einer anderen Insel verbunden sein. Gibt es dagegen keine Flagge, kann er die Zahl beliebig eintragen.
Mit der zweiten Aktion zeichnen die Spieler die Anzahl der auf der Karte angegebenen Brücken auf ihre Tafel. Diese müssen an einer Insel beginnen, auf der bereits eine Zahl steht. Außerdem gelten einige weitere Regeln, beispielsweise dürfen sich Brücken nicht kreuzen.
Entspricht die Anzahl der von einer Insel ausgehenden Brücken der Zahl auf der Insel, darf der Spieler die Insel einkreisen. Hier dürfen nun keine weiteren Brücken gebaut werden.

Bisher sehr vielversprechend...

Bisher sehr vielversprechend…

Anschließend deckt ein Spieler die nächste Karte auf und der Ablauf wiederholt sich. Ist der Stapel erschöpft und haben alle Spieler ihre Aktionen ausgeführt, folgt die Punktauswertung.
Pro eingekreister Insel gibt es zwei Siegpunkte. Außerdem gibt es Bonuspunkte, wenn ein Spieler Inseln mit roter oder blauer Fahne eingekreist hat oder sechs fertige Inseln miteinander verbindet. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt die Partie.

Am Ablauf von Hashi ändert sich in der Solo-Variante grundsätzlich nichts. Allerdings werden drei Nachziehstapel mit unterschiedlicher Kartenanzahl gebildet. Der Spieler erhält hier Bonuspunkte, wenn er die roten und blauen Inseln fertigstellt, bevor bestimmte Stapel aufgebraucht sind. Anhand einer Punkte-Übersicht kann er bei Spielende sehen, wie erfolgreich er insgesamt war.

Kann das Spiel was?

Leider war ich bisher nicht in der Lage, Hashi mit mehreren Mitspielern zu spielen. So blieb mir nur die Solo-Variante. Da aber das zugrunde liegende Logik-Rätsel auch nur für einen Spieler konzipiert ist, sehe ich dabei auch kein allzu großes Problem. Bei meinen ersten Partien war die erzielte Punktzahl recht überschaubar – zu einfach ist es, sich Wege zu verbauen. Mit zunehmender Spielpraxis wurde das Ergebnis doch deutlich besser, was gut für die Motivation ist. Durch die unterschiedliche Kartenreihenfolge, wechselnde Startpositionen und nicht zuletzt die zwei Seite der Tafel unterscheidet sich jede Partie deutlich von der vorhergehenden. Die Grundidee ist dabei recht einfach, ist aber sehr effektiv als Spiel umgesetzt. Durch die Kartenübersicht am Spielfeldrand hat man im Blick welche Zahlen und Brücken noch ausstehen. So lässt sich etwas weiter im Voraus planen – was vor allem in Mehr-Spieler-Partien bei der Jagd nach Punkten wichtig sein dürfte.

Inseln & Brücken

Inseln & Brücken

Das Spielmaterial ist, obwohl für die Abläufe weitgehend unerheblich, schön gestaltet und unterstützt die Brücken-Thematik. An der Qualität der Tafeln und der Karten gibt es nichts zu bemängeln – diese sind stabil und sollten einen längeren Einsatz problemlos überstehen. Wirklich positiv überrascht bin ich von den Stiften. Die gezeichneten Brücken lassen sich spurlos und ohne Aufwand entfernen.

Mehr Informationen zum Spiel, die Regeln in unterschiedlichen Sprachen und ein Tutorial gibt es auf der Homepage von NSV. Wer sich über den Rahmen dieses Spieles hinaus mit Logikrätsel dieser Art beschäftigen möchte, sollte auf der Seite von Nikoli vorbei schauen. Hashiwokakero stammen ursprünglich aus einer Publikation des japanischen Verlages, die vor allem durch Sudoku bekannt geworden sind.

Mit Hashi legt der Verlag ein schickes, kleines Logikrätsel vor, das auch sehr gut für einzelne Spieler funktioniert.

 

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