
Kategorie: Escape Room
Autor: Dario Zaccariotto, Leo Colovini
Zeichner: Folko Streese
Verlag / Publisher: moses.
Genre: Kommunikationsspiel, Kooperativ, Partyspiel, Rätsel / Knobel
Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 75 Minuten
Erscheinungsdatum: 28.01.2026
Sprache: Deutsch
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Mittlerweile ist die Reihe der kleinen, kompakten Rätsel-/Knobel-/Escape-Spiele beim moses.-Verlag bereits auf acht Teile angewachsen. Da mein letzter Abstecher in die Bibliothek einige Jahre zurückliegt, ist es an der Zeit, einen Blick auf das neueste Abenteuer zu werfen. Bei Gefangen im Varieté finden sich die Spieler aufgrund einer Stellenausschreibung im Hauptquartier einer Schaustellertruppe wieder. Allerdings verläuft das Vorstellungsgespräch dann doch etwas anders als gedacht…
Was steckt drin?
Im kleinen Schuber befinden sich neben der achtseitigen Anleitung noch 75 Karten in Standardgröße. Diese teilen sich in verschiedene Kategorien auf. So gibt es 18 Tippkarten, die für jede Aufgabe drei Hinweise bereithalten, sollten die Spieler Probleme mit der Lösung haben. Die roten Karten enthalten die eigentlichen Rätsel – in denen sie einen drei- oder vierstelligen Zahlencode finden müssen. Die lilafarbenen Karten werden zur Bestätigung der Lösung genutzt. Drehen die Spieler allerdings die falsche Karte um, so hat dies eine zweiminütige Zeitstrafe zur Folge. Die orangenen Karten zeigen häufig Gegenstände, welche zum Weiterkommen benötigt werden.
Die blauen Karten liefern schließlich Hinweise oder Beschreibungen der Umgebung ab. Auf den jeweiligen Rückseiten finden sich Buchstaben und Symbole, so dass die Karten zugeordnet werden können. Mehrere Deckkarten verhindern, dass die Spieler unbeabsichtigt vorab Informationen erhalten.
Wie wird’s gespielt?
Auf der ersten Karte findet sich eine kurze Zusammenfassung der Situation. Die Spieler sind in einem Wohnwagen eingeschlossen, der wiederum in einer Lagerhalle steht. Um zu Entkommen (und die Stelle im Varieté) anzutreten müssen sie nun zuerst das Schloss des Wagens knacken.
Nach und nach hangeln sich die Spieler von einem Rätsel zum nächsten, dabei bekommen sie immer wieder Anweisungen, welche Karten umzudrehen sind.
Daraus ergeben sich neue Aufgaben und die notwendigen Angaben, Gegenstände und Abbildungen, um diese zu lösen. Dabei müssen beispielsweise mehrere Karten richtig angeordnet, Dinge miteinander kombiniert oder eine Rechenaufgabe gelöst werden.
Haben sie alle sechs Aufgaben absolviert, winkt ihnen zwar nicht der erhoffte Arbeitsplatz bei den Schaustellern – doch immerhin sind sie der Halle entkommen.
Eine Zeiteinteilung gibt den Spielern Aufschluss darüber, wie erfolgreich sie letzten Endes waren.
Kann das Spiel was?
Um bei Gefangen im Varieté weiterzukommen, steht die Kombination von Karten im Vordergrund. Dabei gilt es nicht nur auf die Buchstaben, sondern auch die verschiedenen Symbole auf den Kartenrückseiten zu beachten. Hält man dies im Hinterkopf, so ist die Lösung der meisten Rätsel kein größeres Problem – zumal das Spiel als „einsteigerfreundlich“ eingestuft ist. Die Kombination der Logik-, Rechen- und Puzzleaufgaben funktioniert recht gut, auch wenn ich mir ein paar mehr Aufgaben gewünscht hätte. Ich habe mich in der Testrunde alleine auf den Weg ins Varieté gemacht und nach etwas etwa einer Stunde konnte ich die Halle mit den Waggons verlassen. Ein oder zwei Mal kamen Tippkarten zum Einsatz – allerdings nicht weil das Rätsel so schrecklich kompliziert war, sondern ich schlicht auf dem Schlauch gestanden habe. Wie bei (fast) allen Spielen des Genres kann es nur einmal gespielt werden – oder nach einer langen Wartezeit. Da die die Lösung die Karten nicht beschädigt, spricht nichts dagegen, das Spiel weiterzugeben.
Aufgrund des Formats sind einige der Zeichnungen etwas klein geraten. Dennoch lassen sich bei guter Beleuchtung alle Details erkennen, so dass dies kein sonderlich großes Hindernis darstellt. Insgesamt sind die Illustrationen stimmig gestaltet und bringen dem Spieler die Zirkus- bzw. Varieté-Atmosphäre näher.
moses. stellen auf ihrer Homepage einige Hintergrundinformationen und Bilder bereit. Außerdem finden sich hier auch die restlichen Teile der Serie.
Wer auf der Suche nach einer kurzen, kurzweiligen Knobelei vor einem Escape-Room-Hintergrund ist, kann bedenkenlos mit Gefangen im Varieté einen Ausflug in das Genre wagen.
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