Evidence

11.12.2019 von Marcus Pohlmann

Evidence

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Genre: ,

Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.10.2019

Sprache: Deutsch

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Schickten Pegasus Spiele die Spieler auf die Suche nach mythischen Kreaturen, so haben diese meist Tentakel und sind der geistigen Gesundheit nicht sonderlich zuträglich. Beim Kartenspiel Evidence müssen bis zu fünf Reporter zwar auch seltsame Wesenheiten aufspüren, doch die Aufmachung macht einen deutlich freundlicheren Eindruck. Entsprechend wird das Spiel in der Kategorie der Familienspiele des Friedberger Verlages geführt.

Was steckt drin?

In dem Spiel gilt es sechs Mysterien aufzuspüren, beispielsweise einen Vampir, den Yeti oder ein Einhorn. Jede dieser Kreaturen kommt mit ihrem eigenen Kartenset. Auf den Karten sind passende Symbole abgebildet, beispielsweise ein Kleeblatt für den Leprechaun, außerdem eine Illustration einer Spur der Kreatur. Auch farblich unterscheiden sich die Kartensets voneinander. Ein Set besteht aus sechs Hinweis-Karten mit Werten zwischen -1 und 4. Die Verteilung der Werte ist dabei für jedes Wesen unterschiedlich, eine Übersichtskarte listet die Kartenverteilung. Die sieben Recherche-Karten helfen den Spielern bei ihrer Suche und stellen die Zeitungsartikel dar, die sie schreiben.

Der Aufbau zu viert

Der Aufbau zu viert

Sechs Karten ermöglichen es den Spielern, Recherche-Karten auszutauschen (im normalen Modus) oder bringen in der Profi-Variante unterschiedliche Aktionen ins Spiel.

Wie wird’s gespielt?

Abhängig von der Spielerzahl werden einige Karten jeder Farbe aussortiert, lediglich im Spiel zu fünft kommt das komplette Material zum Einsatz. Außerdem müssen sich die Spieler entscheiden, ob sie mit den normalen Regeln oder der Profi-Variante spielen wollen. Die Karten werden farblich getrennt und nach Kategorie ausgelegt, dies ergibt vier Reihen mit jeweils sechs Spalten. Unter die Übersichtskarte wird verdeckt eine zufällige Hinweis-Karte der entsprechenden Farbe gelegt – dies ist der Beweis für die Existenz des Mysteriums. Die restlichen Hinweis-Karten werden gemischt und an jeden Spieler sechs Stück ausgeteilt. Damit sind die Vorbereitungen abgeschlossen und die Suche nach den Kreaturen kann beginnen.
Ist ein Spieler an der Reihe, muss er eine seiner Handkarten ausspielen. Diese kommt zu den anderen Hinweis-Karten der entsprechenden Farbe. Spielt er die fünfte Karte auf einen Hinweisstapel, deckt er zudem das Mysterium auf. Die beiden anderen Aktionen, die dem Spieler in seinem Zug zur Verfügung stehen, sind optional. So kann er recherchieren – dazu nimmt er eine oder mehrere Recherche-Karten, die in der Auslage liegen.

Die Karten des Profi-Spiels

Die Karten des Profi-Spiels

Dabei muss der Spieler beachten, dass er nie mehr als als sechs Karten in seinem Besitz haben darf – einschließlich seiner Handkarten. In der normalen Spielvariante kann der Spieler außerdem eine der Auszeit-Karten nehmen. Mit dieser lassen sich Recherche-Karten gegen die Karten eines anderen Mysteriums austauschen. Haben sich die Spieler für die Profi-Variante entschieden, haben die Auszeit-Karten spezielle Funktionen. So darf ein Spieler beispielsweise eine Karte mehr im Spiel haben, kann eine Recherche-Karte kopieren oder bekommt Zusatzpunkte.

Nach der sechsten Runde endet die Partie. Die Spieler drehen nun ihre Recherche-Karten auf die Rückseite mit den Zeitungsartikeln und decken die Beweise auf – soweit dies noch nicht geschehen ist. Jeder Spieler multipliziert nun die Anzahl seiner Zeitungsartikel mit dem Beweiswert des jeweiligen Mysteriums; hinzu kommen noch etwaige Sonderpunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten ist der erfolgreichste Reporter und gewinnt die Partie.

Kann das Spiel was?

Zu Beginn mutet die Recherche bei Evidence etwas willkürlich an. Allerdings stellt sich relativ schnell heraus, dass das Spiel recht durchdacht ist. Vor allem in der Profi-Variante ist die Monstersuche strategisch und ermöglicht Bluffs und lohnende Spielzüge. Je nach der (vermuteten) Verteilung der Beweise kann es durchaus sinnvoll sein, sich auf ein Mysterium zu konzentrieren, oder aber seine Karten breiter zu streuen. Dabei ist es für einen Spieler sogar möglich, die Partie mit Minuspunkten abzuschließen – das Loch Ness-Monster ist ein sehr undankbares Wesen! Haben die Spieler die Unterschiede zwischen den einzelnen Kartenarten und die Punktewertung verstanden, laufen die Spiele sehr schnell und unkompliziert ab. Die Regeln für zu zweit sind etwas angepasst und sind nochmals taktischer. Die besten Erfahrungen haben wir allerdings mit vier Reportern gemacht. Hier sind die Mysterien schwer umkämpft und die Partien etwas „härter“. Dabei bleibt das Spiel flüssig und durchaus lustig.

Dem Vampir und dem Yeti auf der Spur

Dem Vampir und dem Yeti auf der Spur

Die Illustrationen von Marek Bláha sind einfach großartig und waren der Hauptgrund für mich, das Spiel zu kaufen. Die Hinweise mit ihren Andeutungen über die Kreatur sind treffend und bedienen dabei sämtliche Klischees. Die restliche Gestaltung ist bunt und eher freundlich gehalten, so dass auch jüngere Spieler keine Angst vor dem Vampir und der Mumie haben müssen. Dabei bleiben die Karten übersichtlich und sind klar zu unterscheiden. Die Anleitung nutzt viele Beispiele zur Erklärung der Abläufe und ermöglicht einen relativ schnellen Einstieg ins Spiel.

Auf der neu gestalteten Verlagsseite von Pegasus Spiele können interessierte Spieler mehr über die Monstersuche erfahren. Dort stehen auch die deutschen Regeln als Download zur Verfügung.

Der Verlag legt mit Evidence ein schnelles und unkompliziertes Kartenspiel vor, mit dem erfahrene Zocker aber auch jüngere Spieler ihren Spaß haben.

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