Detective Stories – Fall 3: Stillsee

25.11.2019 von Marcus Pohlmann

Detective Stories - Fall 3: Stillsee

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Spieleranzahl: 1 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 13 Jahren

Spieldauer: 90 bis 120 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.10.2019

Sprache: Deutsch

Das Schicksal meint es nicht gut mit dem Journalisten Carl Notebeck. Stand er bereits im ersten Teil der Detective Stories unter Mordverdacht, so gehört er auch im dritten Fall zu den potentiellen Tätern. In Stillsee müssen die Spieler die Umstände (und natürlich die Verantwortlichen) ermitteln, die zum Ableben des russischen Fußballers Fjodor Tschernow geführt haben. iDventure haben die Gestaltung der Serie überarbeitet und veröffentlichen das Spiel in Eigenregie.

Was steckt drin?

Wie bei der Reihe üblich, halten sich die Macher nicht mit langer Vorrede auf. Lediglich ein Zettel stimmt die Spieler auf ihre Aufgabe ein. Der restliche Inhalt der Schachtel besteht aus zwei Flyern, dem Notizblock von Carl Notebeck und verschiedenen Beweisstücken. Darunter befinden sich beispielsweise eine Visitenkarte, Fotos, eine Boarding Card und ein Medaillon. Die Hauptinformationen liefert jedoch die Polizeiakte. Diese enthält neben dem Autopsiebericht auch Erkenntnisse zum Tatort, Hintergrundmaterial zum Opfer und weitere Hinweise.

Los gehts!

Los gehts!

Für den Fall, dass die eigenen Nachforschungen ins Stocken geraten, geben iDventure auf ihrer Homepage gezielte Hinweise zu den einzelnen Ermittlungsschritten.

Wie wird’s gespielt?

Es gibt bei den Detective Stories keine festgelegte Vorgehensweise. Die Spieler müssen das zur Verfügung gestellte Material sichten, weitere (Online-)Recherchen durchführen und die richtigen Schlüsse ziehen, um den oder die Täter zu überführen. Einen ersten Ansatz liefert dabei das Notizbuch des Journalisten. Darin finden sich bereits eine Liste von Verdächtigen, aber auch weitere Hinweise.

Wichtige Information oder falsche Fährte?

Wichtige Information oder falsche Fährte?

Viele Ermittlungen führen die Spieler auf eigens für Stillsee eingerichtete Internet-Seiten. So beispielsweise zum örtlichen Yachtclub, zur obskuren Partei „Zukunft für Deutschland“ oder zu einem Twitter-Kanal. Für die Lösung des Falles ist es zwingend erforderlich, dass sowohl der Inhalt der Schachtel, als auch die Hinweise im Internet zu Rate gezogen werden. Ein Account beispielsweise bei Twitter oder Facebook ist allerdings nicht erforderlich.

Kann das Spiel was?

Auch bei Stillsee liefern die Autoren wieder einen in sich stimmigen Kriminalfall ab. Motive gibt es genug, auch ein Mangel an Verdächtigen herrscht nicht, sei es nun ein gehörnter Ehemann, ein allzu enthusiastischer Fan oder die örtlichen Kleinkriminellen. Die Herausforderung (und der Reiz) des Spiels, bestehen darin, teils scheinbar zusammenhanglose Informationen miteinander zu verknüpfen. Dadurch erhalten die Spieler nach und nach Einblick in die Abläufe in dem beschaulichen Ort. Auf diese Weise lassen sich mehrere Verdächtige (unter anderem auch Carl Notebeck) ausschließen.

Haben wir hier ein Motiv?

Haben wir hier ein Motiv?

Wie die Spieler vorgehen, um den Fall zu lösen, bleibt ihnen überlassen – in meiner Runde haben wir sehr gute Erfahrungen mit Arbeitsteilung gemacht. Dabei hat sich jede Gruppe auf einen Verdächtigen konzentriert und dessen Motive und Alibi überprüft. Dies führte relativ schnell auf die Spur des Täters – allerdings ohne wirkliche Beweise zu liefern. Nach weiteren Recherchen mussten wir dafür tatsächlich die Hinweise auf der Verlagsseite in Anspruch nehmen.
Die Ausstattung ist wie gewohnt mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Dies bezieht sich nicht nur auf den physischen Inhalt der Spielschachtel, sondern ebenso auf den digitalen Content. Die Drucksachen und Dokumente sehen realistisch aus, sowohl was Layout als auch Druck und Papier angeht. Das Medaillon ist ein richtiger Anhänger und bei den Bildern handelt es sich um ganz reguläre Fotoabzüge. Für den Verlag sicherlich ein enormer logistischer Aufwand – für die Spieler ergibt sich daraus jedoch ein authentisches Ermittlungserlebnis.

Auf der Homepage von iDventure gibt es mehr Informationen zu diesem Fall und zur restlichen Serie. Hier können die Spieler auch die korrigierte Version der fehlerhaften Notrufliste herunterladen.

Auch bei Detective Stories – Fall 3: Stillsee halten die Macher ihr hohes Niveau und stellen die Spieler vor einige verzwickte Aufgaben.

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