Decktective – Das gespenstische Gemälde

28.08.2020 von Marcus Pohlmann

Decktective - Das gespenstische Gemälde

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Spieleranzahl: 1 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.04.2020

Sprache: Deutsch

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Abacusspiele haben mittlerweile drei Serien mit Detektiv-Kartenspielen in ihrem Verlagsprogramm. Mit Das gespenstische Gemälde veröffentlichen sie den neuesten Ableger der Decktective-Reihe, die mit einem durchaus originellen Rezept aufwartet. Im vorliegenden Fall machen sich bis zu sechs Spieler daran, die merkwürdigen Vorgänge in einem nächtlichen Museum zu untersuchen.

Wer mehr zum ersten Fall und zum Konzept der Serie wissen möchte, kann HIER einen Blick in die entsprechende Rezension werfen.

Was steckt drin?

Die Ermittlungen nehmen ihren Anfang

Die Ermittlungen nehmen ihren Anfang

In der Schachtel liegen 62 großformatige, doppelseitig bedruckte Karten. Auf diesen finden sich in erster Linie Hinweise und Illustrationen. Aber auch die Anleitung, Hintergrundinformationen und eine Auswertungstabelle finden darauf Platz. Ebenfalls zum Spielmaterial gehören einige farbige Büroklammern, zum Markieren der Antworten bei der Auflösung. Auch die Schachtel selbst kommt zum Einsatz, bildet sie doch die Grundlage der Szenerie.

Wie wird’s gespielt?

Die Spieler schlüpfen in Decktective – Das gespenstische Gemälde in die Rolle von Polizisten, die mitten in der Nacht in ein Museum gerufen werden. Der Nachtwächter schwört einen Geist gesehen zu haben und seine Kollegin ist scheinbar aus dem (verschlossenen) Gebäude verschwunden. Nun liegt es an den Spielern, Licht hinter die mysteriösen Vorgänge zu bringen.
Die Spieler arbeiten sich nach aufsteigenden Nummern durch den Kartenstapel und folgen dabei den Anweisungen auf den Karten. Die ersten sind einer kurzen Einführung vorbehalten. Außerdem werden mehrere Karten in die Schachtel gesteckt und bilden so den Hauptraum des Museums – den Ausgangspunkt der Ermittlungen.

Willkommen im Museum

Willkommen im Museum

Für das eigentliche Spiel ziehen die Spieler, abhängig von ihrer Anzahl, Karten von dem Kartenstapel – ohne sie zu mischen oder ihren Mitspielern zu zeigen. Ist ein Spieler an der Reihe, kann er sich entscheiden, eine seiner Karten offen auszuspielen. Diese ist nun Teil der allgemeinen Ermittlung und alle Spieler können sie in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Hält er die Information jedoch nicht für wichtig, legt der Spieler die Karte verdeckt im Archiv ab, es darf nicht über ihren Inhalt diskutiert werden. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe, zieht auf sein Kartenlimit auf und spielt ebenfalls eine Karte. Die Karten 1 bis 54 enthalten Informationen zum Hergang, Illustrationen der Örtlichkeiten und Beweisstücke, die untersucht werden müssen. Dabei stellen die Spieler schnell fest, dass sie nicht alleine im Museum sind – die Handlung entwickelt sich weiter: Ein Gemälde verschwindet, ein tragisches Unglück geschieht und die begegnen dem (vermeintlichen) Geist MacBeths, der das Museum heimsucht. Mit Karte 55 beginnt die Aufklärung des Falles. Diese letzten Karten enthalten Fragen zum Tathergang, zum Täter und auch zum Motiv, ebenso wie die komplette Auflösung und die Hintergründe. Anhand einer Punktetabelle können die Spieler ablesen, wie erfolgreich sie bei der Lösung waren.

Kann das Spiel was?

Das Konzept von Decktective – Das gespenstische Gemälde ist originell. Den Tatort aufzubauen, so dass die Spieler diesen untersuchen können ist durchaus reizvoll. Hinzu kommt, dass sich dort im Spielverlauf Dinge verändern, neue Hinweise tauchen auf und der Täter ist offensichtlich noch vor Ort. So haben die Spieler den Eindruck, mitten im Geschehen zu sein. Leider ist die Handlung sehr linear, was jedoch dem Spielformat geschuldet ist. Letzten Endes bleibt den Spielern nur, den Stapel Karte für Karte durchzugehen. Die Möglichkeit, Handkarten auszuspielen ändern daran kaum etwas. Ein deutlich größeres Manko ist für mich allerdings die Auflösung des Falles. Täter sind Motiv nachvollziehbar und durch die entsprechenden Karten zu belegen. Jedoch ist die beschriebene Durchführung des Verbrechens schlicht unmöglich – und dies gleich in mehrfacher Hinsicht. In meiner Spielrunde (mit vier Personen) blieben wir bei der Lösung deutlich unter der angegebenen Spielzeit – wobei wir auch nicht die volle Punktzahl erreichten.

Die Karten

Die Karten

Die Aufmachung der Karten bietet dagegen keinen Anlass zur Kritik. Die Texte sind stimmig geschrieben und die Illustrationen sorgen für die richtige Atmosphäre. Die Idee mit dem sich verändernden Tatort ist gut umgesetzt – auch wenn das Innere des Museums schlecht zu erkennen ist.
Wie viele Spiele dieser Art, so lässt sich der Fall nur einmal von einer Spielergruppe lösen. Glücklicherweise wird das Spielmaterial jedoch nicht beschädigt, so dass es weitergegeben werden kann.

Auf der Homepage von Abacusspiele gibt es mehr Informationen zum Spiel und zur ganzen Serie. Auch finden sich hier weitere Krimikartenspiele vom Autorenteam Chiacchiera/Sorrentino.

Trotz des originellen Konzeptes kann Decktective – Das gespenstische Gemälde als Krimi-Rätsel nicht wirklich überzeugen.

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