Deckscape Dungeon

01.03.2026 von Marcus Pohlmann

Deckscape Dungeon

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Spieleranzahl: 1 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Erscheinungsdatum: 27.01.2026

Sprache: Deutsch

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Es ist schon länger her, dass ich einen Ausflug in die Welt von Deckscape gemacht habe. Mittlerweile ist die Serie dieser Escape Rooms im Taschenformat auf ganze zwölf Teile angewachsen. Die Autoren Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino schicken die Spieler dabei durch die unterschiedlichsten Settings. Manchmal sind es ägyptische Grabmäler, dann wieder transsylvanische Schlösser oder verlassene Gefängnisse. Der neuste Ableger verabschiedet sich von dem (mehr oder minder) realistischen Hintergrund und nimmt uns mit in das Fantasykönigreich Silmar. In Deckscape Dungeon müssen die Spieler drei wackere Recken in den Kampf gegen das Große Übel im Innern eines Feuerberges führen.

Was steckt drin?

Wie bereits aus anderen Teilen der Serie bekannt, besteht das Spielmaterial aus großformatigen – insgesamt 60 Stück. Die meisten der Karten sind durchnummeriert – davon ausgenommen sind die drei Charaktere der Magierin, des Kämpfers und des Bogenschützen. Alle Karten sind doppelseitig bedruckt und enthalten entweder Regeln, Rätsel, Gegenstände und Bodenpläne – gelegentlich auch eine Kombination aus den Komponenten. Die Lösungen (oder Lösungsmöglichkeiten) finden sich auf den Rückseiten, soweit erforderlich. Was Deckscape Dungeon allerdings von anderen Vertretern der Reihe unterscheidet, sind die Stanzrahmen mit verschiedenen Papp-Figuren. Diese müssen vor Spielbeginn herausgetrennt und zusammengesteckt werden. Damit bekommen die Spieler auch direkt einen Eindruck davon, was sie in den Verliesen unterhalb des Vulkans erwartet.

Wie wird’s gespielt?

Kennern des Systems wird der Ablauf bekannt sein, aber auch Neueinsteiger haben keine Schwierigkeiten, sich im Dungeon zurechtzufinden. Auf den Karten finden sich alle notwendigen Anweisungen für die Spieler.

Die Tür öffnet sich...

Die Tür öffnet sich…

Recht früh kommt der Zusammenbau der Charaktere und der verschiedenen Monster. Daran schließt sich ein einfaches Rätsel an, um das Verlies zu betreten. Zu diesem Zeitpunkt teilt sich der Kartenstapel in vier separate Bereiche auf – drei unterschiedliche Gänge an deren Ende eine Belohnung wartet und der Kampf gegen den Endgegner.
Bei den Aufgaben, die die Spieler absolvieren müssen, handelt es sich fast ausschließlich um Logik-Rätsel. Nur wenige Herausforderungen stehen in Zusammenhang mit den Illustrationen. Mal decken die Charaktere bestimmte Bodenplatten ab, dann wieder richten sie Raumelemente korrekt aus oder überqueren eine wackelige Brücke. Auch bei den Kämpfen (jeder Held verfügt hier über eigene Eigenschaften) geht es hauptsächlich um die richtige Platzierung der Figuren auf den Bodenplänen.
Am Ende gilt es nicht nur einen, sondern gar zwei Endgegner zu besiegen, bevor das Königreich gerettet ist.
Für gescheiterte Aufgaben sammeln die Spieler „Strafkarten“, die eine Art Wertung darstellen.

Kann das Spiel was?

Der erste Teil des Dungeons

Der erste Teil des Dungeons

Deckscape Dungeon unterscheidet sich erheblich von anderen Titeln der Reihe. Nur selten sind Kombinations- und Beobachtungsgabe gefordert. Stattdessen lassen sich fast alle Aufgaben mit ein wenig Ausprobieren und der korrekten Platzierung der Figuren lösen. Dabei sind die meisten Rätsel nicht übermäßig schwer und die Konsequenzen bei falschen Entscheidungen ändern am Ausgang nichts. Ablauf und Art wecken bei mir eher Erinnerungen an Fantasy-Spielbücher und klassische Dungeoncrawls, denn an einen Escape Room. In meiner Testrunde haben wir uns zu dritt in das Verlies gewagt, wobei jeder Spieler einen der Charaktere übernommen hat. Im Spielverlauf hat jeder für sich eine Entscheidung getroffen, die erst danach mit den Mitspielern diskutiert wurde. Daraus hat sich eine nette Dynamik entwickelt, die den Unterhaltungswert deutlich gesteigert hat. Die individuellen Fähigkeiten kamen lediglich im letzten Akt des Spiels, einer Reihe von Kämpfen, zum Einsatz. Die Autoren sind hier von ihrem bewährten Prinzip ein wenig abgewichen und haben eine neue Herangehensweise ausprobiert. Die Grundidee dahinter gefällt mir recht gut, allerdings gibt es in der Praxis noch den einen oder anderen Punkt, der sich für nachfolgende Spiel verbessern ließe – angefangen bei dem doch sehr überschaubaren Schwierigkeitsgrad und dem Fokus auf „räumliche“ Aufgaben.

Drei Teilaufgaben

Drei Teilaufgaben

Die Aufmachung empfinde ich durchaus als gelungen, auch wenn im Zeitalter der Kunststofffiguren-Exzesse die Papp-Aufsteller etwas anachronistisch anmuten. Mich stört dies nicht, verleiht es dem Spiel doch einen gewissen nostalgischen Charme. Die Karten-Illustrationen haben die passende Fantasy-Atmosphäre und alle wichtigen Details sind gut erkennbar.

Eine Übersicht alles Spiele der Serie gibt es auf der Homepage von Abacusspiele. Zusätzlich kann man hier neben einem Trailer auch zwei Demospiele herunterladen und testen.

Heroische Helden gegen erschröckliche Monster

Heroische Helden gegen erschröckliche Monster

Mit Deckscape Dungeon liefert der Verlag einen ungewöhnlichen Ableger der Reihe, der in erster Linie für Neueinsteiger oder Fantasy-Fans interessant ist.

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